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Trotz Titel entlassen: Der italienische Coach hat seinen Abgang aus Manchester offenbar noch nicht verkraftet.

Mancheter. Seit seinem Rauswurf bei Manchester City im Mai ist Roberto Mancini immer noch auf der Suche nach einem neuen Verein. Nach dreieinhalb Jahren bei den Citizens hatten die Klub-Eigner den 48-Jährigen unzeremoniell vor die Tür gesetzt. Scheinbar hat der seinen Abgang noch nicht überwunden: In einem Interview übte Mancini nun harsche Kritik an seinem ehemaligen Arbeitgeber.

"Auch jetzt, fast zwei Monate später, verstehe ich immer noch nicht, warum", vertraute der Coach der englischen Zeitung The Sun an. "Es ist immer noch schmerzhaft, muss ich zugeben. Ich glaube, ich habe mehr Respekt verdient, wenn man bedenkt, was ich alles für Manchester City getan habe."

In seiner Zeit bei City, das vor der Übernahme durch Scheich Mansour bin Zayed und die finanzkräftige Abu Dhabi United Group lange im Schatten des prominenten Lokalrivalen Manchester United gestanden hatte, hatte Mancini den ersten Premier-League-Titel nach über 40 Jahren gewonnen. Dazu kamen je ein FA Cup und ein Community Shield.

Mancini: Ziele bei City übertroffen

"Die Zahlen sprechen für sich", beharrt der bei den Fans sehr geschätzte Coach. "Es gibt immer noch keinen guten Grund für meinen Rauswurf." Er schilderte ein Gespräch mit der Klubführung nach seinem Amtsantritt: "Die arabischen Besitzer riefen mich an und sagten mir 'Innerhalb von drei Jahren wollen wir den Titel', und ich gewann ihn schon im zweiten Jahr."

Nach dem Gespräch habe er den Klub dann von Grund auf neu aufgebaut. "Der Vorsitzende Khaldoon Al Mubarak hat anscheinend einige Situationen im Kopf, die so nicht passiert sind."

In Manchester wurde der Italiener durch Manuel Pellegrini, vormals FC Malaga, ersetzt. Mancini selbst wurde in der Zwischenzeit unter anderem bei PSG gehandelt, die Pariser entschieden sich dann aber für Laurent Blanc.

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