Spielbericht Bundesliga: SC Freiburg – Schalke 04

Ein torloses Unentschieden der besseren Sorte erlebten 24 000 Fans im ausverkauften Badenova-Stadion in Freiburg. Die Freiburger dürften mit der Punkteteilung durchaus zufrieden sein, während Felix Magath nach dem Schlusspfiff viel Grund zum Ärgern hatte.

Farfan traf gegen M'gladbach vom Elfer (firo)
(erb) Freiburg. Zwei Aluminiumtreffer, ein nicht gegebenes Tor – es gab einige Aufreger in den neunzig Minuten, die trotz der Bemühungen beider Teams torlos endeten.

Personal & Taktik

Schalke spielte wieder mit dem bewährten 4-5-1, wobei Felix Magath Jefferson Farfan zunächst auf die Bank versetze, weil der Mittelfeldmann unter der Woche verschnupft war und mit Fieber kämpfte.

Der Freiburger Coach Robin Dutt zog wieder Mal sein 4-4-2 vor mit den beiden Spitzen Idrissou und Cissé. Offensichtlich vertraute er darauf, dass dem Sturmduo, das bislang durchaus gut Ansätze zeigte, endlich der Knoten platzt.

Spielverlauf 1. Hälfte

Die Breisgauer begannen wie die Feuerwehr und schafften es, die Schalker in den ersten zwanzig Minuten hinten einzuschnüren. Torgefahr ging vom SC allerdings trotzdem nicht aus, das sie sich zumeist zu umständlich anstellten. Das erste Ausrufezeichen der Partie setzte dann aber Kevin Kuranyi, der eine Flanke von Baumjohann in der 33. Minute an den Pfosten setzte. Dafür revanchierte sich Idrissou nach einem Freistoß in der 44. Minute mit einem herrlichen Kopfball an die Latte.

Spielverlauf 2. Hälfte

Königsblau kam wesentlich agiler aus der Kabine und machte mit dem SC das, was ihnen selbst in der ersten Halbzeit widerfahren war. Schon in der 48. Minute gab es die (vermeintliche) Belohnung: Einen Freistoß von Rechts köpfte Marcello Bordon an die Unterkante der Latte. Das Leder sprang auf's Grün, und Freiburgs Pouplin griff sich den Ball. Tor? Kein Tor? Für Schiedsrichter Jochen Drees war es wohl kaum zu sehen, der Linienrichter hätte es sehen können – und entschied sich gegen Schalke. Kein Tor, aber unter dem Strich die Schlüsselszene des Spiels, über die noch viel diskutiert werden wird. Als wäre den Freiburgern die Entscheidung peinlich gewesen, passte Schuster in der 64. Minute völlig unbedrängt auf Kevin Kuranyi, der sofort auf's leere Tor loszog und nicht am Torschuss gehindert werden konnte. Allerdings verzog der Torjäger knapp. Gegen Ende verflachte das Spiel ein wenig, die Höhepunkte bestanden aus gelben Karten, sodass ein torloses Unentschieden die logische Folge war.

Schlüsselspieler

Wie wichtig Jefferson Farfan für den Schalker Offensivgeist ist, zeigte sich in diesem Spiel deutlich. Obwohl sein Ersatz Baumjohann in der ersten Halbzeit stets bemüht war, war er längst kein vollwertiger Ersatz.

Mo Idrissou sorgte in der ersten Hälfte einige Male für Offensivwirbel. Sein Lattentreffer in der 41. Minute hätte dem SC sehr gut getan. Aber eben, hätte, wenn und aber – er blieb wieder einmal torlos.

Spieler des Spiels

Jefferson Farfan war unter der Woche zwar fiebergeplagt, doch mit seiner Einwechslung kam mächtig Schwung in den Schalker Angriff.

Schlüsselszene

In der 48. Minute fand ein Freistoß von Lukas Schmitz Marcello Bordons Kopf. Der Schalker produzierte ein veritables Wembley-Tor, das vom Schiedsrichtergespann jedoch nicht gegeben wurde. Ein Fehlentscheid, wie sich im Nachhinein herausstellte, der Schalke um den Sieg brachte.

Schiedsrichter – Note: 7

Alles in Allem hatte Schiedsrichter Drees keine Probleme mit dem Spiel. Trotzdem hat er es mit seiner Fehlentscheiung mitentschieden.

Spielnote: 7

Es war ein 0:0 der unterhaltsameren Art. Beide Teams lebten – Freiburg vor allem in Hälfte eins, Schalke in Hälfte zwei. Wäre das aberkannte Tor nicht gewesen, man könnte von einer gerechten Punkteteilung mit Vorteilen für Königsblau sprechen.

Das Spiel in der goal.com-Statistik


 
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