thumbnail Hallo,

Proteste beim Confed Cup - Luiz Felipe Scolari stellt sich vor Regierung

Im Rahmen des Confed Cups kommt es zu sozialen Unruhen. Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari nimmt die Regierung in Schutz.

Salvador de Bahia. Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat sich trotz landesweiter Proteste am Rande des Confed Cups in Brasilien an die Seite der Regierung gestellt. "Wir alle wollen ein faireres Land, die Leute in der Regierung denken ebenfalls so und versuchen, alles dafür zu tun", sagte der 64-Jährige bei einer Pressekonferenz in Salvador: "Wir können sie nicht einfach kreuzigen."

Über eine Million Menschen auf der Straße

Die massiven Proteste in Brasilien hatten zuletzt einen neuen Höhepunkt erreicht. Insgesamt 1,25 Millionen Menschen in gut 100 Städten gingen offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zum Freitag auf die Straße, auch infolge von massiver Polizeigewalt wurden Hunderte Personen verletzt. Ein Demonstrant starb bei einem Zwischenfall an einer Straßenblockade.

Confed Cup, WM 2014 und Olympia 2016 - zu teuer?

Der Grund für die Proteste liegt wohl bei den Sportevents selbst: Confederations Cup 2013, WM 2014 und Olympia 2016. Die Demonstranten halten das Geld für Stadionbauten und Sportanlagen für falsch angelegt und würden es lieber bei Schulen, Sportplätzen oder Schulbussen sehen.

Dabei liegt die Hauptschuld laut den Demonstranten bei Parlament und Regierung - doch auch die FIFA trägt eine Schuld. Denn die FIFA verlangte vom Gastgeber Brasilien Dinge wie Infrastruktur-Ausbau, Stadionaus- und -neubau. Dafür musste Geld verwendet werden, das aus Sicht der Demonstranten nun verloren ist.

EURE MEINUNG: Hat Scolari Recht oder muss man der Regierung Vorwürfe machen?

Dazugehörig