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Stein über van der Vaart: "Hat mit Fußball nichts zu tun"

Der Hamburger SV versinkt in der Krise. Jetzt holte Ex-HSV-Keeper Stein zum Rundumschlag gegen Team, Vereinsführung und Magath aus.

Hamburg. Torwart-Legende Uli Stein hat nach den Chaos-Wochen beim Hamburger SV sehr deutliche Worte für Vereinsführung und Mannschaft gefunden. Auch Felix Magath und Kapitän Rafael van der Vaart bekamen bei der Schimpftirade ihr Fett weg.

"Was van der Vaart auf dem Platz abliefert, hat mit Fußball und mit Mannschaftssport nichts zu tun. Das ist ein Alibi-Fußballer", schimpfte Stein bei Sky90 über den Niederländer. Van der Vaart sei "der erste der abtaucht, wenn es nicht läuft. Er kann die Mannschaft nicht führen".

Auch Felix Magath, der bei den Hamburgern lange als Coach gehandelt wurde, dann aber beim FC Fulham in der Premier League unterschreib, ging der Ex-HSV-Keeper scharf an. Vor allem das doppelte Spiel mit beiden Vereinen verurteilt der 59-Jährige.

Magath "wollte Diktatur wieder einführen"

"Mit der Gewissheit, er kann sofort in Fulham unterschreiben, hat er Forderungen gestellt, wo ich gesagt habe, er wollte die Diktatur wieder einführen", so Stein über den ehemaligen Bayern-Coach, der bei den Hanseaten wohl mehrere Positionen gleichzeitig übernommen hätte. "Du kannst doch nicht Sportchef, Trainer und Vorstandsvorsitzender werden. Er hat kein ehrliches Spiel gespielt. Er hat die Fans mit der Fahne im Garten belogen."

Die Wurzel allen Übels sieht Stein, der selbst für die Hanseaten 228 Mal im Tor stand, aber in der Vereinsführung: "Der Verein wird in den oberen Etagen geführt von Ahnungslosen." Einen Aufschwung nach der Entlassung von Coach Bert van Marwijk sieht Stein nicht kommen.

"Keiner, der die Raute im Herzen trägt"

Das große Problem der Hanseaten sei, dass die "Mannschaft in einem Zustand ist, wo ein Trainer eigentlich nur eine Chance hat, etwas zu machen, wenn er die Mannschaft in der Vorbereitung hat". In der aktuellen Lage könne man jedoch "nichts mehr verändern. Du musst mit dem Material leben".

Harte Worte gab es schließlich für die komplette Mannschaft. "Man hat auch das Gefühl, dass es den Spielern vollkommen egal ist, weil die sagen: Dann spiele ich eben nächste Saison woanders", zeigte sich Stein enttäuscht. "Da habe ich nicht das Gefühl, dass ein Spieler auf dem Platz ist, der wirklich die Raute im Herzen trägt, der sagt, ich kämpfe für den Verein."

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