DFB sagt Pyrotechnik den Kampf an

Spitzengespräch zwischen DFB und DFL: Gutachten beendet Diskussion um Legalisierung von Pyrotechnik.

Von Felix Landmesser

Dynamo-Fans benahmen sich in Dortmund daneben
Getty Images
Frankfurt. Die Verbannung von Pyrotechnik aus deutschen Fußballstadien, die konsequente Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz und die Gründung einer „Task Force Sicherheit“ – DFB und Ligaverband wollen von nun an hart durchgreifen, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Zudem soll die Präventionsarbeit mit Vereinen und Fanprojekten fortgesetzt werden.

Keine Legalisierung von Pyrotechnik

Ein vom DFB in Auftrag gegebenes undabhängiges Rechtsgutachten bestätigte das Verbot von Pyrotechnik. So heißt es im Gutachten: „Die Verwendung von Pyrotechnik in Fußballstadien durch Besucher/Fangruppen ist auf Grundlage des geltenden Rechts ausgeschlossen. Anträge auf Zulassung von Pyrotechnik durch Besucher/Fangruppen sind zwingend durch die für den Brandschutz zuständige Behörde abzulehnen.“

Dynamo Dresden soll aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen werden

DFB-Generalsekretär Niersbach erklärte dazu: „Nicht nur die staatlichen Stellen und Behörden, sondern auch FIFA und UEFA untersagen den Einsatz von Pyrotechnik. Oberste Priorität hat die Verantwortung für die Sicherheit aller Zuschauer. Es ist unstrittig, dass Feuerwerkskörper eine Gefahr für Leib und Leben darstellen.“ Damit sei die Zulassung von Pyrotechnik rechtswidrig und verstoße gegen die gültige Gesetzeslage.

Gründung einer „Task Force Sicherheit“

Zusätzlich wollen DFB und DFL die Einrichtung einer gemeinsamen „Task Force Sicherheit“ mit Vertretern aus Politik, Justiz, Polizei und Fußballverbänden sowie der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) beim Runden Tisch im Bundesinnenministerium Mitte November vorschlagen, um in Zusammenarbeit mit der DFB-Kommission „Prävention und Sicherheit“ konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit zu bestimmen.

Ausschreitungen in Dortmund als Auslöser

Das Gespräch war nach dem Pokalspiel in Dortmund angesetzt worden, als Anhänger von Dynamo Dresden wiederholt Bengalische Feuer sowie Rauch- und Knallkörper gezündet hatten und es zu Auseinandersetzungen mit Ordnern und der Polizei kam. Daraufhin beantragte der DFB-Kontrollausschuss den Ausschluss des Zweitligisten aus dem DFB-Pokal für die kommende Saison 2012/13. Borussia Dortmund muss wegen mangelnder Kontrollen am Stadioneingang mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro rechnen.

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