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Annike Krahn ist deutsche Nationalspielerin und bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Auch bei den Damen steckt viel Geld im Team, Ibrahimovic sieht sie aber nicht oft.

Halle/Saale. Immer wieder steht Paris Saint-Germain im Mittelpunkt. Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva sind die Stars der Ligue-Un-Klubs und sollen die Champions League in Aufruhr versetzen. Eine ähnliche Aufgabe haben auch die Pariser Frauen. Mittendrin die deutsche Nationalspielerin Annike Krahn.

Von Duisburg ins ambitionierte Paris

Krahn, ehemals beim FCR Duisburg unter Vertrag, spielt seit dem Sommer in Frankreichs Hauptstadt. Nicht nur in die Stars der Herrenmannschaft wurde sehr viel Geld gepumpt. Mit einem Etat zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro ist die Frauenmannschaft von Paris Saint-Germain zwar weit hinter dem Team der Männer, doch im Vergleich zu anderen Spitzenklubs ganz oben dabei. Und auch die Spielerinnen sind nicht unbekannt. Unter anderem wurden im Sommer Linda Bresonik und eben Annike Krahn verpflichtet.

In der deutschen Frauenbundesliga sind die Frauen, ähnlich wie bei Regionalligisten im Herrenbereich, zum Teil bei Sponsoren angestellt oder gehen neben dem Spitzensport noch einer Berufstätigkeit nach. In Paris ist dies seit diesem Jahr nicht mehr so. Alle Spielerinnen sind Profis und der neue Trainer Farid Benstiti soll, wie er es auch in Lyon getan hat, ein wahres Spitzenteam formen. Der Druck von der Vereinsspitze auf die Mannschaft scheint groß zu sein, doch dies sei gar nicht so, auch wenn der Verein durch die Gelder, die reingesteckt werden, „mit einer anderen Erwartungshaltung rangeht. Aber jeder im Kader möchte professionell arbeiten und ist ehrgeizig genug“, so Annike Krahn gegenüber Goal.com.



„Habe Ibra einmal beim Essen getroffen“

Vom klammen Duisburg ging die Abwehrspielerin zum finanzstarken Paris. Zu den Beweggründen zählte sie auch ganz klar die Bedingungen, weniger die finanziellen als viel mehr das Konzept. So sei Geld ein Vorteil, „aber das meiste Geld bringt dann auch nichts, wenn man nicht die Strukturen hat oder kein sportliches Konzept dahinter steht. Aber es erleichtert es schon ein bisschen, wenn ich das Konzept habe und es mit ein bisschen mehr Geld auch umsetzen kann.“ So verwundert es auch nicht, dass das Ziel mit „Platz zwei“ ausgegeben ist.

Für die Herren soll der Meistertitel und möglichst auch eine weite Reise in Europa ein Ziel sein. Die französischen Medien verfolgen den Star Ibrahimovic, belagern teilweise die Trainingsstätte. Davon kann bei den Damen keine Rede sein, wie Krahn Goal.com verriet: „Eigentlich bekomme ich davon nichts mit. Ich habe ihn nur einmal beim Essen getroffen.“

Länderspiel gegen Frankreich

Vielleicht sieht sie ihn nach ihrer Rückkehr nach Frankreich öfter. In diesen Tagen weilt sie mit der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen in Leipzig, um am Donnerstag im benachbarten Halle/Saale im Prestigeduell auf Frankreich zu treffen.

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