|
|
Marvin Compper EXKLUSIV (Teil 2): „Es hat sich extrem viel verändert“
Der Anschluss ist geschafft. Dank eines souveränen 3:0-Heimsiegs gegen Bochum am letzten Wochenende steht 1899 Hoffenheim in der Tabelle ordentlich da. Punktgleich mit Werder Bremen und den Bayern liegt die TSG auf Rang sieben, die Tabellenspitze ist in Sichtweite. Auch Innenverteidiger Marvin Compper, um den es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden war, trug sich gegen den VfL in die Torschützenliste ein. Im zweiteiligen EXKLUSIV-Interview mit Goal.com nimmt der ehemaliger Gladbacher Stellung: zu seine Stärken und Schwächen, was ihn an Nemanja Vidic fasziniert und seinen persönlichen Ziele.
Ein Interview von Falko BLÖDING
Hier: Exklusiv-Interview mit Marvin Compper (Teil 1): „Uns fehlt noch der Killerinstinkt“
Hoffenheim. Marvin Compper stammt ursprünglich aus der Jugend des VfB Stuttgart. Von dort wechselte der Linksfuß 2003 zu Borussia Mönchengladbach. Über die zweite Mannschaft stieß Compper schließlich im Sommer 2005 zu den Profis. Obwohl dem elfmaligen U20-Nationalspieler der Ruf voraus eilte, riesiges Talent zu besitzen, schaffte er bei den Fohlen nie den Durchbruch.
Im Januar 2008 entschied sich der gelernte Linksverteidiger zu einem Neuanfang. Der damalige ambitionierte Zweitligist 1899 Hoffenheim verpflichtete Compper und er sicherte sich auf Anhieb einen Stammplatz in der Defensiv-Zentrale. Sein steiler Aufstieg begann, gut zehn Monate später war er deutscher Nationalspieler.

Was hat sich in den letzten eineinhalb Jahren im Umfeld des Vereins getan? Ist das noch vergleichbar mit dem, was bei ihrer Ankunft hier los war?
Marvin Compper: Das Medieninteresse ist natürlich viel größer. Was sich aber außerdem extrem verändert hat, ist das Fanaufkommen. Wenn ich überlege, wie viele Fans damals zum Training kamen und wie viele es heute sind, ist das nicht zu vergleichen. Immer wieder sind Fußballschulen und Schulkassen zu Gast. Die Entwicklung ist sehr positiv.
Als Ihre Stärken gelten vor allem das Stellungsspiel und die Spieleröffnung. Sehen sie das auch so? Woran müssen sie noch arbeiten?
Marvin Compper: Das sehe ich ähnlich, auch meine Schnelligkeit und das taktische Spiel zählen zu den Stärken. Beim Zweikampfverhalten muss ich mich noch verbessern und konsequenter sein. Da muss ich kompromissloser zu Werke gehen.
Sie haben einmal Zinedine Zidane als Ihr Vorbild bezeichnet. Dabei spielte der ja auf einer völlig anderen Position. Bei welchem Innenverteidiger geraten sie ins Schwärmen?
Marvin Compper: Da gibt es jetzt nicht einen Verteidiger, bei dem ich sämtliche Eigenschaften schätze. Vielmehr ist es so, dass ich bei einzelnen bestimmte Fähigkeiten bewundere. Um ein Beispiel zu nennen: Bei Nemanja Vidic [Abwehrspieler von Manchester United, Anmerkung d. Red] imponiert mir seine Zweikampfstärke, dieses Immer-am-Gegenspieler-dranbleiben und ihn zu knacken. Generell schaue ich mir diese Topspieler an, und versuche, Sachen zu übernehmen. Es gibt ja einen Grund, warum diese Spieler auf dem höchsten Niveau spielen. Da will ich eines Tages auch hinkommen.
Ihr erstes Bundesligator gelang ihnen vor einem Jahr in Bremen. Es war das verrückteste Spiel der Saison, am Ende gewann Werder glücklich mit 5:4. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Partie?
Marvin Compper: Wir sind damals schlecht gestartet und lagen nach einer halben Stunde schon mit 1:4 zurück. Dann stand es 3:4 und ich habe zum 4:4 ausgeglichen. Das Spiel kippte, denn Bremen kassierte auch noch einen Platzverweis. Trotzdem haben wir am Ende zwei Konter kassiert, weil wir uns einfach zu blauäugig verhalten haben. Beim ersten hatten wir noch Glück, aber den zweiten hat Mesut Özil versenkt. Das Spiel hat sehr gut gezeigt, welche Qualitäten wir im Spiel nach vorne haben, aber auch, was passiert, wenn wir nicht als Team verteidigen. Ich muss sagen, dass wir da einen Schritt nach vorn gemacht haben. Besonders zu Hause steht unsere Defensive in dieser Saison sehr gut.

Ihr Vertrag in Hoffenheim läuft noch bis 2011. Welche persönlichen Ziele haben sie für den weiteren Verlauf ihrer Karriere?
Marvin Compper: Ich möchte auf jeden Fall irgendwann im Ausland spielen. Spanien oder England, das wäre sehr interessant. Mein großer Wunsch ist es, dass wir mit Hoffenheim international spielen. Wenn nicht in diesem Jahr, dann eben im nächsten.
Abschließend noch ein Frage fernab vom sportlichen: Hoffenheim ist ja nicht als Metropole bekannt. Wo wohnt denn die Mehrheit der Spieler? Schon vor Ort, oder doch eher in der Großstadt Heidelberg?
Marvin Compper: Naja, Heidelberg ist eher eine Studentenstadt, als eine Großstadt. Aber dort wohnt die Mehrheit, einfach weil man dort viel mehr Möglichkeiten hat, etwas zu unternehmen. Da gibt es Restaurants, Kinos und so weiter. Man muss ja auch berücksichtigen, wo die Spieler herkommen, die hier spielen. Joe Simunic war zum Beispiel lange Zeit in Berlin, da ist es klar, dass er in der nächstgrößeren Stadt wohnt, wenn er in die ländliche Idylle wechselt.
Schon gelesen? Marvin Compper im Goal.com-Portrait
HIER findet Ihr Teil eins unseres Interviews.
Die Goal.com-Fotostrecke zu Marvin Compper
Hier: Exklusiv-Interview mit Marvin Compper (Teil 1): „Uns fehlt noch der Killerinstinkt“
Hoffenheim. Marvin Compper stammt ursprünglich aus der Jugend des VfB Stuttgart. Von dort wechselte der Linksfuß 2003 zu Borussia Mönchengladbach. Über die zweite Mannschaft stieß Compper schließlich im Sommer 2005 zu den Profis. Obwohl dem elfmaligen U20-Nationalspieler der Ruf voraus eilte, riesiges Talent zu besitzen, schaffte er bei den Fohlen nie den Durchbruch.
Im Januar 2008 entschied sich der gelernte Linksverteidiger zu einem Neuanfang. Der damalige ambitionierte Zweitligist 1899 Hoffenheim verpflichtete Compper und er sicherte sich auf Anhieb einen Stammplatz in der Defensiv-Zentrale. Sein steiler Aufstieg begann, gut zehn Monate später war er deutscher Nationalspieler.

Was hat sich in den letzten eineinhalb Jahren im Umfeld des Vereins getan? Ist das noch vergleichbar mit dem, was bei ihrer Ankunft hier los war?
Marvin Compper: Das Medieninteresse ist natürlich viel größer. Was sich aber außerdem extrem verändert hat, ist das Fanaufkommen. Wenn ich überlege, wie viele Fans damals zum Training kamen und wie viele es heute sind, ist das nicht zu vergleichen. Immer wieder sind Fußballschulen und Schulkassen zu Gast. Die Entwicklung ist sehr positiv.
Als Ihre Stärken gelten vor allem das Stellungsspiel und die Spieleröffnung. Sehen sie das auch so? Woran müssen sie noch arbeiten?
Marvin Compper: Das sehe ich ähnlich, auch meine Schnelligkeit und das taktische Spiel zählen zu den Stärken. Beim Zweikampfverhalten muss ich mich noch verbessern und konsequenter sein. Da muss ich kompromissloser zu Werke gehen.
„Vidic' Zweikampfstärke ist imposant“
Sie haben einmal Zinedine Zidane als Ihr Vorbild bezeichnet. Dabei spielte der ja auf einer völlig anderen Position. Bei welchem Innenverteidiger geraten sie ins Schwärmen?
Marvin Compper: Da gibt es jetzt nicht einen Verteidiger, bei dem ich sämtliche Eigenschaften schätze. Vielmehr ist es so, dass ich bei einzelnen bestimmte Fähigkeiten bewundere. Um ein Beispiel zu nennen: Bei Nemanja Vidic [Abwehrspieler von Manchester United, Anmerkung d. Red] imponiert mir seine Zweikampfstärke, dieses Immer-am-Gegenspieler-dranbleiben und ihn zu knacken. Generell schaue ich mir diese Topspieler an, und versuche, Sachen zu übernehmen. Es gibt ja einen Grund, warum diese Spieler auf dem höchsten Niveau spielen. Da will ich eines Tages auch hinkommen.
Ihr erstes Bundesligator gelang ihnen vor einem Jahr in Bremen. Es war das verrückteste Spiel der Saison, am Ende gewann Werder glücklich mit 5:4. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Partie?
Marvin Compper: Wir sind damals schlecht gestartet und lagen nach einer halben Stunde schon mit 1:4 zurück. Dann stand es 3:4 und ich habe zum 4:4 ausgeglichen. Das Spiel kippte, denn Bremen kassierte auch noch einen Platzverweis. Trotzdem haben wir am Ende zwei Konter kassiert, weil wir uns einfach zu blauäugig verhalten haben. Beim ersten hatten wir noch Glück, aber den zweiten hat Mesut Özil versenkt. Das Spiel hat sehr gut gezeigt, welche Qualitäten wir im Spiel nach vorne haben, aber auch, was passiert, wenn wir nicht als Team verteidigen. Ich muss sagen, dass wir da einen Schritt nach vorn gemacht haben. Besonders zu Hause steht unsere Defensive in dieser Saison sehr gut.

„Spanien und England sind reizvoll“
Ihr Vertrag in Hoffenheim läuft noch bis 2011. Welche persönlichen Ziele haben sie für den weiteren Verlauf ihrer Karriere?
Marvin Compper: Ich möchte auf jeden Fall irgendwann im Ausland spielen. Spanien oder England, das wäre sehr interessant. Mein großer Wunsch ist es, dass wir mit Hoffenheim international spielen. Wenn nicht in diesem Jahr, dann eben im nächsten.
Abschließend noch ein Frage fernab vom sportlichen: Hoffenheim ist ja nicht als Metropole bekannt. Wo wohnt denn die Mehrheit der Spieler? Schon vor Ort, oder doch eher in der Großstadt Heidelberg?
Marvin Compper: Naja, Heidelberg ist eher eine Studentenstadt, als eine Großstadt. Aber dort wohnt die Mehrheit, einfach weil man dort viel mehr Möglichkeiten hat, etwas zu unternehmen. Da gibt es Restaurants, Kinos und so weiter. Man muss ja auch berücksichtigen, wo die Spieler herkommen, die hier spielen. Joe Simunic war zum Beispiel lange Zeit in Berlin, da ist es klar, dass er in der nächstgrößeren Stadt wohnt, wenn er in die ländliche Idylle wechselt.
Schon gelesen? Marvin Compper im Goal.com-Portrait
HIER findet Ihr Teil eins unseres Interviews.
Die Goal.com-Fotostrecke zu Marvin Compper
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde