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Bundesliga-Spieler sind in der Goal Rich List nur wenige zu finden. Einmal mehr wird deutlich: In Fußball-Deutschland wird nicht so sehr mit Geld um sich geschmissen wie anderswo.

Berlin. Ein Blick auf die UEFA-Fünfjahreswertung zeigt: Sportlich ist die Bundesliga im europäischen Vergleich absolut konkurrenzfähig, die deutsche Eliteklasse rangiert hinter der Premier League und der Primera Division auf dem dritten Platz. In unserer Goal Rich List, die das Vermögen aller aktiven Fußball-Spieler untereinander vergleicht, sind in den Top 50 jedoch lediglich vier Akteure aus der Bundesliga zu finden.

Nur Bayern vertreten

GEHALTSAUSGABEN SAISON 2009/10*
LIGA

Premier League
Serie A
Primera Division
Bundesliga
AUSGABEN (Euro)

1,697 Milliarden
1,181 Milliarden
971 Millionen
891 Millionen
             *Quelle: Deloitte

Mit Bastian Schweinsteiger (35. Platz), Arjen Robben (34.), Philipp Lahm (30.) und Franck Ribery (22.) ist der FC Bayern München gleich vierfach vertreten, weitere Profis aus dem deutschen Oberhaus sucht man vergeblich. Während sich der deutsche Rekordmeister somit mit den Schwergewichten messen kann - Real Madrid und Manchester United stellen ebenfalls vier Spieler, der FC Barcelona drei -, fehlen weitere Bundesliga-Vereine gänzlich.

Premier League zahlt am meisten

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Hierzulande wird schlichtweg weniger Gehalt gezahlt - und zwar in deutlichem Maße. Ein Blick auf die Zahlen belegt das. In der Saison 2009/10 etwa betrugen die gesamten Gehaltsausgaben der Premier-League-Klubs 1,697 Milliarden Euro, wie der Annual Review of Football Finance von Deloitte belegt. Die Serie A gab insgesamt 1,181 Milliarden Euro aus, die Vereine der Primera Division 971 Millionen Euro. Und die Bundesliga? Hier wurden „nur“ 891 Millionen Euro in die Kassen der Klub-Angestellten gespült.

Schalke und Wolfsburg vor Dortmund

In Deutschland ist es lediglich der FC Bayern, der hierfür einen dreistelligen Millionenbetrag ausgibt. In der Saison 2012/13 zahlen die Münchener laut Focus 112 Millionen Euro an Gehältern aus. Beim FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg sind es je 75 Millionen Euro, bei Borussia Dortmund 50 Millionen Euro.

In der Premier League liest sich das Ganze schon deutlich anders: 2010/11 blätterte der FC Chelsea für sein Personal 219,38 Millionen Euro hin. Bei Manchester City sind es 199,86 Millionen Euro, bei Stadtrivale United 175,73 Millionen Euro. Es ist davon auszugehen, dass die Ausgaben in England seitdem weiter angestiegen sind.

Die Top 50 der Goal Rich List

50+1-Regel verhindert Vereins-Übernahmen

Die Diskrepanz zwischen sportlichem Stellenwert und finanzieller Stärke ist bei den Bundesliga-Klubs offensichtlich. Nicht zuletzt hängt die Zurückhaltung bei den Gehaltszahlungen mit der Tatsache zusammen, dass es in Deutschland aufgrund der 50+1-Regel nicht zu Vereins-Übernahmen durch zahlkräftige Eigentümer kommen kann - das Modell „Roman Abramovich“ ist in Deutschland nicht möglich.

Solides Wirtschaften hat in der Bundesliga Vorrang, Nachhaltigkeit ist wichtiger als teure Stars - die unter den aufgezeigten finanziellen Voraussetzungen eher selten zu einem Wechsel nach Deutschland zu überreden sind. Umso bemerkenswerter ist es, dass es der FC Bayern regelmäßig in die letzten Runden der Champions League schafft und Borussia Dortmund in der Königsklasse nun als Mitfavorit gehandelt wird.

EURE MEINUNG: Solide Wirtschaften oder teure Stars - welcher Weg ist der richtige?

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