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Die U21-Nationalmannschaft wird ihren Neustart nach der verpatzten EM in Israel ohne die Jungstars Julian Draxler und Mario Götze beginnen müssen.

Freiburg. Ohne Jungstars wie Mario Götze oder Julian Draxler macht sich die U21 auf den Weg zu Olympia 2016. Zumindest für die großen Turniere scheint nach der schwachen EM in Israel ein Umdenken aber möglich.

Abstellungs-Pflicht schwächt U21


Nein, an Mario Götze braucht Horst Hrubesch vorerst keinen Gedanken verschwenden. Auch nicht an Julian Draxler. Die neu formierte U21-Nationalmannschaft, sie muss den langen Weg zu Olympia 2016 ohne die Jungstars des deutschen Fußballs angehen. "Das sind Spieler, die zum A-Team gehören, und dabei bleibt es. Und wenn der Bundestrainer sich so festlegt, muss ich auch nicht darüber nachdenken", sagt Trainer-Rückkehrer Hrubesch über die Abstellungs-Problematik, die schon bei der schwachen EM für viel Wirbel gesorgt hatte.

Volle Unterstützung von Joachim Löw

In Israel waren die DFB-Junioren ohne Götze und Draxler, aber auch Ilkay Gündogan und André Schürrle schon nach der Vorrunde ausgeschieden. Und jetzt? Gibt es zumindest Hoffnung, dass es bei der EM 2015 anders kommen könnte. So wie 2009, als Deutschland mit Manuel Neuer, Mesut Özil und Sami Khedira in Schweden den Titel holte. "Da haben wir alle Spieler mitnehmen können und die volle Unterstützung von Joachim Löw bekommen. Das wird jetzt wieder so sein", so Hrubesch in der vergangenen Woche.

Bis zur Endrunde in Tschechien ist es zwar noch ein langer Weg und das letzte Wort nicht gesprochen. Vorsichtigen Grund zum Optimismus gibt es aber, denn auch Joachim Löw weiß um den Wert einer U21-EM. "Grundsätzlich bin ich immer daran interessiert, dass die Spieler so ein Turnier spielen können", sagt der Bundestrainer. 2009 sei das beste Beispiel gewesen: "Da haben die Spieler unglaublich von dem Titelgewinn profitiert. Ein Jahr später haben viele bei uns zum Stamm gehört."

Wichtige Bausteine werden oben bleiben

Sicher ist aber: Mindestens die Qualifikation wird Hrubesch ohne die Jungstars absolvieren müssen. "Es gibt einfach Spieler wie Ilkay Gündogan oder Mario Götze, die sind in der A-Nationalmannschaft angesiedelt", stellt Löw klar: "Die sind schon zwei Jahre dabei und wichtige Bausteine auf dem Weg zur WM 2014, vor allen Dingen aber auch für die Jahre danach. Diese Spieler werden oben bleiben."

Vor der EM 2015 wird sich ohnehin die Frage stellen, ob Götze und Co. in eine eingespielte U21 integriert werden können - und sollen. In Israel hatten sich die meisten Teams für diesen Weg entschieden, anders als Deutschland. Die Niederlande etwa reisten gleich mit zwölf Spielern mit A-Team-Erfahrung an und bezwangen das DFB-Team prompt mit 3:2. Schürrle oder Draxler gingen dagegen mit Löw auf USA-Reise, die der Bundestrainer zuletzt noch einmal verteidigte: "Diese Reise war keine Schnapsidee, sondern von langer Hand geplant. Uns war natürlich klar, dass es Überschneidungen geben kann."

Enge Verzahnung beider Mannschaften

Es wird spannend zu sehen, ob bis 2015 noch weitere Spieler den Sprung von der U21 ins A-Team schaffen. Als Kandidaten gelten Stürmer Kevin Volland (1899 Hoffenheim) oder Verteidiger Matthias Ginter (SC Freiburg), aber auch Gladbach-Torhüter Marc-André ter Stegen, der zuletzt den umgekehrten Weg gehen sollte, um internationale Spielpraxis zu sammeln.

Die Verzahnung beider Mannschaften bleibt eng, egal in welche Richtung. Denn auch Jungstars können auf dem Weg nach oben ins Stocken geraten. Und dann ist Hrubesch zur Stelle, so wie jüngst im Fall ter Stegen: "Die U21 soll auch Spielern helfen, sich zu stabilisieren", so Hrubesch: "Der lange Weg geht nicht immer nur bergauf."

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