DFB beschließt: BVB-Spiele bekommen Fünften Offiziellen für Jürgen Klopp

In den Freundeskreis der Schiris wird Klopp wohl nicht mehr aufgenommen. Jetzt hat das DFB-Sportgericht beschlossen, bei BVB-Spielen einen Fünften Offiziellen einzuteilen.

Dortmund. Jürgen Klopp und die Schiedsrichter - diese Verbindung sorgte in den vergangenen Wochen und Monaten immer mal wieder für reichlich Schlagzeilen. Der Trainer von Borussia Dortmund ist beim DFB-Sportgericht längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Nun geht der Deutsche Fußball-Bund ganz besonders hart gegen den Wüterich vor.

"Wir haben uns dazu entschlossen, ab der Saison 2014/15 die Bundesliga-Spiele von Borussia Dortmund in Bezug auf das Schiedsrichtergespann zu verstärken", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. "An den Spieltagen eins bis fünf werden wir bei den Heim- und Auswärts-Begegnungen der Dortmunder einen fünften Offiziellen einteilen. Dieser wird dem vierten offiziellen Schiedsrichter zwischen den Trainerbänken der jeweiligen Mannschaften unterstützend zur Seite stehen. Der Fünfte Offizielle soll das Konfliktpotential zwischen Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, und dem vierten Offiziellen eindämmen."

Finanzierung durch Bußgelder

Im Klartext: Der Deutsche Fußball-Bund stellt einen extra Schiedsrichterassistenten für den BVB-Coach ab. Knapp 60.000 Euro Bußgeld musste dieser bereits an den DFB bezahlen. Erst Mitte März waren 10.000 Euro durch den Kontroll-Ausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hinzugekommen, nachdem Klopp im Heimspiel gegen Mönchengladbach auf die Tribüne geschickt wurde.

"Der Vierte Offizielle hat mich hochgeschickt. Ich weiß, was ich gesagt habe, es gab eine Situation, da habe ich mich zu ihm umgedreht und ihm gesagt, da pfeifst du jetzt nicht. Mehr war nicht. Ich bin oft zu Recht bestraft worden, diesmal war nichts", kommentierte der 46-Jährige den Ärger mit dem Vierten Offiziellen.

Erst Klopp, dann alle Trainer?

Diesem Konflikt möchte man in Zukunft offenbar vorbeugen. Laut einer kicker-Statistik war es gegen Gladbach bereits das achte Mal für Klopp, dass er den Schlusspfiff seiner Mannschaft nicht auf der Trainerbank erlebte. Für die ersten fünf Bundesliga-Partien der neuen Saison gibt es nun eine Extra-Behandlung für den BVB-Coach. Die Kosten für den fünften Offiziellen werden, so heißt es vom DFB, "aus dem Topf der bereits bezahlten Bußgelder von Jürgen Klopp entrichtet."

Wie es nach der "Probezeit von fünf Bundesliga-Partien" weitergehen wird mit dem Schiedsrichtergespann und dem BVB-Vulkan, ließ der DFB indes offen.  Gut möglich, dass der Deutschen Fußball-Bund sogar aus dieser Strafe eine Regelmäßigkeit macht. Angesichts der neuersten Entwicklung zwischen Nürnbergs Gertjan Verbeek und dem Freiburger Trainer Christian Streich wäre es wohl gar nicht so verkehrt, den Fünften Offiziellen bei allen Bundesliga-Begegnungen zum Einsatz zu bringen.