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Vorschau Bundesliga: Hertha BSC Berlin - SC Freiburg
Im Kellerduell gibt es verschiedene Vorzeichen: Wären die Hertha bisher klar unter ihren Erwartungen blieb, konnte Freiburg in den meisten Spielen mithalten. Am Ende stehen aber beide Teams mit zu wenig Punkten nach den ersten fünf Spieltagen da.
(rr) Berlin. Von der erfolgreichen letztjährigen Saison
ist bei Hertha BSC nicht mehr viel übrig. Die Euphorie ist verflogen, selbst
Trainer Favre ist nicht mehr unumstritten. Ausgerechnet jetzt kommt mit
Freiburg ein Gegner, den man eigentlich schlagen muss. Das liegt der Alten Dame
bekanntlich gar nicht…
PERSONAL & TAKTIK
Die dünne Personaldecke bei Lucien Favre entspannt sich etwas. Mit Adrian
Ramos debütierte in der Europa-League gegen Ventspils der Stürmer, der kurz vor
Transferfrist verpflichtet wurde. Verzichten muss der Schweizer auf jeden Fall
auf Stammkeeper Jaroslav Drobny, der sich einen Faserriss zuzog. Für ihn rückt
Sascha Burchert in die Mannschaft.
Etwas weniger Personalprobleme hat Favres Gegenüber Robin Dutt. Der Aufstiegstrainer kann seine Wunschelf aufbieten und vertraut dabei wieder auf das klassische 4-4-2. Im Sturm werden dieses Mal wieder Bechmann und Idrissou agieren, Schuster erhält im Mittelfeld wieder die Chance.
FORMKURVE &
AUSGANGSLAGE
Hertha BSC taumelt vor sich hin und blamierte sich auch unter der Woche
gegen Ventspils. Der europäische Auftritt, der eigentlich zum Selbstvertrauen
holen da war, entpuppte sich als Trauerspiel. Das 1:1 war der negative
Höhepunkt der letzten, extrem schwachen Wochen der Hauptstädter.
Der SC Freiburg kann mit den ersten Begegnungen in der Bundesliga eigentlich zufrieden sein, wenngleich man besonders zu Hause wichtige Punkte liegen ließ. In der Fremde läuft es dagegen, wie der 1:0-Erfolg bei Schalke zeigt, gut.
DER DIREKTE VERGLEICH
Das letzte Aufeinandertreffen gab es in der Saison 2004/2005, als die Berliner
einen 3:1-Heimerfolg im Olympiastadion feierten. Hertha gewann 13 der letzten
16 Heimspiele, der SC Freiburg verlor acht der letzten neun
Bundesliga-Auswärtsspiele.
DIE SCHLÜSSELSPIELER
Bei Hertha BSC Berlin richten sich alle Blicke auf die kolumbianische
Neuerwerbung Ramos. Der schlaksige Angreifer soll die Sturmprobleme, die auch
Wichniarek bei seiner zweiten Ära an der Spree nicht beheben konnte, endgültig
lösen. Vertrauen darf Favre auch wieder auf Kacar, der nach seiner Verletzung
wieder fit sein dürfte.
Bei Freiburg baut Robin Dutt auf eine extrem spielstarke Mannschaft, die besonders im zentralen Mittelfeld ihren Ausgang finden soll. Mit Julian Schuster dürfte einer der Aufstiegsgaranten seine Form wiederfinden.
DAS DUELL DES SPIELS
Die Innenverteidigung der Berliner muss höllisch auf der Hut vor dem gefährlichen Angriffsduo der Braisgauer sein. Idrissou und Bechmann sind nicht die Topstürmer der Liga, doch durch ihre laufintensive und kampfstarke Spielweise können sie jede Abwehr in Verlegenheit bringen. Besonders Bengtsson muss sich steigern, zuletzt konnte er seine Bundesligatauglichkeit noch nicht unter Beweis stellen.
AUFGESPIESST
Pavel Krmas (Verteidiger Freiburg): „Wir können viel darüber reden, wie der Gegner vielleicht spielt oder was wir tun sollten – letztlich wird das Spiel auf dem Platz entschieden und von daher wissen wir am Sonntag, um viertel nach Sieben, mehr. Wir fahren auf jeden Fall dorthin und versuchen, zu gewinnen. Das ist in jedem Spiel unser Ziel.“
Maximilian Nicu nach der Blamage gegen Ventspils (Hertha): „Ich denke, wir waren uns heute selbst im Weg, haben es uns unnötig schwer gemacht.“
DIE PROGNOSE
Hertha BSC Berlin braucht die Punkte gegen Freiburg, mehr als ein Zähler wird
dabei aber nicht herausschauen. Zu behäbig, zu langsam ist das Spiel der
Berliner gegen schnelle und spielstarke Freiburger. Am Ende gibt’s ein
leistungsgerechtes 1:1.
Eure Meinung: Wie geht das Spiel zwischen Hertha und Freiburg aus?
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