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Franz Beckenbauer hat die Fragen der FIFA mittlerweile beantwortet. Dem Kaiser eilte indes Bayern-Präsident Karl Hopfner zur Seite.

München. Franz Beckenbauer kann auf die Aufhebung der 90-Tage-Sperre durch den Fußball-Weltverband FIFA hoffen: Der "Kaiser" hat am Mittwoch die Fragen des Chefermittlers des FIFA-Ethik-Komitees, Michael J. Garcia, beantwortet. Dies teilte sein Berater Marcus Höfl via Twitter mit. "Zur Info: Heute Nachmittag hat die FIFA-Ethikkommission per Mail & Fax die Antworten von Franz Beckenbauer auf alle ihre Fragen erhalten", schrieb Höfl.

Aufgrund seiner vorhergehenden Weigerung, die Fragen der FIFA zu beantworten, war der 68-jährige Beckenbauer am vergangenen Freitag von der FIFA provisorisch gesperrt worden. Nach Beantwortung des Fragenkatalogs hofft der 68-Jährige, dass die FIFA die Sanktion gegen seine Person aufhebt. Zum WM-Halbfinale möchte Beckenbauer nach Brasilien reisen. Aufgrund der Sperre ist es ihm im Augenblick generell untersagt, Fußballspiele zu besuchen.

Hopfner attackiert FIFA

Präsident Karl Hopfner vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat derweil die FIFA wegen der Sanktion gegen Bayern-Ehrenpräsident Beckenbauer angegriffen. "So ein Vorgehen gegenüber einer Person wie Franz Beckenbauer, die über die Jahre hinweg mit Lob und Orden von der FIFA ausgezeichnet wurde, ist inakzeptabel", sagte Hopfner der Bild-Zeitung.

Ohne Vorankündigung, also aus heiterem Himmel die Höchstsperre auszusprechen, sei unverständlich, ergänzte Hopfner. Man teile auch nicht die Rechtsauffassung der FIFA, da Franz Beckenbauer keiner FIFA-Kommission mehr angehöre, so Hopfner weiter. "Die Sperre, die ohne nachgewiesenes Verschulden von Franz Beckenbauer durch die FIFA ausgesprochen wurde, können wir als FC Bayern nicht akzeptieren", betonte Hopfner: "Fakt ist, dass Franz Beckenbauer, wenn er jetzt die Fragen beantwortet hat, wieder alle Aufgaben wahrnehmen können muss. Das wäre die logische Konsequenz."

Das ehemalige FIFA-Exekutiv-Mitglied Beckenbauer war vom Weltverband gesperrt worden, weil er sich zunächst geweigert hatte, Fragen über die Vorgänge im Zuge der WM-Vergabe 2022 an Katar zu beantworten. "Wir, der FC Bayern, wehren uns gegen die Sperre und stehen voll hinter Franz Beckenbauer. Er ist und bleibt unser Ehrenpräsident - ohne Wenn und Aber", sagte Hopfner mit Nachdruck.

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