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Ein Amateurspieler wurde nach einem Foul an einen Gegenspieler zu Schmerzensgeld und Schadenersatz verurteilt, was nun in zweiter Instanz bestätigt wurde.

Dortmund. Der DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch, zuständig für Recht- und Satzungsfragen, hat gegenüber dfb.de nach einem Urteil gegen einen Amateurfußballer aus Dortmund Entwarnung gegeben: „Die rechtliche Situation hat sich nicht verändert.“ Ein Kreisligaspieler war nach einem Foul zu 50000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz verurteilt worden.

Keine Lawine von Urteilen befürchtet

Das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm, das das Urteil des Landgerichts Dortmund in zweiter Instanz bestätigte, sorgte für Aufsehen im Amateurfußball. Der Angeklagte hatte seinen Gegenspieler so schwer am Knie verletzt, dass dieser seinem Beruf als Maler und Lackierer nicht mehr nachgehen konnte.

Nach Meinung von DFB-Vize Koch wird das Gerichtsurteil keine Lawine von Urteilen auslösen. Nicht jeder Regelverstoß führe zu einer Schadensersatzverpflichtung. Ausschlaggebend sei, „ob eine besonders schwerwiegende, grob fahrlässige oder sogar vorsätzliche Regelwidrigkeit“ vorliege, so Koch. „Das Gericht prüft also, ob die Grenze zwischen noch gerechtfertigter Härte und grobem, das heißt nicht mehr hinnehmbarem Regelverstoß überschritten ist.“  Vor Gericht müsse das Überschreiten dieser Grenze durch den Kläger bewiesen werden: „Das ist in der Praxis oft schwierig.“

Generell habe, „wer fair spielt, wenig zu befürchten“, so Koch weiter. Versicherungen würden gegen die meisten Haftungsfälle schützen. Jedoch: „Gegen vorsätzliche Verletzungen des Gegenspielers gibt es allerdings keinen Schutz. Den hätte der Täter aber auch nicht verdient.“

EURE MEINUNG: Ist die Strafe gerechtfertigt?

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