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Immer wieder Spanien: Italien gewinnt nur Respekt

Und jährlich grüßt der Spanier: Nach einer weiteren Niederlage gegen den Welt- und Europameister spielt Italien beim Confed Cup nur um Platz drei.

Fortaleza. Immer wieder diese Spanier! Nach der dritten Niederlage in einem K.o.-Duell gegen den Weltmeister binnen fünf Jahren war die Fußball-Nation Italien untröstlich. "Wir waren auf einem Niveau mit dem besten Team der Welt, ich kann meinen Spielern nur gratulieren", sagte Trainer Cesare Prandelli. Doch was blieb, war das Aus im Halbfinale des Confed Cups. 6:7 im Elfmeterschießen gegen Spanien. Wieder eine Niete in dieser Lotterie, wie schon im Viertelfinale der EM vor fünf Jahren. Wieder gegen Spanien, wie 2008 und wie im EM-Endspiel am 1. Juli 2012 in Kiew.

Dabei waren die Azzurri diesmal doch so nah dran wie lange nicht am ersten Pflichtspielsieg gegen die Seleccion seit 1994, als es bei der WM im Viertelfinale 2:1 hieß. In der Hitze Fortalezas waren die Italiener lange das bessere Team, "aber wir sind zu verschwenderisch mit unseren Möglichkeiten umgegangen", klagte Prandelli.

Immerhin, fügte er an, habe sich seine Mannschaft "den Respekt des Gegners erkämpft". Und Italien sei zu der Erkenntnis gelangt, "dass wir guten Fußball spielen können". Verglichen mit dem 0:4 vor zwölf Monaten fühlte es sich wie ein kleiner Sieg an.

"Italien hat gewonnen", kommentierte die italienische Tageszeitung La Repubblica entsprechend. Spaniens Trainer Vicente del Bosque sei zum Spielende "erschöpft und nervös" in sich zusammengesunken, "nicht nur wegen der Hitze". Del Bosque lobte, Italien habe gezeigt, dass es zur Weltelite zähle. Die Squadra Azzurra verlasse Brasilien deshalb "mit erhobenen Köpfen" - egal, wie das Spiel um Platz drei am Sonntag gegen Südamerikameister Uruguay ende, hieß es in La Repubblica. Gazzetta dello Sport schwärmte von "super Italia".

Prandelli sah sein Mantra bestätigt, dass im modernen Fußball nur mit spielerischen Fähigkeiten was zu gewinnen ist - auch wenn es in Brasilien dieses Mal noch danebenging. "An diesem Weg führt nichts vorbei", meinte er. Zum Niveau der Spanier fehle nurmehr noch "die Kontinuität" und die Fitness. Während Spanien in den entscheidenden Momenten immer noch einen Schritt zuzulegen imstande ist, musste der viermalige Weltmeister bei der WM-Generalprobe immer wieder leiden. "Zur WM müssen wir in besserer Fitness kommen", sagte Prandelli.

In einem Jahr kehre Italien gleichwohl "mit einiger Zuversicht zurück", betonte Abwehrspieler Giorgio Chiellini. Christian Maggio, der die besten Chancen der Azzurri hatte liegen lassen, meinte: "Wir werden in der Hoffnung wiederkommen, dass es für mehr reicht."

Am Sonntag geht es noch um Platz drei - mit letzter Kraft. "Es wird schwierig", sagte Prandelli angesichts der Tatsache, dass seine Mannschaft einen Tag weniger Pause hat als Uruguay. "Ich muss mal schauen, ob wir überhaupt trainieren können. Wir sind so müde."

EURE MEINUNG: Wie groß sind die Chancen der Italiener bei der WM 2014?

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