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Manfred Amerell tot in Wohnung aufgefunden

Der ehemalige Schiedsrichter wurde am Dienstagabend leblos in seiner Münchener Wohnung aufgefunden. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt.

München. Manfred Amerell ist am Dienstagabend im Alter von 65 Jahren gestorben. Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter und Schiedsrichtersprecher des DFB wurde leblos in seiner Wohnung in München aufgefunden. Über die Ursache des Todes ist derzeit noch nichts bekannt.

„Ermittlungen dauern noch an“

Weil sich vor dessen Tür seit Tagen Post stapelte, wurde die Polizei am Dienstagnachmittag zu Amerells Wohnung gerufen. „Wir haben unter dieser Adresse heute Nachmittag eine tote Person aufgefunden. Ermittlungen zur Todesursache dauern noch an“, teilte ein Polizeisprecher der Bild mit.

Amerell war von 1986 bis 1994 als Schiedsrichter in der Bundesliga aktiv und leitete 66 Spiele im deutschen Oberhaus, bevor er als Funktionär zum DFB wechselte.

Es gab Suizidgedanken

Im Februar 2010 schrieb der Münchener im Zuge einer Sexual-Affäre Negativschlagzeilen. Der damalige Bundesligareferee Michael Kempter warf Amerell vor, sich ihm in sexueller Absicht genähert zu haben. Der ehemalige Hotelier wies die Handlungen nicht von sich, erklärte aber, dass man in gegenseitigem Einvernehmen gehandelt habe.

Was folgte, war eine Monate andauernde Schlammschlacht und der Gang vor das Stuttgarter Oberlandesgericht, der am 7. Dezember 2011 mit einem Vergleich endete. Amerell äußerte laut Welt-Informationen schon damals Suizidgedanken. In Gedanken habe er „schon an der Bahnsteigkante gestanden“, hieß es. Nach einem medialen Spießrutenlauf habe er sich gefragt, „wie das Leben weitergehen soll“.

 

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