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Nach der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitskonzepts drohen weitere, heftigere Fan-Proteste. Zudem könnte es zu einer Radikalisierung gemäßigter Gruppierungen kommen.

Frankfurt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch mit großer Mehrheit der Vereine der ersten und zweiten Bundesliga das neue Sicherheitskonzept verabschiedet. Viele Fan-Gruppen haben bereits Proteste gegen das Papier, das ab der kommenden Saison gültig sein wird, angekündigt. Sie warnen vor einer Radikalisierung gemäßigter Fans.

Auch Boykott eines Spieltags wird diskutiert

„Das Ergebnis ist sehr unschön. Ich gehe davon aus, dass es neue Proteste geben wird“, sagte Philipp Markhardt, Sprecher der Organisation „Pro Fans“: „Neue Stimmungsboykotte oder andere Aktionen könnten sich bis in den März hineinziehen. Auch der Boykott eines kompletten Spieltags ist eine Option.“

Markhardt betonte weiter: „Entweder Dialog von Anfang an, oder man lässt es gleich bleiben, allerdings werden wir uns nicht von Herrn Rauball ein Sicherheitspapier vor die Nase setzen lassen, das wir dann auch noch umsetzen sollen.“

Radikalisierung der Fans möglich

Jan-Henrik Gruszecki, Sprecher der Fan-Initiative „12:12“, warnt vor einer Radikalisierung der Fans durch das neue Konzept. „Mit dem Beschluss werden die Hardliner bestätigt, die sagen, wir müssen radikaler vorgehen. Das wäre das Dümmste, was passieren könnte“, so der Sprecher der Fan-Initiative „12:12“ in der Bild.

Auch Christian Brehm von Hannovers Fan-Dachverband „Rote Kurve“ könnte sich vorstellen, „dass das ein paar gemäßigte Fans radikalisiert“.

Das neue Sicherheitspapier sieht unter anderem mehr Videoüberwachung und strengere Kontrollen vor. Mit großer Mehrheit einigten sich die 36 Profivereine am Mittwoch auf das neue Konzept.

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