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Die Saison in der Regionalliga Nordost ist inzwischen neun Spieltage alt und RB Leipzig spielt wie erwartet um den Aufstieg mit. Es gibt aber auch keinen echten Konkurrenten.

Leipzig. Der Traum von der Bundesliga wird wieder genährt bei RB Leipzig. Ralf Rangnick hat es zuletzt erst wieder unterstrichen und die „Roten Bullen“ von Alexander Zorniger marschieren, aber auch ohne einen ernstzunehmenden Stier von einem anderen Feld.

Gegen Hertha lieber in der Bundesliga

Es ist nunmehr schon das dritte Jahr in der vierten Liga der Republik, statt auf dem Rasen von Karlsruhe oder Stuttgart trampeln die Bullen auf den Äckern von Neustrelitz und Rathenow herum. Am Samstag kam es zu einem Duell, welches die Bullen lieber gegen die erste Mannschaft des Gegners und noch lieber in der Bundesliga absolviert hätten. Die Leipziger empfingen die jungen Kicker von Hertha BSC II. Erwartet wurde im Vorfeld eine aufregende und torreiche Partie, doch es endete nur 2:0. Die Gastgeber hatten Großchance um Großchance, trafen aber den Kasten der Gäste nicht.

Und so war es in den letzten Jahren auch, sie ließen die Großchancen zum Aufstieg ungenutzt, weil es in den wichtigen Spielen keine Siege, sondern nur Punktverluste oder gar Niederlagen setzte. In dieser Spielzeit wäre alles andere als die Meisterschaft in der Regionalliga eine enorme Enttäuschung, denn es gibt keine echte Konkurrenz. Hinter Tabellenführer Leipzig finden sich der Drittliga-Absteiger aus Jena und der Beinahe-Absteiger der letzten Saison aus Magdeburg wieder. Die Letztgenannten haben den Abstieg nur durch die DFB-Reform verhindert.



„Ihr könnt uns treffen, wo ihr wollt, wir sind die stärkeren Einzelspieler“

Wieder zurück zu den Bullen: Sie sind ungeschlagen, doch sie zeigten in manch knappen Spielen nur so viel, wie sie auch wirklich mussten. Im Sachsenpokal reichte ein mageres 1:0 gegen den Landesligisten SV Einheit Kamenz, gegen den damaligen Tabellennachbarn Auerbach reichte es ebenfalls nur knapp zu einem 4:3-Sieg für die Leipziger, gegen den Chaosklub aus Plauen langte es gar nur zu einem 1:1-Remis.

Auch wenn sie ungeschlagen sind und nur zweimal einen Punktverlust hinnehmen mussten, wird es aller Voraussicht nach zum Meistertitel reichen. Doch dann kommt die Relegation und da kann der Gegner plötzlich Bayern München heißen. Zwar wäre es nur die Mannschaft von Mehmet Scholl, doch in den wichtigen Spielen überzeugte die Zorniger-Elf nicht. Für solch ein Spiel braucht es „mehr Robustheit“, wie der Chef-Bulle schon nach der Partie gegen Auerbach feststellte: „Die Körpersprache muss dem Gegner klar machen: Ihr könnt uns treffen, wo ihr wollt, wir sind die stärkeren Einzelspieler und die bessere Mannschaft.“ Wenn nicht, drohen wieder die Äcker von Neustrelitz und Rathenow.

EURE MEINUNG: Schaffen es die Leipziger in dieser Saison, den nächsten Schritt Richtung Bundesliga zu machen?
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