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Der Juventus-Kapitän ist noch immer erbost ob der zwei nach dem Skandal von 2006 aberkannten Meisterschaften - den aktuellen Erfolg habe man sich verdient.

EXKLUSIV

Turin. Gianluigi Buffon ist erfreut über die jüngsten Erfolg von Juventus Turin. Die drei Meisterschaften von 2012 bis 2014 seien die "Rache" für das Elend, dass der Klub infolge des Calciopoli-Skandals ertragen musste.

Dem italienischen Rekordmeister wurden 2006 zwei Ligatitel aberkannt - zusätzlich folgte ein Zwangsabstieg in die zweite italienische Liga. Juve verlor einige Stars und musste auch wirtschaftliche Einschnitte hinnehmen - zwischen 2009 und 2011 beendete die alte Dame die Liga auf dem siebten Platz.

Vor drei Jahren übernahm Antonio Conte das Traineramt und plötzlich hielt auch der Erfolg wieder Einzug in die italienische Metropole. In einer herausragenden Saison 2013/2014 schnappte sich Juventus die dritte Meisterschaft in Folge.

"Diese Titel fühlen sich ein bisschen wie Rache an für das, was wir als Klub und ich als Spieler durchmachen mussten", erklärte Buffon gegenüber Goal bei der Präsentation der neuen PUMA Tricks. "Auch für die schwierigen Entscheidungen, die ich treffen musste - die meine Karriere unterbrochen haben."

Die Meisterschaft dreimal in Folge zu gewinnen habe ihm etwas zurückgegeben. Konkret handle es sich um "Glück und Erfolg". Der Skandal um Calciopoli repräsentiert einen der schwärzesten Tage in der Geschichte des italienischen Fußballs - er führte über Jahre hinweg zu Fällen vor dem Sport- und Zivilgericht, sowie zu einer erbitterten Kluft zwischen den Rivalen Juventus und Inter.

Juventus hat sich seit jeher geweigert, die Entscheidung des Gerichts anzuerkennen und pocht weiterhin auf 32 statt der 30 vom Ligaverband anerkannten Ligatitel. "Calciopoli hat mich von zukünftigen Erfolgen abgehalten und mir zwei meiner bereits gewonnen Titel genommen", so Buffon weiter. "Es war niederschmetternd, diese Titel zu verlieren."

Am letzten Spieltag der Serie A trifft Juventus auf Cagliari. Ein Sieg brächte den Italienern einen neuen Rekord ein: 102 Punkte in einer Saison, das gab es europaweit noch nie.

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