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Milans Stürmer findet, dass die Menschen in Italien seinen kontroversen Lebensstil besser akzeptieren, als es zuvor in England bei Manchester City der Fall war.

Mailand. Mario Balotelli hält nicht viel davon, dass sein Verhalten auf dem Trainingsplatz immer mehr zu einem großen Thema in der Öffentlichkeit wird. Der Stürmer des AC Milan ist in der Vergangenheit mehrfach mit Mannschaftskameraden und Trainern aneinandergeraten. Besonders im Gedächtnis geblieben ist sein Zoff mit dem damaligen Chefcoach von Manchester City, Roberto Mancini. Für Balotelli keine große Sache, diese Dinge passierten eben, wenn man gemeinsam arbeite.

Dass es in der jüngeren Vergangenheit weniger Schlagzeilen um ihn gab, ist gemäß Balotelli auch auf die unterschiedliche Mentalität der Menschen in verschiedenen Ländern zurückzuführen. "Leider gibt es Menschen, die aus diesen Dingen immer eine Riesensache machen wollen", erklärte der italienische Nationalspieler gegenüber FourFourTwo. "Menschen streiten sich ständig bei der Arbeit. Warum sollte das im Fußball anders sein? Entscheidend ist, dass man hinterher immer gemeinsam weiterarbeitet. Und das war bei City stets der Fall."

"Warum sollten sich die Leute darüber aufregen?"

"Es passiert auch in Italien. Aber hier regen sich die Leute deswegen nicht so auf. Warum sollten sie auch? Ich will aber nicht sagen, die italienische Presse sei besser als die englische. Beide können sehr schlecht sein", so der 23-Jährige.

Balotelli kannte Mancini bereits aus gemeinsamen Zeiten bei Inter Mailand, ehe er 2010 bei Manchester City unterschrieb. Er betonte auch, er habe keine Probleme damit, erneut mit seinem Landsmann zu arbeiten. Gehört habe er vom aktuellen Galatasaray-Trainer im vergangenen Jahr allerdings nichts.

"Ich habe nicht mit ihm gesprochen seit ich den Verein verlassen habe", so Balotelli. "Aber wissen sie, er ist ja auch beschäftigt in der Türkei. Oder etwa nicht? (lacht) Ich mag ihn, er war eine wichtige Person für meine Entwicklung als Fußballer. Ich mag ihn als Mensch und als Trainer."

Und weiter: "Ja, wir hatten ein paar Missverständnisse. Aber zwischen uns gibt es keine Probleme und ich habe ja bereits erklärt, dass dies nunmal passiert. Man kann sich nicht immer mögen. So läuft es im Leben nicht. So wie ich ihn einschätze, hat auch er keine großen Schwierigkeiten damit. Ob ich wieder mit ihm arbeiten würde? Ja, das würde ich."

Balotelli verließ Manchester City im Januar 2013 in Richtung Mailand und Mancini wurde im folgenden Mai entlassen. Im September übernahm er das Traineramt bei Galatasaray Istanbul

FourFourTwo coverDas komplette Interview mit Mario Balotelli findet Ihr in der März-Ausgabe von FourFourTwo. Klickt auf den folgenden Link, um die App herunterzuladen:
https://itunes.apple.com/gb/app/fourfourtwo-magazine/id639602230?mt=8

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