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"Tränen aus Gold" - Pressestimmen zur Weltfußballer-Wahl

Die internationalen Medien haben kaum einen Zweifel daran, dass Cristiano Ronaldo am Montag in Zürich vollkommen verdient zum Weltfußballer gewählt worden ist.

"Comandante Ronaldo liegt die Welt zu Füßen", schrieb die portugiesische Sportzeitung Record, O Jogo kommentierte, der Superstar von Real Madrid habe "die Welt in seiner Tasche".

Es gibt allerdings auch Medien, die gerne Franck Ribéry von Bayern München als Geehrten gesehen hätten. "Innerhalb der besten Fußballmaschine des Jahres, des beeindruckenden FC Bayern, ist das Talent des Franzosen beim Knacken der Verteidigung und beim Auslösen einer Kettenreaktion, die ihn oder einen Teamkollegen zum Tor führt, einmalig", analysierte die italienische Gazzetta dello Sport.

Kritik an Ribéry kam aus dessen Heimat. "Ja, Ribéry könnte besser sein. Er könnte mehr Tore schießen, er könnte sich besser beherrschen, er könnte weniger reden", schrieb die Sportzeitung France Football.

Die internationalen Pressestimmen:

PORTUGAL

A Bola: "Goldene Tränen. Weinend, gerührt, seinen Sohn nahe bei sich, empfing Ronaldo die Trophäe aus der Hand Pelés. Er geht damit als einer der Besten in die Geschichte ein."

Record: "Comandante Ronaldo liegt die Welt zu Füßen. Der erste Portugiese, der zweimal den Goldenen Ball gewonnen hat, bricht in Tränen aus."

O Jogo: "Die Welt in seiner Tasche. Tränen des Erfolges - die Welt verneigt sich vor dem Allerbesten."

Publico: "Ronaldo: Ja, er hat es geschafft! Und er weinte. Cristiano hat die Herrschaft Messis beendet."

Correio da Manha: "Ein neuer König erobert Gold. Cristiano Ronaldo erinnerte in seiner Siegesrede an Eusébio und Nelson Mandela, seinen Sohn auf dem Arm haltend."

Jornal de Noticias: "Cristiano Ronaldo vergoss Tränen aus Gold."

SPANIEN

Marca: "Der Dí Stefano des 21. Jahrhunderts. Ronaldo ist der neue König des Fußballs, der König der Welt. Er ist der sechste Weltfußballer, der im relevanten Zeitraum nicht einen Titel geholt hat."

AS: "CristianOROnaldo. Ribéry war der beste Spieler der besten Mannschaft, aber nicht er gewinnt, sondern ein anderer auf dieser Position. Das zeigt den Unterschied: Ronaldo hat keine Titel gewonnen, aber er war der Beste."

El País: "Cristiano beweint seine Rückeroberung. Es war definitiv kein Spieler besser als er in diesem Kalenderjahr, auch nicht Ribéry im perfekten Netz der Bayern. Ronaldo und Messi stehen in dieser Ära über allen anderen. Ribéry wurde Dritter, der Beste der anderen. Das ist gut."

FRANKREICH

France Football: "Ja, Ribéry könnte besser sein. Er könnte mehr Tore schießen, er könnte sich besser beherrschen, er könnte weniger reden. Ronaldo haben die Jahre des Wartens zum komplettesten Spieler der Welt reifen lassen. Der Wind dreht sich gegen Messi."

L'Equipe: "Ein schlimmer Abend für Ribéry. Er, der geglaubt hat, er könne den Goldenen Ball gewinnen, muss zusehen, wie Cristiano Ronaldo mit der Trophäe nach Hause geht. CR7 hat mit seinen Tränen das ganze Land berührt."

Le Monde: "Ronaldo täuschte erst gar keine Überraschung vor. Er war nicht nur der haushohe Favorit, sondern er macht auch keinen Hehl daraus, dass seine Sammlung Goldener Bälle viel größer wäre, wenn er über die Vergabe entscheiden könnte."

ENGLAND

Daily Mirror: "Ronaldo siegt und weint. England bekommt eine Abfuhr: Kein Premier-League-Spieler steht in der Weltauswahl."

The Times: "Ronaldo hatte eine Hand auf der Schulter seines Sohnes, in der anderen hielt er sein goldenes Baby."

The Sun: "Ron ist der König des Weltfußballs. Er gesteht dann: Beinahe wäre ich zu Manchester United zurückgekehrt."

ARGENTINIEN:

Olé: "Leo, Dir fehlen zwei (Goldene Bälle). Ronaldo bekommt seine ersehnte Trophäe. Aber bleib bloß weg von Messis vier."

Clarín: "Diesmal bekommt Messi den Goldenen Ball nicht. Es ist ungewohnt, oben auf der Bühne einen Spieler zu sehen, der nicht Messi heißt. Das gab es zuletzt 2008."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ribéry hätte den Titel verdient. Er ist ein großartiger Spieler, der weniger begabt als Ronaldo und Messi ist, niemand bestreitet das, nicht einmal er. Doch innerhalb der besten Fußballmaschine des Jahres, des beeindruckenden FC Bayern, ist das Talent des Franzosen beim Knacken der Verteidigung und beim Auslösen einer Kettenreaktion, die ihn oder einen Teamkollegen zum Tor führt, einmalig."

Corriere dello Sport: "Der Titel hätte Ribéry in seiner Heimat ein neues Image verleihen können. Er hat dort nie wahre Popularität errungen. Auf Ribérys Schultern lasten der Skandal einer Beziehung zu einer minderjährigen Prostituierten und die Pleite der französischen Nationalmannschaft in Südafrika - Flecken, die nur ein Ballon d'Or hätte wegwaschen können."

Repubblica: "Es ist kein Wunder, dass die Deutschen und Franzosen verärgert sind."

SCHWEIZ

Blick: "Bei allen Tränen - es ist eine umstrittene Wahl. Dieser Abend dürfte Uli Hoeneß kaum besänftigt haben."

NZZ: "Tränen des Glücks. Die FIFA bietet ein Stück Hollywood. Weil Franck Ribéry keine Herzen zufliegen und Lionel Messi keine Top-Saison hatte, wird Cristiano Ronaldo ohne Titel Weltfußballer."

ÖSTERREICH:

"Enttäuschter Ribéry schlich wortlos von dannen. Er war restlos bedient. Die Debatte über die Regeln der FIFA-Wahl ist längst entbrannt. Und es bedurfte dafür nicht einmal böser Worte der Bayern-Bosse."



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