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Cesare Prandelli traf im August Papst Franziskus

Start Believing: Prandellis religiöses Ritual, Dadas göttlicher Rückhalt und der Lieblingssänger der Fiorentina

Cesare Prandelli traf im August Papst Franziskus

Getty Images

Die Azzurri, Brasiliens Helden von 1970 und eine bärenstarke Fiorentina spielen in unserer Serie zur besonderen Kraft des Glaubens eine große Rolle.

Weihwasser? Check. Rosenkranz? Check. Acqua Santa? Check.

Während der letzten EM und dem vergangenen Confederations Cup unternahmen Italiens Trainer Cesare Prandelli und Mitglieder seines Stabs mehrfach Pilgertouren zu Kirchen oder Klöstern vor Ort. Meist absolvierten sie diese Wege zu Fuß. Einer von Prandellis Vorgängern, Giovanni Trapattoni findet das gewiss gut. Er hatte die Angewohnheit, vor dem Anpfiff Weihwasser auf dem Rasen zu verteilen. Dann setzte er sich auf die Bank, umklammerte seinen Rosenkranz und griff nach dem “Acqua Santa” in seiner Tasche.


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Der Ex-Coach der irischen Nationalelf, dessen Schwester übrigens Nonne ist, trainierte auch für eine Partie die Mannschaft des Vatikan. Sie trat 2010 in einem Freundschaftsspiel gegen die von Roberto Donadoni betreute Guardia di Finanza (Italiens Finanzpolizei) an. Und trotz einer 0:1-Niederlage hat Trapattoni mehrfach verlauten lassen, er könne sich ein Engagement auf dauerhafter Basis im kleinen Stadtstaat durchaus vorstellen.

Die Hand Gottes (zieht die Fäden)

Während sich einige Spieler persönlich für ein Geschenk Gottes halten, ging der brasilianische Angreifer Dada Maravilha im Vorfeld der Weltmeisterschaft 1970 noch einen Schritt weiter. Er verkündete: “Gott kontrolliert meine Bewegungen auf dem Feld und er spricht zu mir. Er sagt mir, ich solle Tore erzielen und ich höre auf ihn.” Dada ließ die Fans außerdem wissen, dass er kosmische Macht verspüre. Brasiliens Leistungen bei der Endrunde waren tatsächlich nicht von dieser Welt, doch Dada saß die komplette Zeit auf der Ersatzbank.

Schlager-GAU verhindert. Gerade noch.


Musik vor dem Match, um die Mannschaft anzuheizen, hat eine lange Tradition. Während die Spieler heute harte Bässe und Gangsta-Rap hören, ging es Ende der 1960er Jahre doch deutlich gesitteter zu. Fiorentina-Trainer Bruno Pesaola bestand darauf, dass vor Auswärtspartien in der Kabine Songs des neapolitanischen Schlagersängers Peppino Gagliardi liefen. Als er einmal zu einem Match in Genua eintraf, bemerkte er, dass er seine Gagliardi-Glücks-Schallplatte vergessen hatte. Also mietete er sich ein Auto und raste die 500 Kilometer in halsbrecherischem Tempo nach Hause um die LP zu holen. Es funktionierte: Florenz gewann 1968/69 den Scudetto und es ist bis heute der letzte Meistertitel der Viola.

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