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Brasiliens Kultfigur Ronaldo stellt klar, dass die Demonstrationen sich nicht gegen die Ausrichtung der Weltmeisterschaft richtet, sondern gegen die herrschende Korruption.

Salvador da Bahia. Rückendeckung für die FIFA, Solidarität mit den protestierenden Menschen: Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo nahm am Samstag im kleinen Kreis heimischer Journalisten klar Stellung zum Confederations Cup und den Demonstrationen im Land.

"Das Volk ist nicht gegen die WM. Die Leute wollen der Korruption, dem Umlenken von Geldern ein Ende setzen. Das Volk will Krankenhäuser", sagte der dreimalige Weltfußballer: "Brasilien fehlt nicht das Geld, es fehlen die Investitionen an den richtigen Stelle." Wenn die gewünschten Änderungen nicht erfolgen, müssten die Proteste seiner Meinung nach fortgesetzt werden.

"Bei der WM darf dann nichts falsch laufen"

Als Mitglied des Lokalen Organisations-Komitees für die WM-Endrunde 2014 hält der 36-Jährige die Kritik am LOK und dem Weltverband FIFA für überzogen. "Die Wahrheit ist, dass sowohl LOK, als auch die FIFA nicht die Stadien bauen, sie nehmen nicht die Baufirmen unter Vertrag, sondern kontrollieren nur", so Ronaldo, der den Transport zu den Stadien als größtes Defizit einschätzt: "Bei der WM darf dann nichts falsch laufen", fordert der ehemalige Weltklassestürmer.

Der Weltmeister von 1994 und 2002 ist selbst "Opfer" der Auseinandersetzung von Polizei und Demonstranten geworden, als die Sicherheitskräfte Tränengas vor seinem Hotel einsetzten, um einige aufgebrachte Protestler fernzuhalten. "Der Wind hat es rüber geweht. Die Augen brannten", sagte der WM-Rekordtorjäger, der vor allem als Kommentator von TV Globo die "Mini-WM" begleitet.

EURE MEINUNG: Gebt Ihr Ronaldo Recht?

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