DFB unterstützt Ermittlungen im Wettskandal

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wollen bei der Aufklärung des aktuellen Wettskandals helfen, wo es nur möglich ist. Das teilte der DFB am Freitag in einer offiziellen Pressemitteilung mit.

Schmuck: DFB Deutscher Fußball Bund (AFP)
(dw) Frankfurt. Der Meldung nach hieß es: „Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Ligaverband werden alles unternehmen, um zu einer lückenlosen Aufklärung der aktuellen Manipulationsverdächtigungen im Fußball beizutragen. Bei den laufenden strafrechtlichen Ermittlungen können die UEFA und die Staatsanwaltschaft Bochum deshalb auf die uneingeschränkte Unterstützung von DFB und Ligaverband zählen.“ Der DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger fügte hinzu: „Wir sind froh, dass die staatlichen Behörden mit hoher Kompetenz und der gebotenen Ernsthaftigkeit allen Verdachtsmomenten nachgehen. Da es sich um strafrechtlich relevante Taten handeln könnte, ist die Staatsanwaltschaft Bochum Herr des Verfahrens. Wir sind ihr sehr dankbar für ihre engagierte Arbeit und sie genießt unser volles Vertrauen.“

„Alles tun für sauberen Wettbewerb“

Und der Liga-Boss Dr. Reinhard Rauball bestätigte: „Auch wenn der deutsche Profi-Fußball nur partiell betroffen ist, werden Ligaverband und DFL die Aufklärungsarbeit vollumfänglich unterstützen. Wir sind dem Fan schuldig, dass wir alles in unserer Macht stehende tun, um einen sauberen Wettbewerb zu gewährleisten. Zunächst gilt aber auch hier die Unschuldsvermutung. Aber klar ist: Wir können nicht dulden, dass auch nur ein einziges Spiel manipuliert ist.“ Zu den möglichen Konsequenzen teilte der DFB mit: „Als Konsequenz aus dem Manipulations-Fall Hoyzer wurden dafür bereits 2005 vom Verband die nötigen Voraussetzungen geschaffen. In den Statuten ist unter anderem klar geregelt, dass für den Fall tatsächlicher Spielmanipulationen nach Abschluss einer Spielzeit keine Einsprüche mit dem Ziel der Spielumwertung und Spielwiederholungen mehr möglich wären.“

„Es gibt keine 100-Prozentige Sicherheit“

Außerdem drohte Zwanziger den Übeltätern: „Die Gerichte sind für uns eine Hilfe im Kampf um einen sauberen Wettbewerb. Es ist gut, wenn sie konsequent durchgreifen. Sollten dabei Trainer, Schiedsrichter oder Spieler überführt werden, wird der deutsche Fußball mit derselben Konsequenz alle Mittel der Sportgerichtsbarkeit ausschöpfen.“ Und Dr. Rauball erklärte, dass man bereits auf diesem Gebiet aktiv sei: „Seit 2005 betreiben DFB und Liga in enger Abstimmung das System zur bestmöglichen Überwachung des Wettmarktes, um Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen. Bis zum heutigen Tagen haben wir dennoch keine Warnmeldung erhalten. Wir werden daher in dieser Hinsicht unsere Anstrengungen forcieren, obwohl es keine 100-prozentige Sicherheit geben kann.“ Man darf gespannt sein, was da in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten noch alles passieren wird.

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