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Franz Beckenbauer

Start Believing: Beckenbauer singt für den Erfolg

Franz Beckenbauer

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Die musikalische Untermalung des deutschen WM-Titels 1990 ist das Thema der aktuellen Ausgabe von Start Believing.

Im Gegensatz zu manch eher mürrischem Auftritt bei der WM 1986, als er seine Spieler auch schon mal in der Öffentlichkeit kritisierte, sorgte DFB-Teamchef Franz Beckenbauer 1990 in Italien für gute Laune. Es mag an der bevorstehenden Wiedervereinigung Deutschlands gelegen haben, "Italia '90" war das letzte Turnier, bei dem das DFB-Team ohne Ost-Kicker auskommen musste - was den "Kaiser" seinerzeit übrigens zu der Aussage trieb, dass eine gesamtdeutsche Mannschaft über Jahrzehnte den Weltfußball dominieren würde. Er hatte damit natürlich unrecht.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass er eine Mannschaft hatte, deren Spieler "als Gruppe und nicht jeder für sich" auftraten, wie Beckenbauer es formulierte. Möglicherweise war es aber auch der Tatsache geschuldet, dass der Teamchef seine Akteure dazu ermutigte, während des Turniers bei jeder sich bietenden Möglichkeit zu singen. Manchmal gaben sie deutsche Volkslieder zum Besten, manchmal die Nationalhymne.

"Es ist zur Routine geworden, dass wir nach den Spielen gemeinsam singen und klatschen, um uns stark und vereint zu fühlen. Ich bin überzeugt, dass es zu einem Gefühl von Stärke und Einheit beiträgt."

Welches Lied es auch war, für Beckenbauer stand der positive Einfluss der Gesangseinlagen auf seine Mannschaft außer Frage. "Es ist zur Routine geworden, dass wir nach den Spielen gemeinsam singen und klatschen, um uns stark und vereint zu fühlen. Ich bin überzeugt, dass es zu einem Gefühl von Stärke und Einheit beiträgt." Angreifer Jürgen Klinsmann stimmte ihm zu: "Das gibt uns einen Wohlfühlfaktor. Es ist zu unserer Spieltagsroutine geworden. Das gibt uns das wunderbare Gefühl eines Teams, das nichts erschüttern kann. Manchmal singen wir auch im Teamhotel."

Fans von WM-Songs können davon übrigens einen eigenen kleinen Einblick gewinnen, auf YouTube ist Udo Jürgens Hymne "Wir sind schon auf dem Brenner" zu finden - in all seiner schmalzigen Pracht. Beckenbauer und sein Team zeigen darin ihre Vorliebe für die Gesangskunst. Der Kaiser scheint sich dabei allerdings nicht wirklich wohlzufühlen, während Klinsmanns angedeutete Saxofon-Einlage ein echtes Highlight ist. Beckenbauers Glaube an die Macht der Lieder hat offenbar dennoch gewirkt, im WM-Finale in Rom sorgte Andreas Brehmes Elfmetertor für den Sieg gegen Titelverteidiger Argentinien.

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