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Der Arsenal-Trainer fordert die Verbände auf, härter gegen Doping im Fußball vorzugehen. Dabei warnt er vehement davor, sich von großen Namen blenden zu lassen.

London. Arsene Wenger befürchtet, dass der Fußball nach dem Radsport die nächste Sportart sein könnte, die in einem Sumpf von Doping und Manipulation versinkt. Der Trainer des englischen Traditionsvereins FC Arsenal appelliert vor allem an FIFA und UEFA, hart gegen Verstöße jeglicher Art vorzugehen.

Wenger fordert mehr Bluttests im Fußball

Mit drastischen Worten machte der Franzose am Freitag seine Sorge um den Fußball deutlich: „Der Sport ist voll von Legenden, die in Wirklichkeit Betrüger sind.“
Wenger fordert nun flächendeckende Bluttests, um Dopingsünder besser zu entlarven: „Die UEFA lässt nur den Urin testen. Das genügt nicht.“

Alarmiert wurde der 63-Jährige durch den in der vergangenen Woche öffentlich gemachten Verdacht, wonach der spanische Doping-Arzt Eufemiano Fuentes die Mannschaft von Real Sociedad San Sebastian über Jahre systematisch mit Dopingmitteln versorgt haben soll.

Desillusionierte Sichtweise auf den modernen Sport

Aufgrund der Vorgehensweise im Prozess gegen Fuentes hat Wenger jedoch Zweifel, dass man an einer restlosen Aufklärung des Dopings im Sport interessiert ist: „Die spanische Justiz fragt Fuentes nur, wie das Doping funktioniert. Sie ist gar nicht daran interessiert, wer gedopt hat.“ Die Justiz müsse „tiefer gehen“, so Wenger weiter. Eine unterschätzte Gefahr sieht der Franzose in der Bereitschaft vieler Sportler, für den Erfolg große Opfer zu bringen: „Im Profisport befinden wir uns auf einem Level, wo jeder alles für den Sieg tun würde.“

„Der Fußball tut nicht genug“

Die Verbände fordert der Arsenal-Trainer dazu auf, mehr gegen Doping zu tun: „Ich denke nicht, dass der Fußball genug im Kampf gegen Doping tut.“ Es falle ihm schwer zu glauben, dass bei einer Weltmeisterschaft 740 Spieler mitwirken, ohne dass ein einziger positiv getestet wird.

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