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Der ehemalige DFB-Präsident empfindet keine Häme gegenüber Uli Hoeneß und wünscht ihm, aus der Steueraffäre herauszukommen. Dennoch rät er ihm zu einer Auszeit.

Frankfurt. Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger rät Uli Hoeneß im Zuge der Steueraffäre eine Auszeit nach der Saison zu nehmen. Vom ganzen Herzen wünsche er ihm, aus dieser Krise herauszukommen, dennoch habe der Präsident des FC Bayern München nicht nur einen Fehler, sondern eine kriminelle Handlung begangen.

Zwanziger: "Er sollte klug sein und ein Stück an die anderen denken"

Zwanziger empfindet "überhaupt keine Häme" gegenüber Bayern-Präsident Uli Hoeneß angesichts dessen Steueraffäre, rät ihm aber zu einer Auszeit nach einer möglichen Finalteilnahme des deutschen Meisters in der Champions League. "Bis zum Endspiel oder dem Empfang am nächsten Tag sollte er Bayern-Präsident bleiben. Auf die paar Wochen kommt es auch nicht an. Dann sollte er klug sein und ein Stück an die anderen denken", sagte Zwanziger in der TV-Sendung Sky90.

Zwanziger: "Es gab auch kritische Momente mit ihm"

Zwanziger betonte, er habe "mit Uli Hoeneß gute Zeiten verlebt. Aber in meinem Buch habe ich ihn so geschildert, wie ich ihn anders erlebt habe. Es gab auch kritische Momente mit ihm. Ich kann das nachfühlen und wünsche von ganzem Herzen, dass er da gut rauskommt."

Zudem sei es "eine Schweinerei, dass diese Selbstanzeige öffentlich wird. Ich war selbst mal Steuerinspektor und weiß, was das Steuergeheimnis für eine Rolle spielt."

Zwanziger: "Viele Menschen sind enttäuscht"

Trotzdem stellte Zwanziger klar, dass Hoeneß "auch viele Menschen, die sich ihm verbunden fühlen, enttäuscht. Das ist ein Verhalten, das man nicht bagatellisieren darf." Laut Zwanziger ist es "nicht nur ein Fehler, es ist schon eine kriminelle Handlung, die dort begangenen worden ist."

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