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Bundestrainer Joachim Löw wird offenbar das Gespräch mit Dortmunds Chefcoach Jürgen Klopp suchen. Damit sollen Unstimmigkeiten beseitigt werden.

Köln. Joachim Löw sucht das offene Gespräch mit Jürgen Klopp: Weil sich in den letzten Tagen das Verhältnis der beiden renommierten Fußballlehrer zunehmend angespannt hatte, geht der Bundestrainer in die Offensive.

Es war zu Unstimmigkeiten gekommen, nachdem BVB-Innenverteidiger Mats Hummels bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und die Färöer nur auf der Bank gesessen hatte. Klopp hatte sich darüber beklagt, dass immer wieder verstärkt Dortmunder Spieler in der Nationalmannschaft in die Kritik geraten.

Löw plant weiter mit Hummels

"Ich habe zuletzt immer wieder betont, dass Mats Hummels ein sehr guter Innenverteidiger ist, der in unseren Planungen eine wichtige Rolle einnimmt. Das weiß auch Jürgen Klopp, und sicher werden wir in den nächsten Wochen eine passende Gelegenheit finden, um uns in Ruhe auszutauschen", sagte Löw bild.de und Sport Bild Plus.

Klopp hatte sich über die Behandlung seiner Spieler in der Nationalmannschaft gewundert und Redebedarf mit Löw gesehen. "Ich glaube nicht, dass Löw ein Problem mit Borussia Dortmund hat. Aber es ist auch Tatsache: Wenn Fehler Namen kriegen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass es ein Borussia-Dortmund-Spieler ist", hatte der ehemalige Meistertrainer am Samstag bei Sky gesagt: "Ich habe mich damals bei Marcel Schmelzer ein wenig gewundert und jetzt bei Mats. Solche Dinge müssen dann auch mal aufgeklärt werden. Die Fehler beim Paraguay-Spiel stehen bis heute so da, als hätte die Mats alleine verbockt."

Löw froh über große Auswahl

Nach zwei individuellen Fehlern von Hummels beim 3:3 gegen die Südamerikaner Mitte August hatte Löw den Dortmunder gegen Österreich und auf den Färöern (jeweils 3:0) keine Minute eingesetzt. Vor einem Jahr hatte der DFB-Coach über Außenverteidiger Marcel Schmelzer gesagt, er müsse mit ihm mangels Alternativen "die nächsten zwei, drei, vier, fünf Monate weiterarbeiten". Löw selbst hatte die Aussagen kurz danach als "sehr unglücklich" relativiert.

Löw will sich einem Gedankenaustausch mit Klopp nicht verweigern. "Generell aber muss ein Trainer das Recht haben, die Dinge, die ihm nicht gefallen, anzusprechen, nur so können wir uns verbessern. In den Spielen gegen Österreich und die Färöer habe ich Jerome Boateng neben Per Mertesacker den Vorzug gegeben, weil ich der Meinung war, dass er sich aufgrund seiner konstant starken Leistungen in den letzten Monaten beim FC Bayern diese Chance verdient hat. Insgesamt ist es doch normal und positiv, dass in der Nationalmannschaft ein großer Konkurrenzkampf herrscht."

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