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Beckham, Sir Bobby Charlton und mehr: Das Manchester-United-Museum

Beckham, Sir Bobby Charlton und mehr: Das Manchester-United-Museum

Sam Lee/Goal

Zum Start der Kampagne "What do you #PlayFor" von Chevrolet war Goal zu Besuch im Museum von Manchester United - dort gibt es Erinnerungswürdiges zu bestaunen.

Das Museum der Red Devils im Old Trafford bietet den Besuchern einen Einblick in die manchmal tragische, aber oftmals auch sehr erfolgreiche Geschichte des Klubs.

Ob Ausstellungen zu David Beckham und Sir Bobby Charlton,  ausgedehnten Sammlung an Trophäen, das

Nostalgie und große Emotionen kommen auf, wenn man das United-Museum betritt. Es bietet Ausstellungen zu David Beckham und Sir Bobby Charlton, eine mächtige Sammlung an Trophäen, aber auch Fotos von der Gedenkstätte in München, die der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Mannschaft von 1958 gewidmet ist. Fans dürfen auch ein Hologramm von Ex-Trainer Sir Alex Ferguson bestaunen, tausende Originaltrikots, Bälle, Medaillen, Schals, Flaggen und weitere erinnerungswürdige Gegenstände, die von Spielern und Fans gespendet wurden.

WHAT DO YOU #PLAYFOR?
Mehr Informationen zu Chevrolets "What do you #PlayFor?"-Kampagne bekommt Ihr hier: http://bit.ly/1m3oSUd
Insbesondere für United-Fans, aber auch für Fans anderer Klubs ist es ein audiovisueller Genuss. Die Fülle an Emotionen überwältigt beinahe jeden.

It is an audiovisual treat for fans of any club, but especially those of Manchester United. The blend of emotions is really quite something. Im Museum gedenkt man den Opfern des Flugzeugabsturzes von 1958, hört den herzzerreißenden Nachrichten des Tages zu, liest an den Wänden die berührenden Worte der Angehörigen. Im angrenzenden Raum hört man schon leise die Kommentare zu Uniteds Sternstunden - die Nächte, die allen United-Fans ewig in Erinnerung bleiben werden.

Tragödie und Ruhm, Hand in Hand - Manchester verkörpert diesen Gegensatz.

Mark Wylie hat 22 Jahre im Old Trafford gearbeitet und ist für diese einzigartige Zusammenstellung im Mueseum verantwortlich. Er weiß, wie man Fans auf der ganzen Welt vereint und inspiriert.

Im Musem kann der Opfer des Flugzeugabsturzes von 1958 gedacht werden: "Das ist manchmal sehr emotional"
"Oft sind die bewegenden Dinge etwas anders; es muss kein Trikot oder ein Paar Fußballschuhe oder ein Fußball sein", erklärt er gegenüber Goal.

"Im Raum, der den Opfern von München gedacht ist, sind es mehr Briefe oder Telegramme, die einen wirklich berühren - nicht etwa ein Finaltrikot vom FA Cup 1957. Es ist gemeinhin etwas außergewöhnliches, woran die Menschen niemals gedacht hätten", so Wylie weiter.

Wylie hat ein ganz besonderes Beispiel parat: "Viele wissen gar nicht, dass das Stadion während des zweiten Weltkriegs bombardiert wurde, aber wir haben einen Brief eines Fans, der sich für die Restaurierung angeboten hatte. Ich wusste, dass das außergewöhnlich war. Das ist eine ganz andere Perspektive auf einen Fußballklub."

Wylie wurde nicht nur von seinem Team unterstützt, sondern auch von den Vereinslegenden, die nun im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Es gibt Ausstellungen zu David Beckham und Bobby Charlton und beide haben sich mit Spenden am Bau des Museums beteiligt.

"Sir Bobby ist Klub-Botschafter, das ist ein großes Glück für uns. Er hat uns Prunkstücke für lange Zeit geliehen. Wir haben weitere gekauft und die Ausstellung noch etwas ausgeweitet - Sir Bobby war immer sehr wohlwollend", erklärt Wylie. "Er ist aus Northumberland, aber mittlerweile ist er ein waschechter Red Devil. Er ist jemand, den die meisten mit Manchester United in Verbindung bringen. Er hat fast seine gesamte Karriere hier verbracht, war auch in der Geschäftsführung - ein absoluter Gentleman!"

"Wir sprachen auch mit David Beckhams Familie und durften uns Sachen leihen, die hier ausgestellt werden. David hat praktisch seine gesamte Sammlung aufgehoben. Er und sein Papa haben wirklich alles gesammelt - als hätten sie eine Vorahnung gehabt, dass es mal ein Beckham-Museum geben könnte. Es ist wirklich erstaunlich", fasst Wylie zusammen.

Beckham sei ein wahrer Sammler gewesen: "Nicht nur für seine eigenen Sachen, auch für die seiner Gegenspieler hatte Beckham einen Sammelwahn. Wenn wir ihn gebeten hätten, uns alles zu zeigen, hätten wir wahrscheinlich nichtmal gewusst, was wir eigentlich für das Museum nehmen sollen. Wir hatten sehr genaue Vorstellungen und er gab uns alles, was wir uns gewünscht hatten. Das sagt sehr viel über ihn aus!"

Als hätten sie eine Vorahnung gehabt, dass es mal ein Beckham-Museum geben könnte.

- Mark Wylie

Seine größte Aufgabe ist aber möglicherweise nicht etwa die Suche nach Erinnerungsstücken, sondern die Analyse der Stammbäume von Fans. Wylie versucht Vorfahren zu finden, die für Manchester United gespielt haben könnten.

"Wir hatten eine Menge Anfragen aus der Bevölkerung. Sie wollten Informationen über bestimmte Partien oder einen Spieler, von dem sie glaubten, er könnte zu ihrer Familie gehört haben. Sie meinen, der große Onkel Herbert hätte vielleicht 1910 für United gespielt. Wir stellen Nachforschungen an und finden das heraus", erklärt Wylie.

"In den letzten Jahren haben sie die Anfragen gehäuft. Mehr Menschen sind an ihrer Familienhistorie interessiert, es ja sogar gibt Fernsehsendungen. Uns liegen nicht immer die nötigen Informationen vor, einige Dokumente wurden bei den Bombardierungen verbrannt - oft aber können wir trotzdem was herausfinden, auch wenn es nicht so leicht ist.

Die lange United-Geschichte ist also in sicheren Händen ...

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