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Es war ein kurzweiliges und mitreißendes Spiel zwischen der "Selecao" und den "Azzurri". Am Ende ist das Ergebnis mit 4:2 für Brasilien ein Tor zu hoch ausgefallen.

Salvador de Bahia. Das Duell Italien gegen Brasilien, der ewigen Rivalen im Kampf um die WM-Krone, war mit großer Spannung erwartet worden und unter dem Strich hat das Spiel im Glutofen von Bahianicht enttäuscht. Da ist es logisch, dass auch die Verantwortlichen angetan von ihren Teams waren.

Dante träumte vom Treffer gegen Italien

Nach dem Spiel sagte Dante gegenüber dem brasilianischen TV: "Balotelli ist einer der besten Stürmer der Welt. Er lässt sich häufig zurückfallen und so musste wir ihn besonders im Auge behalten. Aber das Wichtigste ist, dass das Team sehr geschlossen gespielt hat.“ Zu seinem Treffer sagte Dante: "Es mag wie ein Scherz klingen, aber es ist keiner. Ich haben von dem Tor geträumt. 60 Tickets habe ich für meine Familie gekauft. Darum waren eine Menge Leute da, die mich sehen wollten. Ich wollte ihnen etwas zeigen – meiner Familie und all denen, die hier her kamen, um uns zu sehen! Der Schlüssel zum Erfolg ist der, dass wir uns bewusst sind, wir müssen jeden Gegner schlagen, wenn wir Champions sein wollen. Darum ist es jetzt egal, wer in der kommenden Runde kommt. Wir müssen einfach da anknüpfen, wo wir jetzt stehen und weitere Siege einfahren.“

Auch Scolari war voll des Lobes für sein Team

Im brasilianischen TV sagte der Coach: "Ich denke, wir haben nun mehr Selbstvertrauen. Doch wir haben auch gesehen, dass wir mehr Fehler machen, wenn wir gegen ein starkes Team wie Italien spielen und das müssen wir abstellen. Doch wir sind auf dem richtigen Weg. Wir haben noch eine Menge Arbeit zu verrichten, aber wir gehen in die richtige Richtung. Wir müssen zum Beispiel unser Spiel umstellen lernen, wenn wir vorne liegen. Da sollten wir ansetzen.“ Zu Fred sagte der Trainer der Selecao: "Fred spielte bisher sechs oder sieben Spiele für uns und hat dabei sechs oder sieben Tore gemacht. Ich weiß nicht, was ein Trainer mehr von seinem Spieler erwarten will. Manche Kritiker mögen ihn nicht und denken, er sei nicht der richtige Spieler für unser Team. Aber für mich ist er ein Spieler, der stets dann da ist, wenn ich ihn brauche."

Prandelli sah starke zweite Hälfte von Italien

Auch der Coach des Verlierers, Prandelli, lobte seine Elf. "Italien hat eine starke zweite Hälfte gespielt und eigentlich hatten wir verdient, das Unentschieden zu machen. Wir haben jede Menge an Persönlichkeit auf dem Platz gezeigt und ich freue mich über die positive Reaktion. Auch ohne einige Schlüsselspieler haben wir gut gespielt. Brasilien und Spanien sind zwar die Favoriten, aber wenn wir auf Spanien treffen, werden wir zweifelsfrei eine starke Partie abliefern."

Marcelo: Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel

Auch Marcelo sah eine starke Partie seiner "Selecao". "Wir werden von Spiel zu Spiel besser, denn unser Zusammenspiel wird stärker. Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir wissen, wir haben noch einen harten Weg vor uns, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Es ist völlig gleich, gegen wen wir spielen. Wir können uns die Gegner nicht aussuchen. Wir sind verrückt danach zu spielen. Jetzt ruhen wir uns aus, denn egal auf wen wir treffen, es wird ein schweres Spiel. Von jetzt an sind alle Spiele von entscheidender Wichtigkeit und schwerer als diese heutige Partie."

Fred: Ich hatte heute mehr Freiräume

Fred wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Ich hatte heute zweifelsfrei mehr Freiräume als zuvor. Ich muss mich bei Gott bedanken, bei meinen Mannschaftskollegen, beim Trainer und auch den Physios, die hart gearbeitet haben, mich zu 100 Prozent fit zu machen. Die fehlenden Tore haben mich schwer verärgert, aber ich habe weiter hart gearbeitet und immer das Vertrauen gespürt, was meine Kollegen in mich gesetzt haben. Zum Glück hat sich alles zum Besseren gewendet – mit dem Sieg und meinen Toren. Meine Aussage, dass ich gerne in jedem Spiel ein Tor machen will basierte darauf, dass ich eben viele Tore schießen will. Als Stoßstürmer wirst du an Toren gemessen. Wenn du schon nicht triffst, solltest du zumindest einen Assist verbuchen. Heute war es ein starkes Spiel für mich und ich bin glücklich. Ich liebe die wichtigen Spiele. Je mehr Druck da ist, desto besser. Heute – mit all den Fans und den Familienangehörigen – das war schon sehr speziell für jeden von uns.2

Candreva: Wir hatten Pech!

Candreva sagte nach dem Abpfiff gegenüber der Presse: "Wir hatten einfach Pech und wir haben einfach zu viele Tore zugelassen. Das ist dann dem Fehlen von Pirlo und de Rossi geschuldet. In der zweiten Hälfte wollten wir unbedingt den Ausgleich.2

Kollege Giaccherini hatte da schon eher Grund zu feiern – wenn auch einen sehr persönlichen: "Ich kann mich nicht entsinnen, schon jemals so ein Tor erzielt zu haben. Ich gebe immer alles. Ich hoffe, dass ich in unserem Kader für die WM 2014 sein werde!"

Eure Meinung: Haben wir heute den Confed-Cup-Sieger 2013 gesehen und macht es wirklich Brasilien?

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