Hans Meyer nicht mehr Trainer in Gladbach

Der Retter der Fohlen im Abstiegskampf beendete von sich aus das Kapitel Mönchengladbach. Nachdem seine erste Amtszeit seitens der Vereinsführung beendet wurde, wäre man nun am Niederrhein froh gewesen, den Trainer-Fuchs halten zu können, doch nun zog Meyer den Schlussstrich.

Kehrt der Kauz zurück? Hans Meyer ist offenbar in Wolfsburg im Gespräch (AFP)

(cv) Mönchengladbach. Die Nachricht hatte sich shcon am heutigen Tage angedeutet: Hans Meyer und Borussia Mönchengladbach gehen in Zukunft getrennte Wege. Nachdem der 67-jährige mit den Fohlen nach schier endlosen Widrigkeiten den Klassenerhalt geschafft hatte, nahm die Trainerlegende nun seinen Hut. Der Verein folgte demnach seiner Bitte, den noch bis zum 30. Juni 2010 laufenden Vertrag vorzeitig aufzulösen.

„Müssen seinen Wunsch akzeptieren“

„Mit Hans Meyer, mit einem fast 67-jährigen kann man keine Mannschaft aufbauen. Mit meiner Erfahrung konnte ich helfen, die Klasse zu erhalten. Alles andere ist nicht produktiv, nicht für Hans Meyer und nicht für den Fußball-Klub Borussia Mönchengladbach,“ äußerte sich Meyer selbst noch vor der offiziellen Bekanntgabe des Klubs gegenüber der Aachener Zeitung. Vize-Präsident Rainer Bonhof zeigte sich entsprechend der Dienste Meyers für den Verein dankbar: „Wir haben in den letzten Tagen viele intensive Gespräche mit ihm geführt und müssen seinen Wunsch akzeptieren. Wir sind Hans Meyer sehr dankbar, dass er uns in dieser Saison in einer schwierigen Situation geholfen und die Mannschaft so stabilisiert hat, dass wir am Saisonende unsere Ziel, den Klassenerhalt, erreicht haben,“ wird Bonhof auf der Vereinshomepage zitiert.

Nicht überraschend

Noch am Mittwoch hatte Bonhof Hoffnungen, Meyer halten zu können: „Es gibt keinen Anlass, den Trainer-Markt zu sondieren. Er ist in die Planung für die neue Saison voll eingebunden.“ Für Sportdirektor Max Eberl kam die Entscheidung des Trainers nicht allzu überraschend. „Ich wusste, dass er aufhört, wenn wir absteigen, aber ich bin davom ausgegangen, dass es im Fall des Klassenerhalts weitergeht. Trotzdem hat mich seine Entscheidung nach der Entwicklung der letzten zwei Wochen nicht wirklich überrascht,“ so Eberl im Interview auf der Website.

Nachfolger gesucht

Eberl ist sich bewusst, dass nun die Spekulationen um den Nachfolger aus dem Boden sprießen werden, aber einen Schnellschuss schloss er bereits aus: „Das hat jetzt absolute Priorität. Wir werden uns aber auch nicht unter Druck setzen lassen. Wir haben einen kleinen Kreis von Trainern im Auge, mit denen wir jetzt sprechen um herauszufinden, mit wem wir die Mannschaft am besten voranbringen können.“ Meyer selbst sprach während seiner Amtszeit häufig von seiner bisher schwierigsten Aufgabe seiner Karriere. In den Medien und auch bei Teilen der Fans wurde er häufig wegen seiner Defensiv-Taktik kritisiert, doch strafte er am Ende durch Platz 15 allen Kritikern Lügen.

Meyer trat im Oktober 2008 die Nachfolge von Aufstiegstrainer Jos Luhukay an und sorgte mit gezielten Spielereinkäufen im Winter, vor allem mit Tomas Galasek, für die Rettung zum Saisonende.

Eure Meinung: Ein nachvollziehbarer Schritt von Meyer? Wer wird jetzt sein Nachfolger in Gladbach?



 
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