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Bis Weihnachten ist es noch ein wenig hin. Aber die Transferphase ist für Fußballfans die Zeit, in der Wünsche in Erfüllung gehen. Wir schauen ganz genau hin!

ANALYSE
Von Fabio Porta

München. Für den FC Bayern endete mit dem Triple-Gewinn eine rundum perfekte Saison, vielleicht sogar eine einmalige Spielzeit. Noch nie hat das Team so reibungslos funktioniert, egal, wer auf dem Platz stand. Viele denken sich bereits: „Wen sollen die Bayern denn verpflichten? Wo soll derjenige spielen?“ Diese Fragen sind durchaus berechtigt.

Dennoch ist klar: Ein neuer Trainer mit einer anderen Denkweise kommt nach München. Zudem wird der eine oder andere Spieler die Bayern verlassen – für Mario Gomez wird beispielsweise ein adäquater Ersatz erwartet. Trotz der fantastischen Saison werden die Bayern auf dem Transfermarkt tätig sein, schließlich will man das Niveau halten und eine „Ära einläuten“, wie jüngst Kapitän Philipp Lahm verlauten ließ.

Wunsch 1: Ein Verteidiger

In der vorletzten Saison war die Abwehr der Bayern noch ein Hühnerhaufen. Der deutsche Rekordmeister hat reagiert und die beste Abwehr der letzten Saison formiert. Selbst der zunächst herbe Verlust von Holger Badstuber, der länger fehlt als geplant, konnte kompensiert werden, denn man hatte ja Dante in den eigenen Reihen. Der Brasilianer etablierte sich schnell als Abwehrchef und kann nach seiner starken Saison sogar von der WM im eigenen Land träumen. Mit Daniel van Buyten wurde der Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert, trotzdem ist man auf der Suche nach einem weiteren Abwehrspieler, um die Breite des Kaders zu halten.

Es wird nach wie vor spekuliert, Pep Guardiola habe eine kleine Liste mit Spielern, die er gerne hätte. Darunter wird definitiv ein Verteidiger sein, vorzugsweise einer, der flexibel einsetzbar ist. Viele Namen wildern seit Wochen in der Gerüchteküche, konkrete Angebote soll es noch keine gegeben haben.

Er passt ins Beuteschema: Jeremy Mathieu, FC Valencia, 29, Innenverteidiger/Linker Verteidiger

Laurent Koscielny, Nicolas Nkoulou, Yaroslav Rakitsky, Thomas Vermaelen – sie alle wurden zumindest in der Gerüchteküche als zukünftige Bayern-Spieler gehandelt. Jeremy Mathieu vom FC Valencia fällt ebenfalls unter diese Kategorie. Der Franzose ist eigentlich Linksverteidiger, kann aber auch als Innenverteidiger eingesetzt werden – Pluspunkt bei Guardiola. Er könnte nicht nur Holger Badstuber ersetzen, sondern auch bei der Rückkehr des Nationalspielers als vielseitiger Abwehrspieler fungieren.

Nach der herausragenden Saison scheinen Dante, Lahm und Alaba in jedem Fall gesetzt. Daneben ist allerdings alles offen, denn weder Boateng noch van Buyten haben einen Stammplatz sicher, dafür sind die Leistungen der beiden Abwehrspieler zu inkonstant. Gesucht ist also ein Spieler neben Dante, und hier könnte man auf einen Erfahrenen wie Mathieu setzen oder ein junges Talent, vielleicht sogar aus der eigenen Jugend. Guardiola ist ein Fan der Talentförderung und geht bei jungen Spielern gerne ein Risiko ein. Ob er das gleich in seinem ersten Jahr wagt, ist fraglich. Ein weiterer Name, der mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird: Mats Hummels. Beide Parteien bestreiten jeglichen Kontakt, doch Hummels ist der Spielertyp, den Pep bevorzugt - das ist kein Geheimnis.



Wunsch 2: Ein Mittelfeldspieler

Wozu benötigen die Bayern noch einen Mittelfeldspieler? Nun, das hat man sich bei Mario Götze schon gefragt. Die Zentrale der Bayern war in der letzten Saison kaum zu toppen, und dennoch muss man auch hier reagieren. Tymoshchuk verlässt den Verein, die Zukunft von Luiz Gustavo ist ungewiss. Zumindest ein zentraler Mittelfeldspieler sollte noch zum Triple-Gewinner wechseln.

Mit Schweinsteiger und Martinez steht die Doppel-Sechs, wenn Guardiola mit einer plant. Denkbar sind auch drei zentrale Mittelfeldspieler, und hier sollte dann ein echter Kracher her. Die Bayern wollen den Titel in der Königsklasse verteidigen und scheinen Blut geleckt zu haben. Die Kandidatenliste im Mittelfeld ist jedoch rar gesät.

Er passt ins Beuteschema: Thiago Alcantara, FC Barcelona, 22, Zentrales Mittelfeld

Nicht nur einmal fiel der Name des 22-jährigen Alcantara, der derzeit bei der U21-EM mit Spanien wirbelt und dort zeigt, was er drauf hat. Alcantara ist hochtalentiert, trickreich und torgefährlich – ein Spielertyp, den Pep Guardiola liebt. Zusammen mit Schweini und Martinez wäre das mehr als eine denkbare Aufstellung im zentralen Mittelfeld der Bayern.

Nach der Verpflichtung von Mario Götze kann die Tendenz nur eine sein – Guardiola will ein Stück Barca in die Bundesliga bringen, da scheinen „statische“ Mittelfeldspieler nur bedingt eine Chance zu haben. Ganz billig wäre Alcantara allerdings nicht – 22 Millionen ist der U21-Nationalspieler wert und es wäre nicht leicht, ihn aus Barcelona loszueisen. Nach dem Verbleib von Arjen Robben dürften auch alle Spekulationen um Gareth Bale ein Ende haben – auch wenn dieser Transfer aufgrund des Preises ohnehin für die Bayern nicht infrage käme.



Wunsch 3: Ein Stürmer

Mario Gomez wird den Bayern im Sommer verlassen. Im Moment hat der AC Florenz gute Karten, doch die Viola ist auf den Verkauf von Stevan Jovetic angewiesen, sonst kann sich der Tabellenvierte der abgelaufenen Saison den Nationalstürmer nicht leisten. Die Elf von Pep Guardiola wird sich allerdings auch unabhängig von Mario Gomez im Sturm verstärken. Claudio Pizarro bleibt ein weiteres Jahr in München, doch ein Ersatz für Mario Gomez oder gar ein absoluter Knaller-Transfer soll her.

Im Grunde genommen ist es nicht wirklich nötig, einen weiteren Stürmer zu verpflichten – vielen scheint die Idee zu gefallen, mit Götze als „Falsche Neun“ aufzulaufen oder eben Thomas Müller in den Sturm zu stellen – der kann ja überall spielen. Auch in diesem Bereich gilt es – Qualität und Quantität erhöhen.



Er passt ins Beuteschema: Robert Lewandowski, Borussia Dortmund, 24, Mittelstürmer

Die größte Transfergeschichte in diesem Sommer hat einen Namen – Robert Lewandowski. Besonders in den letzten Tagen lieferten sich der Pole und der BVB einen regelrechten Schlagabtausch, der schnell nervig wurde. Es ist offensichtlich, dass Lewandowski zum FC Bayern will, dennoch soll kein Angebot der Münchner vorliegen, zudem forderte Watzke ihn nun öffentlich dazu auf, „Charakterstärke zu beweisen“.

Der Deutsche Meister will einen Stürmer verpflichten, der Mario Mandzukic den Platz streitig machen soll. Lewandowski verfügt über die Qualitäten eines Mandzukics und ist zudem spielstärker und torgefährlicher. Er passt perfekt in das Anforderungsprofil der Bayern, doch es gibt auch andere Kandidaten. Luis Suarez wird sehr wahrscheinlich die Premier League verlassen, doch der exzentrische Mittelstürmer wäre aufgrund seiner regelmäßigen Eskapaden ein Risiko, welches Die Bayern nicht eingehen. Derzeit liegt der absolute Fokus auf Lewandowski – die Bayern können das ausnutzen, um heimlich, still und leise den nächsten Top-Transfer einzutüten - damit ist nicht der Angreifer des BVB gemeint.

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