Hertha BSC: Europa League erreicht - Was nun?

Hertha BSC Berlin hat das vor der Saison ausgegebene Ziel schon zwei Spieltage vor dem Saisonende erreicht: Die Qualifikation für die Europa League. Was nun? Die Mannschaft und ganz Berlin träumen vom ersten Meistertitel seit 1931.

Hertha BSC jubelt über den 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln (firo)
(ab) Berlin. „Das haben uns vor der Saison viele nicht zugetraut“, sagt Hertha BSC-Manager Dieter Hoeneß, der damit die vorzeitige Qualifikation für den UEFA-Cup, ab der kommenden Saison Europa League, meinte. Und damit hat er wohl recht. Viele Experten zählten das Team aus Berlin bestenfalls zu den Kandidaten für einen gesicherten Mittelfeldplatz - sie wurden nun eines Besseren belehrt.

Alle Chancen da


Aber was nun? Die Berliner stehen zwei Spieltage vor dem Saisonende auf Platz drei der Bundesliga, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter VfL Wolfsburg und mit allen Ambitionen, noch die Meisterschaft zu gewinnen. „Wir wären keine Sportler, wenn wir nicht das Maximale wollen“, so Marko Pantelic, der am Dienstag gegen den 1. FC Köln den Vorzug vor Andrey Voronin bekam, Herthas bestem Torschützen in dieser Saison.

Hertha ist ein Team


Es hat einen Wandel in der Mannschaft gegeben, allen voran bei Pantelic, der bisher immer als Exzentriker galt. Nach seiner schönen Vorlage zum 1:0-Treffer gegen Köln durch Cicero, rannte der Serbe sofort zur Trainerbank und animierte seine Mitspieler mitzulaufen. Alle sollten mitfeiern: Ersatzspieler, Betreuer und der Trainer - ja, auch der Trainer. Marko Pantelic und Lucien Favre wird ein wenig freundschaftliches Verhältnis nachgesagt, weswegen der Torjäger Hertha auch nach der Saison verlassen wird.

Erster Titel seit 1931


Inzwischen glauben sie alle an den Titel, den ersten seit 1931. Dabei geht Hertha BSC fest von zwei Siegen gegen Schalke 04 und den Karlsruher SC in den letzten beiden Spielen aus. „Ich hoffe, dass es für die Meisterschaft reicht“, sagt Josip Simunic, der den Fans im Olympiastadion im letzten Heimspiel vier Siege aus den letzten vier Spielen versprochen hat. Zwei haben sie schon geholt.

Das Beste geben


„Jetzt wollen wir sechs Punkte in den verbleibenden zwei Spielen holen. Es ist eine unglaubliche Euphorie in der Stadt. Ich bin sehr glücklich“, sagte Trainer Favre. Der Schweizer ist der Meister des Erfolges, und könnte sich schon nach seiner zweiten Saison in Berlin die Krone aufsetzen. „Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben.“

Eure Meinung: Holt Hertha den ersten Meistertitel seit 1931?


 
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