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Turbine Potsdam ist wieder ganz oben angelangt. Sie holten den DFB-Hallenpokal, stellten die beste Keeperin, Spielerin und Torschützin. Und das alles im „Wohnzimmer“ Magdeburg.

Magdeburg. Es war wieder soweit. Der Hallenpokal des DFB wurde in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ausgespielt. Mannschaften wie Bayer Leverkusen oder VfL Wolfsburg nahmen daran teil, um Ende einen Sieg von Turbine Potsdam bejubeln zu dürfen.

Fußballfest in Magdeburg

Alle Jahre wieder trifft sich die Elite des deutschen Frauenfußballs in Magdeburg. Alle Jahre wieder wird um den Hallenpokal gespielt. In diesem Jahr stand er unter dem Vorzeichen der drohenden Insolvenz des FCR 2001 Duisburg, doch dies sollte der Stimmung in der GETEC-Arena keinen Abbruch tun.

Einst kämpfte hier Stefan Kretzschmar mit dem SC Magdeburg, am Samstag waren es Martina Müller und Celia Okoyino da Mbabi. Um 10 Uhr begann der Tanz auf dem grünen Parkett. Ein Team nach dem anderen zauberte, trickste und dribbelte unter dem tosenden Beifall der 4.435 angereisten Schlachtenbummler in der ehemaligen Bördelandhalle.

Turbine auf Revanche ausgelegt

Spannung und Erstaunen lag in der Luft als es am Nachmittag in die K.O.-Spiele ging. Alle überragend und übertreffend war das Team von Turbine Potsdam. Sie ließen keinem Gegner eine Chance. Kamen sie auf das Feld stand die Halle voller Ehrfurcht still. Sie zogen, ohne ein Gegentor bei 19 eigenen Treffern, mühelos ins Viertelfinale ein.

Der Gegner dort hörte auf den eindrucksvollen Namen 1. FFC Frankfurt. Angepeitscht vom größten Fanblock in der Arena kämpften sie sich nach Rückstand auch hier eine Runde weiter, um im Halbfinale auf Bayer Leverkusen zu treffen. Gegen die Werkself oder besser gesagt Werksvier setzten sie sich klar durch. Der heißersehnte Hallenpokal war nur noch ein Sieg entfernt, noch einmal zwölf Minuten durchstehen und das blamable Aus aus dem vergangenen Jahr wäre vergessen.

Turbine siegt im „Wohnzimmer“

Das Finale absolvierten die beiden besten Mannschaften Deutschlands. Bei den Herren kämpfen sie mit dem Mittelmaß, doch bei den Frauen steht der VfL Wolfsburg ganz oben. So machten die „Wölfinnen“ und Turbine den Hallenpokalsieger unter sich. Die Frauen von Bernd Schröder unterstrichen ihren Anspruch die besten Deutschlands sein zu wollen und sicherten sich den DFB-Hallenpokal mit einem 2:1-Sieg.

Turbine war wieder dort, wo sie immer sein wollen. An der Sonnenseite, an der Spitze. In ihrem „Wohnzimmer“, wie Coach Schröder die Magdeburger Arena nennt, sind „wir alle zusammen“ und so war ein Sieg für die Fans umso verdienter. Zugleich adelte der 70-Jährige die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt: „Wenn wir im nächsten Jahr nicht wieder nach Magdeburg kommen, dann weiß ich nicht, wer die Entscheidungen trifft.“

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