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Xabi: "Werde wie ein Besessener arbeiten"

Bestia Negra statt Weißes Ballett - Xabi Alonso freut sich auf die neue Aufgabe in München. Madrid verlässt er schweren Herzens, sah bei Real allerdings schwindende Einsatzzeit.

Madrid. Xabi Alonsos Wechsel von Real Madrid zu Bayern München ist in trockenen Tüchern. Am Freitag wurde er offiziell von den Königlichen in Richtung Bundesliga verabschiedet. Der Welt- und Europameister erklärt seinen Abgang mit der Sorge um Einsatzzeiten - und freut sich auf das neue Kapitel beim deutschen Rekordmeister.

"Real ist der beste Verein der Welt. Es ist ein Privileg hier zu spielen und ich werde das Bernabeu vermissen", so Alonso bei seiner Abschieds-PK. Seinen Mitspielern gab er auf den Weg: "Es hat mit sehr viel Spaß gemacht mit ihnen zusammenzuspielen und speziell durch La Decima sind wir nochmal ein Stück weiter zusammengewachsen."

Doch nun beginnt für den 32-Jährigen eine neue Ära. Bei den Münchnern will er sich so schnell wie möglich akklimatisieren: "Es ist ein großartiger Klub und wir haben im kommenden Jahr viel vor. Ich werde wie ein Besessener an mir arbeiten und will mich schnell einleben, um der Mannschaft direkt zu helfen."

Erster Kontakt vor zwei Wochen

"Die Bayern haben mich vor zwei Wochen erstmals kontaktiert und ich hatte das Gefühl, nach La Decima ein neues Kapitel in meiner Karriere aufschlagen zu wollen", erklärte der defensive Mittelfeldspieler den Schritt in die Bundesliga. "Jetzt ist der beste Zeitpunkt für einen Wechsel und ich befinde mich in einer guten Verfassung."

Besonders seine Landsleute Javi Martinez, den Alonso aus der Seleccion kennt, sowie sein neuer Trainer Pep Guardiola hätten ihm die Entscheidung erleichtert. "Ich habe mit Javi schon vor der WM oft über Bayern gesprochen und hatte sehr detaillierte und gute Gespräche mit Pep. Er hat mir ganz klar aufgezeigt, was er mit mir vor hat", so der Ex-Liverpooler.

"Einfach nicht genügend Spielzeit"

Bei den Bayern dürfte Alonso ob der Verletztenmisere im Zentrum zunächst gesetzt sein - was in Madrid für ihn nicht mehr selbstverständlich schien. "Mit Toni Kroos hat der Verein einen sehr guten Spieler verpflichtet, der auch viele Minuten spielen wird. Dasselbe gilt für Modric und unsere Youngster", so der jüngst  aus der Nationalmannschaft zurückgetretene 113-fache Auswahlspieler Spaniens.

"Ich habe einfach nicht mehr genügend Spielzeit für mich gesehen", erklärte Alonso, der betonte: "Ich bedanke mich bei Jose Mourinho, Carlo Ancelotti und Manuel Pellegrini, die mir alle unheimlich viel beigebracht haben und dafür gesorgt haben, dass ich hier Erfolg hatte und mit Stolz für den Verein aufgelaufen bin."

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