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Start Believing: Ein französischer Glückskuss, Napolis Galerie und elf Peles

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Getty Images

Laurent Blanc, Walter Mazzarri und die WM 1974 spielen in Teil eins unserer neuen Serie zur besonderen Kraft des Glaubens eine maßgebliche Rolle.

Ein französischer Glückskuss

"Mein Aberglaube war etwas herzlicher"
"Einige Spieler sind besessen von ihren Angewohnheiten mit ihren Stutzen oder Schuhen; einige ziehen ihr Trikot nicht an, ehe sie die Kabine verlassen”, sagte Frankreichs Verteidiger Laurent Blanc. “Mein Aberglaube war dagegen etwas herzlicher.”Der Weltmeister spielte natürlich auf seine bekannte Geste an, bei der er Torwart Fabien Barthez vor den Spielen der WM 1998 einen Schmatzer auf dessen Glatze verpasste. “I finde es etwas merkwürdig”, gab der damalige Trainer Aime Jacquet zu. “Aber vermutlich dürfte es auch nicht schaden.” Wahrlich nicht. Frankreich gewann als Gastgeber die Weltmeisterschaft. Auch wenn Blanc Barthez' Kopf vor dem Endspiel nur als Zuschauer geküsst hatte, weil er im Finale gesperrt war.

Von Gott berührt

Napolis Spieler kommen auf ihrem Weg zum Rasen des Stadio San Paolo an einer Wand voller Ikonen und Heiliger vorbei. Oft berühren sie diese, damit sie ihnen Glück bringen. Während einer schwachen Phase in der Saison 2011/12 ließ Trainer Walter Mazzari die Bilder abhängen. Schließlich berührten auch die generischen Kicker sie und waren ebenfalls so auf der Suche nach göttlicher Inspiration. Napoli legte einen miesen Endspurt hin, ließ zahlreiche Punkte liegen und landetet schließlich nur auf Rang fünf. Die Fans starteten im folgenden Sommer erfolgreich einen Petition, die Bilder wurden wieder aufgehängt und es folgte die erfolgreichste Saison des Klubs seit vielen Jahren.

Leoparden verändern ihre Flecken


"Ihr werdet Euch wie elf Peles fühlen"
Nachdem sich Zaire 1974 für die WM-Endrunde qualifiziert hatte, lud Präsident Mobutu die Nationalspieler in einen seiner Paläste ein. Dort versicherte er ihnen, er sei der festen Überzeugung, dass sie “wie Leoparden während der Spiele jagen und rennen” würden. Mobutu selbst hatte beim Design der Trikots geholfen und ein Leopardenmotiv ausgewählt. Außerdem war er der Ansicht, die Spieler fühlten sich in den gelben Shirts “wie elf Peles”. Allerdings hatten die Spieler Zaires offensichtlich einen schwächeren Glauben als ihr Staatsoberhaupt: Sie kassierten bei der Weltmeisterschaft 14 Gegentreffer und erzielten selbst kein Tor. Wie begossene Pudel kehrten sie zurück in ihre Heimat wo Mobutu sie mit den Worten begrüßte: “Ihr habt das ganze Land lächerlich gemacht.” Zur Strafe schloss er das Trainingsgelände der Mannschaft. Eine milde Maßnahme, wenn man an so manch überzogene Strafe eines eigenwilligen Dikators denkt.

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