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Lionel Messi ist zum dritten Mal Sieger der Goal 50

Die Bundesliga dominiert, Bayern München bärenstark - Die wichtigsten Statistiken zu Goal 50

Lionel Messi ist zum dritten Mal Sieger der Goal 50

Getty Images

Lionel Messi hat die sechste Wahl zur Goal 50 gewonnen. Das allein sagt aber nur sehr, sehr wenig über die diesjährige Platzierungen aus.

ANALYSE
Von Kris Voakes

Lionel Messi ist der Gewinner der Goal 50 für die Saison 2012/13. Er schnappt sich den individuellen Award zum dritten Mal, seit dieser 2008 aus der Taufe gehoben wurde.

Goals globales Team von Journalisten wählte seine besten 50 Spieler der letzten Saison basierend auf einem Punktesystem und Messi setzte sich die Krone auf, ohne zuvor den Europapokal gewonnen zu haben. 2009 und 2011 war ihm das mit dem FC Barcelona noch gelungen. Seine atemberaubende Serie von Torerfolgen in aufeinanderfolgenden Spielen war nur ein Glanzpunkt neben seinem 91-Treffer-Kalenderjahr 2012.

Aber wenn wir uns die am Morgen vorgestellten Goal 50 mal genauer anschauen, dann lernen wir eine Menge mehr über die besten Spieler 2012/13. Die faszinierenden Trends stellen wir Euch vor.

MEISTER DES MITTELFELDS

Insgesamt 42 Prozent der Spieler in den Goal 50 sind im Mittelfeld zuhause

Die Goal 50, wie eigentlich jeder individuelle Award, werden von Offensivspielern dominiert. Allerdings gab es 2012/13 eine bemerkenswerte Veränderung: In der finalen Liste tauchen mehr Mittelfeldakteure als Stürmer auf.

Es sind acht Mittelfeldspieler mehr vertreten als noch im Vorjahr. Das reicht, um die Angreifer (vier weniger als 2011/12) zu überholen. Schlecht lief es für die Verteidiger: Nach 18 Prozent im Vorjahr sind nun nur noch acht Prozent Spieler aus der Defensivereihe.

DEUTSCHE UND BRASILIANER LIEGEN VORN

Deutschland und Brasilien stellen mit je sieben Spielern die stärksten Gruppen in den Goal 50

Der Aufstieg der beiden deutschen Spitzenvereine und Brasiliens Erfolg beim Confederations Cup hatten deutlichen Einfluss auf die Auswahl der Spieler in den Goal 50.

Bayern Münchens Erfolg über Borussia Dortmund im Europapokalfinale verdeutlichte den Sprung, den die Besten der Bundesliga gemacht haben. Und auch der Triumph der "Selecao" bei der Generalprobe für die WM 2014 war gewiss bei unseren Experten noch im Hinterkopf, als die Abstimmung in die heiße Phase ging. Wie gewöhnlich haben es auch mehrere Kicker aus Spanien geschafft und Kolumbiens tolle Generation folgt danach schon auf dem vierten Platz.

DIE BAYERN GEBEN DEN TON AN

Bayern hat neun Spieler unter den besten 50, das ist mehr als doppelt so viel als jeder andere Verein

Bayerns phänomenaler Triple-Triumph schlägt sich in nicht weniger als neun Spielern der "Roten" in den Goal 50 nieder. Und dazu gesellt sich noch Dortmunds Mario Götze, der ja in diesem Sommer an die Isar gewechselt ist.

Franck Ribery schaffte es als erster Profi der Bundesliga auf das Podium, dicht gefolgt von seinen Mannschaftskameraden Thomas Müller und Arjen Robben auf den Rängen vier und fünf. Philipp Lahm (7.) und Bastian Schweinsteiger (11.) sorgen dafür, dass fünf FCB-Spieler unter den ersten Elf vertreten sind. Eine solche Dominanz hat es seit 2009 nicht mehr gegeben, damals stellte der FC Barcelona das Gros der besten Fußballer.

DIE BUNDESLIGA SCHLÄGT ZURÜCK

13 Stars aus der Bundesliga sind dabei: Mehr als aus La Liga und Premier League zusammen

Fünf Jahre lang war die Bundesliga den anderen großen Ligen hinterhergehechelt, nun schlug Deutschlands oberste Spielklasse in den Goal 50 zurück.

26 Prozent der Spieler stammen aus der Bundesliga, mehr Vertreter als aus England und Spanien zusammen. Natürlich hat das deutsch-deutsche Endspiel von Wembley einen großen Anteil daran. Dazu gesellt sich Bayerns famose Form auch in Bundesliga und DFB-Pokal, die diese Dominanz noch verstärkt hat.

BLEIBEN ODER WECHSELN - SO LAUTET DIE FRAGE
Eine knappe Mehrheit der Spieler war 2011/12 für den gleichen Klub aktiv wie 2012/13

Im modernen Fußball sind "One-Club-Men" mittlerweile die klare Ausnahme. Auch wenn unser Sieger Lionel Messi noch einer dieser Spezies ist.

Satte 20 unserer 50 Spieler haben 2012/13 ihre Arbeitgeber gewechselt. Eine stolze Zahl, beweist es doch, dass sie sich auf Anhieb in ihrer neuen Umgebung prima zurecht gefunden haben. Allerdings haben es von ihnen lediglich Thiago Silva und Robin van Persie in die Top Ten geschafft.

ABOUTRIKAS TITELSAMMLUNG

Aboutrika hat in seiner Laufbahn 24 Titel gewonnen - das ist der Spitzenwert in den Goal 50

In einer Liste, in der sich über 400 große Profititel verstecken, mag es ein wenig überraschen, dass Ägyptens Star Mohamed Aboutrika der höchstdekorierte Spieler ist.

Der Mittelfeldspieler von Al Ahly war 2012/13 an Baniyas ausgeliehen und er bringt es auf 24 Titel während seiner Laufbahn. Dazu zählt auch der Gewinn der Gulf Champions League im Mai: Dort erzielte er im Final-Rückspiel einen entscheidenden Treffer. Ihm folgen mit Andres Iniesta und Lionel Messi bekannte Namen, die mit Barcelona bereits viele Meisterschaften und Pokale feiern durften.

NEUE GESICHTER ÜBERALL

Nur drei Spieler haben es in jede Ausgabe der Goal 50 geschafft, in diesem Jahr sind 28 Neulinge dabei

Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Andres Iniesta bleiben die Konstanten in den Goal 50, sie schafften es jedes Mal, dabei zu sein. Von ihnen abgesehen hat es einen hohe Fluktuation gegeben.

Der Preis ist bekannt dafür, Leistungen aus aller Welt über die gesamte Saison zu würdigen und dies gipfelte nun in 28 Spielern, die es zum ersten Mal unter die besten 50 Spieler geschafft haben. Drei der vier höchstplatzierten Debütanten kommen aus Brasilien: Fred, Dante und natürlich Paulinho, der auf Platz zwölf landete.

TROPHÄEN BRINGEN DICH NACH VORN

Dante gewann 2012/13 fünf große Titel, nur neun Spieler gingen leer aus

Die Goal 50 sind ein individueller Award. Aber natürlich spielt der Erfolg einer Mannschaft auch eine wesentliche Rolle: Nur 18 Prozent der Kicker in unserer Liste sind 2012/13 ohne Titelgewinn geblieben.

Paulinho gewann zum Beispiel fünf Titel mit Corinthians und der "Selecao", ehe sein Job in Brasilien erledigt war und er nun bei Tottenham Hotspur nachlegen will. Auch sein Landsmann Dante hat eine ganze handvoll Trophäen gesammelt. Dem deutschen Supercup folgte das Triple mit den Bayern und anschließend noch der Confed Cup.

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