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Reaktionen zum Hoeneß-Urteil - Metzelder: "Jetzt könnte die Häme aufhören!"

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, aber vorerst sind die Würfel gefallen. Uli Hoeneß wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Wir haben die Reaktionen.

München. Das einst Unvorstellbare wird Wirklichkeit. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist am Donnerstag im Steuerprozess vor der fünften Strafkammer des Landgerichts München II für schuldig befunden worden - das Urteil: drei Jahre und sechs Monate Haft. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, in Revision zu gehen. Wir haben die Reaktionen.

Reinhard Rauball (Ligapräsident): "Das Gericht hat das Urteil nach einem gründlichen rechtsstaatlichen Verfahren gefällt. Angesichts des Strafrahmens des Gesetzes war eine derart harte Sanktion nicht ausgeschlossen. Im Übrigen liegt es ausschließlich bei den Verantwortlichen des FC Bayern München, die Thematik mit Blick auf den Klub zu bewerten und damit umzugehen. Die Verdienste von Uli Hoeneß um den deutschen Fußball bleiben trotz seines von ihm selbst eingestandenen Fehlverhaltens unberührt."

Christoph Daum (Fußball-Trainer): "Ich denke nur an den Menschen Uli Hoeneß und seine Familie. Ich wünsche ihnen allen viel Kraft. Die werden sie nun brauchen, um diese schwierige Zeit gemeinsam gut durchzustehen."

Gary Lineker (ehemaliger englischer Fußballspieler): "Bayern-Präsident Hoeneß muss dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.Es besteht eine geringe Chance, dass sie ein Spiel verlieren, bevor er wieder freikommt."

Rechtsanwalt Hanns W. Feigen: "Begeistert war er nicht. Die Verteidigung wird das Urteil anfechten. Der Bundesgerichtshofs soll prüfen, wie mit einer Selbstanzeige umzugehen ist, die wirksam, halb wirksam oder missglückt ist."

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt): "Ich bin traurig. Es tut mir unendlich leid für Uli. Ich habe das Ganze eben im Fersehen verfolgt. Das Strafmaß kann ich nicht beurteilen. Ich war im Vorfeld völlig verunsichert nach den ganzen Prognosen der Experten. Ich glaube aber nicht, dass sich das jetzt negativ auf den Fußball auswirkt."


Toni Hofreiter (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Grüne im Bundestag in der Rheinischen Post):
"Ich halte es für absolut richtig, dass das Urteil so gefallen ist. Es gab weder einen Promi-Bonus noch einen Promi-Malus für Hoeneß. 27 Millionen Euro zu hinterziehen, ist kein Kavaliersdelikt. Hoeneß wird als Bayern-Präsident jetzt zurücktreten müssen."


Eberhard Gienger (ehemaliger Turn-Weltmeister und sportpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion):
"Auf der einen Seite dürfte es für Uli Hoeneß eine Erleichterung darstellen, die Thematik vom Leib zu haben. Andererseits musste er damit rechnen, dass es zu Konsequenzen kommt. Und die Konsequenzen sind die dreieinhalb Jahre. Es wird sich jetzt zeigen, ob das Urteil Bestand hat. Wenn es eine "Lex Hoeneß" gegeben hätte, wäre das eine Unterminierung des Rechts gewesen. Das kann nicht im Sinne des Rechtsstasts sein."

Renate Künast (Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschuss, Bündnis 90/Grüne): "Die Haftstrafe ohne Bewährung war unausweichlich. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das Gericht hat seine Aufgabe im Rechtsstaat erfüllt."

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