Spielbericht Bundesliga: VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart

Ohje, VfB! Gegen den VfL Wolfsburg ließen sich die Schwaben phasenweise abschießen. Keine spielerische Linie, keine Akzente und kaum Ideen. In dieser Verfassung werden es die Schwaben in der Bundesliga schwer haben. Wolfsburg hingegen kämpft nach diesem 4:1 (1:1)-Erfolg wieder um die internationalen Plätze mit!

Wo ist der Torschütze? Wolfsburg durfte gegen den VfB Stuttgart gleich vier Mal jubeln (firo)

Von Dennis WEINACHT

Wolfsburg. Schon vor diesem Duell brannte der Baum im Schwabenland. Das Sorgenkind heißt VfB. Die Gerüchte der letzten Tage stellten immer wieder das Aus von Trainer Armin Veh in den Raum. Heute sollte die ersehnte Wende kommen, es folgte das Desaster!


VfB beginnt engagiert

Aber von all diesen Spekulationen ließ sich der VfB Stuttgart zu Beginn nicht beirren. Nachdem der VfL Wolfsburg etwas besser in die Partie gekommen war, übernahmen die Schwaben das Kommando. Die erste Tormöglichkeit der Partie vergab aber Mario Gomez: Nach einem Pass von Jan Simak drückte der Torjäger das Leder knapp neben das Tor. So musste der VfB Stuttgart hier weitermachen, sollte es gegen die Wolfsburger einen „Dreier“ geben.

Lanig ist zur Stelle

Danach sah es dann aber nach 17 Minuten aus: Ein langer Ball von Cacau konnte von Mario Gomez nicht verwertet werden. Dafür war aber Martin Lanig zur Stell – 1:0! Armin Veh ballte die Fäuste, die Spieler jubelten, das Schwabenland atmete auf! Glück hatten sie aber drei Minuten später, als Spielmacher Misimovic im Strafraum abzog, aber am guten Jens Lehmann scheiterte. Und Glück und Können besorgten die VfB-Führung!

VfL am Drücker

Zunehmend mehr Glück denn Können war dann aber in der Folge verantwortlich für den Spielstand. Denn bis zu Pause machte der VfL Wolfsburg klar das Spiel, scheiterte aber immer wieder am eigenen Unvermögen im Torabschluss. Die Schwaben gingen deshalb mit dem 1:0 in die Kabine, wussten aber, dass sie sich noch steigern mussten, sollte das Ergebnis bis zum Ende Bestand haben.

Grafite staubt ab

Belohnt wurden die „Wölfe“ dann erst nach 51 Minuten. Fahrlässig verlor der VfB im Spiel nach vorne den Ball. Misimovic scheiterte aus 13 Metern am guten Jens Lehmann, aber Grafite war zur Stelle und schob ein. Der Ausgleich war mittlerweile mehr als verdient. Auch wenn anschließend für eine ganze Weile nicht mehr viel passierte. Beide Teams hielten sich in dieser Phase ungefähr die Waage, wobei Wolfsburg insgesamt gefährlicher wirkte. Mit ein wenig mehr Konsequenz in den Situationen hätte auch die Führung längst fallen können.

Wieder straft Grafite Lehmann ab

Aber diese ließ bis zur 76. Minute auf sich warten. Nach einem Eckball köpfte Ludovic Magnin das Leder genau auf den Fuß von Nationalspieler Schäfer. Dieser zog ab, Lehmann hielt toll, aber Grafite staubte einmal mehr ab! An ihm verzweifelte der VfB und sein Schlussmann an diesem Spieltag. Besonders bitter für Boka: In der Halbzeitpause wurde er eingewechselt, nach dem Tor musste er wieder vom Feld.

Auch Dzeko trifft doppelt

Aber damit noch nicht genug. Auch das 1:3 aus Sicht des VfB ließ nicht lange auf sich warten. Dzeko ließ Lanig wie einen Anfänger stehen, Lehmann wirkte nicht sicher und so konnte selbiger Dzeko einnetzen (79.). Er war es auch, der nach 85 Minuten das Desaster des VfB perfekt machte. Wieder sahen die Gäste dabei ziemlich schlecht aus: Magnin fälschte einen Schuss ab, der dann von Dzeko nur noch eingeköpft werden musste. VfL top, VfB flop! Anders konnte man dieses Schwaben-Desaster nicht in Worte fassen!

VfL bleibt dran

Die Niedersachsen bleiben damit an den internationalen Rängen dran. Genau diese hat Stuttgart hingegen aus den Augen verloren. Für Armin Veh steht wieder keine ruhige Woche ins Haus. Ganz im Gegenteil: Die Turbulenzen waren selten so groß!

Eure Meinung: Was erreicht Wolfsburg in dieser Saison noch? Und was muss in Stuttgart passieren?



 
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