Deutschland diskutiert: Wer holt den Titel?

Und wieder ist eine spannende Woche ins Land gezogen. Sieben Tage, in denen es hoch herging in den höchsten Spielklassen der Liga, in den Wettbewerben rund um den Fußball-Globus. So manche Äußerungen, Fehltritte, Platzverweise oder geniale Tore schlugen hohe Wellen. Abseits, oder nicht? Platzverweis, oder Schwalbe? „Trainer raus!“ oder Rückendeckung für den Coach? Deutschland diskutiert! Dieses Mal: Wer holt sich im Schlussspurt die Meisterschale?

Bayerns Luca Toni wurde von seinem Landsmann Barzagli hauteng gedeckt (firo)

(fb) Berlin. Und am Ende heißt der Deutsche Meister doch wieder Bayern München. Diese (Horror-) Vision beschleicht die Fans seit dem Trainerwechsel zu Jupp Heynckes und besonders befeuert wurde die Befürchtung am letzten Wochenende. Spitzenreiter VfL Wolfsburg patzte, die Bayern siegten souverän gegen Cottbus und sind nun nur noch aufgrund der schlechteren Tordiffenrenz hinter dem VfL. Doch damit nicht genug: Auch Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart mischen noch im Titelkampf mit. Uns steht eins der spannendsten Finals überhaupt bevor.

Misimovic ist noch entspannt

Die 1:4-Klatsche in Stuttgart schockte die „Wölfe“. Klar, beim VfB kann man durchaus verlieren. Aber die Art und Weise ließ die ersten Experten unken, beim VfL setze nun das Nervenflattern ein. Spielmacher Zvjezdan Misimovic gibt sich vor dem Spiel gegen die Seriensieger aus Dortmund dennoch zuversichtlich: „Der Druck wird nicht größer als vorher. Der bleibt gleich. Wir haben es immer noch selber in der Hand, dürfen uns dann aber so etwas nicht noch einmal leisten. Wir sollten jetzt auf uns schauen und nicht auf die anderen Teams“, sagte der Bosnier gegenüber Sport1.de.

Wo bleibt Münchens „Abteilung Attacke“?

Und dennoch bei einem weiteren Patzer der Niedersachsen wird sicher auch beim FC Bayern die „Abteilung Attacke“ wieder auf den Plan treten. Auffällig ruhig war es zuletzt an der Säbener Straße, fast demütig wurde ausschließlich von Platz zwei gesprochen. Doch nun werden Hoeneß und Co. Morgenluft wittern und die eine oder andere Spitze in Richtung direkte Konkurrenz abschießen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Münchener nach einer turbulenten Saison inklusive Trainerwechsel am Ende die Schale in Händen halten, war nie so große, wie vor diesen letzten drei Spielen.

Voronin optimistisch

Heimlich, still und leise hat sich auch Hertha BSC nach einer kurzen Schwächephase wieder heran gepirscht. Die Berliner liegen nur noch einen Punkt hinter dem Spitzenduo und Stürmer Andrey Voronin verkündete am Samstag nach dem Erfolg über Bochum in die TV-Kameras: „Wenn wir unsere verbleibenden drei Spiele gewinnen, werden wir zu 99 Prozent auch Deutscher Meister.“

Auch der VfB Stuttgart ist in Lauerstellung. Die Mannschaft funktioniert hervorragend und hat mit Mario Gomez derzeit einen überragenden Torjäger. Der Nationalspieler kündigte bereits an, dass die Schwaben sich immer „maximale Ziele“ setzen. Angesichts von zwei Punkten Rückstand auf Platz Eins darf der VfB noch vom Titel träumen, zumal es am letzten Spieltag zum direkten Aufeinandertreffen mit den Bayern kommt. Und wer weiß: Sollten die vier Spitzenteams patzen, kann sogar noch der BVB eingreifen. Er hat nach einer beeindruckenden Siegesserie (sieben „Dreier“ in Folge) nur noch fünf Punkte Rückstand.

Eure Meinung: Wer holt sich die Meisterschaft?



 
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