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Unser Vermögensindex enthüllt, was man braucht, um an die Spitze des Geldbaums zu gelangen!

 Kris Voakes
 Fußball-Redakteur
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Die Goal Rich List ist ein einzigartiges Recherchewerk und sie gibt uns die seltene Gelegenheit zu analysieren, wie ein Spieler es an die Spitze des Geldbaums schafft.

Weil das Vermögen eines Fußballers auf so vielen unterschiedlichen Faktoren basiert, haben wir hinter die nackten Fakten geschaut, um herauszufinden, wie diese Superstars ihr Geld gemacht haben.

Von ihrer Nationalität, über die Klubs bei denen sie gespielt haben, zu ihren Schuhausrüstern und ihrem Alter - es gibt viele Einflüsse, die sich im 21. Jahrhundert auf das Vermögen der Spieler auswirken. Und es gibt eine Vielzahl an Gründen warum große Sponsoren sich mit den Spielern schmücken möchten.

Nachfolgend zeigen wir einige der bemerkenswertesten Fakten und Statistiken, die wir aus der Goal Rich List ersehen konnten. Dabei haben wir einige beeindruckende Zahlen zu Tage gefördert!

(*alle Graphiken in englisch)

Was das Marketing angeht, hat der englische Fußball den Spielern in der modernen Ära die Türen geöffnet. Da ist es keine große Überraschung, dass die Goal Rich List von Kickern aus dem Mutterland dieses Sports dominiert wird. 22 Prozent unserer Top 50 sind für die englische Nationalmannschaft spielberechtigt. Der Rest verteilt sich auf 18 verschiedene Länder. Unter anderem finden sich sechs Italiener und je fünf Brasilianer und Spanier in der Liste wieder. Acht Prozent sind Franzosen und mit zwei Ivorern, einem Kameruner und einem Ghanaer haben es zudem vier Afrikaner unter die wohlhabendsten Spieler geschafft.

Die finanzielle Power der Premier League dank Sponsoren und Werbekunden hat dabei geholfen, aus zahllosen Spielern reiche Männer zu machen. Beeindruckende 50 Prozent der Profis in der Rich List haben in ihrer Laufbahn für einen Klub aus Englands höchster Spielklasse ihre Stiefel geschnürt. In La Liga haben 23 Spieler gekickt und 21 von ihnen standen zumindest zweitweise in der Serie A unter Vertrag. David Beckham hat natürlich in allen drei großen Ligen agiert und er ist auch einer von vier Männern, die in der MLS Erfahrungen gesammelt haben: Thierry Henry, Robbie Keane und Alessandro Nesta sind noch immer in der US-Liga aktiv.

Mit Recht lässt sich sagen, dass einige der Topspieler mit Transfers und den damit verbundenen großen Summen reich geworden sind. Rivaldo hat zum Beispiel während seiner langen und schillernden Laufbahn für 14 verschiedene Klubs gespielt. Robbie Keane und Nicolas Anelka bringen es aktuell auf Profi-Einsätze für zehn Vereine. Demgegenüber stehen zehn Spieler, die während ihrer gesamten Laufbahn nur für einen Klub gespielt haben. Der Höchstplatzierte von ihnen ist Lionel Messi, weitere Akteure sind Ryan Giggs, Steven Gerrard, Iker Casillas und Francesco Totti.

Es ergibt Sinn, dass ein Großteil der Spieler in der Rich List bereits über einen langen Zeitraum auf Topniveau unterwegs waren. Deutlich wird dies durch die 37 Spieler über 30 Jahren, die unter den ersten 50 rangieren. Rivaldo geht auch im Alter von 40 Jahren noch für Sao Caetano auf Torejagd und die andauernde Karriere des 39-jährigen Ryan Giggs bei Manchester United hat aus dem Waliser einen reichen Mann gemacht. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall, dass es auch zwei Spieler unter 26 Jahren geschafft haben: Neymar und Lionel Messi sind dabei, obwohl sie noch relativ jung sind. Der Argentinier hat bereits die 115-Millionen-Euro-Marke durchbrochen und vor ihm liegen noch einige Jahre, in denen er diesen Wert hochschrauben kann.

Täten sich unsere 50 reichsten Stars nun zusammen, was könnten sie sich kaufen? Nun ja, mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung stünde, hätten sie jedenfalls jede Menge Optionen. Zum Beispiel könnten sie 6.299 nagelneue Ferrari F12 Berlinetta gönnen. Oder sie wären in der Lage, 146 noble Penthouse-Appartements in New York Citys Fifth Avenue zu erstehen. Inseln auf den Bahamas und Luxusjachten dürften ebenso auf dem Einkauszettel stehen. Oder sie eifern Magic Johnsons Konsortium nach, das 2012 die Los Angeldes Dodgers kaufte: Die Mitglieder der Rich List könnten Magics Gruppe jeweils zwei Millionen Dollar zahlen und hätten anschließend immer noch 600 Millionen Euro zur Verfügung.

Sollten die Spieler der Rich List den Wunsch verspüren, ihr Geld zurück in den Fußball zu pumpen, dann gäbe es natürlich viele Wege, dies zu tun. Ihr kombiniertes Vermögen reichte aus, um Manchester United gleich zweimal zu kaufen (ausgehend von dem 915 Millionen Euro, die Malcolm Glazer einst zahlte). Ein Alternative wäre, Manchester Citys Gehaltskosten inklusive Steuern für die nächsten achteinhalb Jahre zu übernehmen. Real Madrid könnten sie vier Trainingszentren von Größe und Qualität des „Valdebebas“ spendieren. Die reichsten Spieler der Welt könnten auch 69 Prozent der Schulden der 20 Premier-League-Klubs begleichen. Falls sie sich einfach ein paar Spiele anschauen möchten, kauften sie 27,8 Millionen Tickets für Arsenals Gästeblock (71 Euro pro Stück): Damit wären die Plätze für Auswärtsfans der Kategorie A für die kommenden 489 Spielzeiten ausverkauft.

Keine Frage, in der Goal Rich List tummelt isch eine Menge Talent. Bemerkenswerte 80 Prozent der Spieler haben mindestens zehn große Titel gewonnen. Der Erfolgreichste von allen ist Ryan Giggs: mit seinen 33 Pokalen lässt er die Titelsammlungen der anderen mickrig erscheinen. Es folgen sein Klubkamerad Paul Scholes und Routinier Rivaldo, die es jeweils auf 24 große Erfolge bringen. Mit vier Titel sind Robbie Keane und Daniele de Rossi die Schlusslichter. Wobei der Italiener eine Weltmeistermedaille sein Eigen nennen darf.

Überrascht es jemanden, dass die Spieler, die für die Offensive zuständig sind, die höher dotierten Verträge und Sponsorendeals an Land ziehen? Wohl kaum. Von den 50 Kickern der Goal Rich List sind 84 Prozent Mittelfeldspieler oder Stürmer, 26 Spieler davon sind Angreifer. Zwei der drei Keeper sind interessanterweise die Kapitäne ihrer Nationalteams, Iker Casillas (Spanien) und Gianluigi Buffon (Italien). Petr Cech ist bei den Tschechen der Vertreter von Spielführer Tomas Rosicky.

4.399 Länderspiele haben die Spieler der Goal Rich List gemeinsam auf dem Buckel. 88 Partien im Schnitt sprechen dafür, wie sie sich auf der internationalen Bühne einen Namen gemacht und zu Weltstars entwickelt haben.

679 ist die Anzahl an Euro pro Minute, die die Spieler der Rich List pro Spielminute kassieren, wenn wir ihre Pflichtspiele als Profis über 90 Minuten zu Rate ziehen. In 60 Sekunden ist das 122 Mal mehr, als ein US-Amerikaner, der den Mindestlohn verdient, pro Stunde kassiert.

„Hala Madrid“, keine Frage: Stolze 26 Prozent der Rich-List-Kicker sind Ex-Spieler von Real Madrid. Die Ära der „Galacticos“ mag vorbei sein, doch im Santiago Bernabeu lässt sich weiterhin das große Geld verdienen. David Beckham, Cristiano Ronaldo, Kaka und Samuel Eto'o sind als Madrilenen in den Top Ten und bis Platz 30 folgen Raul, Robinho, Iker Casillas, Wesley Sneijder und Nicolas Anelka. Arjen Robben, Clarence Seedorf und Michael Essien runden das Resultat aus Sicht der „Blancos“ ab.

 
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