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In letzter Zeit musste sich der DFB immer öfter mit dem Thema Doping beschäftigen. Nun wird darüber beraten, ob es nicht auch Bluttests im Wettbewerb geben solle.

Frankfurt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die in dieser Saison eingeführten Blutkontrollen im Training möglichst bald auch auf den Wettkampfbetrieb ausweiten. Die endgültige Entscheidung soll laut Rainer Koch, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des DFB, im Herbst fallen.

Entscheidung wird demnächst folgen

"Wir haben schon auf der letzten Sitzung im März im gleichen Atemzug, mit dem wir Blutkontrollen im Training durch die NADA (Nationale Anti Doping Agentur, d. Red.) vorgeschlagen haben, über Bluttests bei den Wettkampfkontrollen diskutiert", sagte der frühere Nationalmannschaftsarzt Wilfried Kindermann der Sport Bild: "Es könnte vielleicht eine zeitliche Verzögerung geben, aber ich bin fest davon überzeugt, dass der DFB in Kürze die Blutkontrollen im Wettkampf einführen wird."

Doping ein Tabu-Thema im deutschen Fußball

In der aktuellen Saison soll die NADA 15 Prozent der ca. 500 Trainingskontrollen per Bluttest durchführen. Die Kontrollen im Wettkampf (1700 pro Saison) werden vom DFB selbst durchgeführt. Die Analyse der Proben erfolgt in einem durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) lizenzierten Labor.

Das Thema Doping gilt im deutschen Fußball als Tabu-Thema. Dem DFB wird vorgeworfen, dass er oft nur auf ausdrückliche Bitte handle und das Thema meistens lieber vermeide. Beim DFB wurden demnach mit der Einführung in den Jahren 1989/90 auch erst sehr spät die ersten Doping-Kontrollen im deutschen Fußball installiert.

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