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Goal.com wirft einen Blick auf die Stadt Cuiaba, während sich Brasilien auf das Großereignis im eigenen Land vorbereitet.

CUIABA
Einwohner: 542 861
Lage:
Mittelwesten
Stadion: Arena Pantanal
Klubs: Keine


Willkommen in Cuiaba zur WM 2014

Cuiaba ist die kleinste aller WM-Städte und bietet für diejenigen einen Hort der Ruhe, die dem Trubel größerer Veranstaltungsorte entgehen möchten.

Drei Wörter zu Cuiaba

Hitze, Fischerei und Pantanal

Geschichtliches

Die Stadt wurde 1720 gegründet, nachdem man in den nahegelegenen Bergen Gold entdeckt hatte. Zudem diente sie früher als Exil für Politiker, die in Ungnade gefallen waren.

Die Einwohnerzahl Cuiabas stagnierte bis 1970 bei 50.000 und wuchs anschließend aufgrund der zunehmenden Soja- und Reisproduktion deutlich an.

Ausgehen

Essen – Mahalo (siehe Foto unten): Brasilianische Küche mit libanesischem Einfluss. Das Mahalo bietet einige einfallsreiche Gerichte, die man im gesamten Land nur selten findet. Bezahlbares Essen in netter Atmosphäre verhilft dem Experimentierfreudigen zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis.

Trinken & Tanzen – Anaue: Aus dem Guarani übersetzt bedeutet „Anaue“ so viel wie „Hallo“. Das gastfreundliche Haus bietet Samba-Partys nach wunderbar einheimischer Tradition und ist auch für Privatpartys buchbar. Allerdings empfiehlt es sich, auch unter der Woche zu den chilligen Klängen lokaler DJs zu feiern.




Berühmte Spieler

Gaucho ist weltweit weniger bekannt, genießt in Brasilien jedoch Kultstatus und steht für eines der berühmtesten Fußballmärchen in der Historie seines Heimatlandes. 1998 lief der quirlige Spieler für Palmeiras gegen Flamengo auf. Nachdem sich sein Torhüter verletzt hatte und das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, stellte sich Gaucho ins Tor und hielt in der regulären Spielzeit das 1:1 für seine Mannschaft fest. Beim anschließenden Elfmeterschießen parierte er unnachahmlich zwei Elfer der Nationalspieler Aldair und Zinho und sicherte Palmeiras somit den Sieg.

Sehenswürdigkeiten

Das Rondon-Museum: Der Bundesstaat Mato Grosso, in dem Cuiaba liegt, war in Brasiliens Vergangenheit vor allem wichtiger Knotenpunkt bei der Vermittlung zwischen den Städten des Amazonas und des Südens Brasiliens. Das Museum ist nach dem Abenteurer und Entdecker Candido Mariano da Silva Rondon benannt und dokumentiert die Geschichte der indigenen Landesbevölkerung.

Cine Teatro of Cuiaba (rechts)
: Das Haus wurde am 23. Mai 1942 eröffnet und bietet im Art-Deco-Ambiente Platz für 600 Zuschauer. Mitte der Achtzigerjahre diente das Lichtspielhaus als politische Begegnungsstätte, wird aber seit einigen Jahren wieder als Kino betrieben. Anhängig ist ein Museumsbereich, in dem die Geschichte des brasilianischen Kinos dokumentiert wird.

Geodätisches Zentrum: In der Mitte Brasiliens, auf einem Berggipfel gelegen, taucht unvermutet das Geodätische Zentrum auf, das dem Interessierten die Ausmessung der Erdoberfläche näherbringt oder anderen Besuchern einfach nur einen bemerkenswerten Ausblick auf die umliegende Gegend bietet.

Wusstet ihr...?

Einige Einheimische behaupten, dass die Stadt ihren Namen von einem Portugiesen hat, der ein Bad im lokalen Fluss nahm und einen Teller aus Kokosnuss dabei hatte, den man Cuia nennt. Als die Strömung jenen Teller mit sich riss, veranlasste dies den Mann zu dem Aufschrei „Cuia ba“, was so viel bedeutet wie „der Cuia ist fort“.

Persönlichkeiten

Der 16. Präsident Brasiliens, Eurico Gaspar Dutra, ist ein Sohn der Stadt und war einer der befehlshabenden Generäle der Truppen, die in den Zweiten Weltkrieg eingetreten sind. Nach Kriegsende avancierte der damalige Verteidigungsminister schnell zum Staatspräsidenten und hatte dieses Amt bis 1951 inne.

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