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Bayern gegen Werder – Erinnerungen werden wach
Wenn der FC Bayern am Samstag Werder Bremen empfängt, werden Erinnerungen an den letzten Herbst wach: Damals reiste eine kriselnde Werder-Elf zum Rekordmeister, der mit einem neuen Trainer noch nicht eingespielt war. Überraschend deutlich behielt Werder die Oberhand und schoss die Bayern zum Oktoberfestauftakt aus dem eigenen Stadion. Während die Bremer auf eine Wiederholung hoffen, wollen die Bayern Wiedergutmachung betreiben.
(fb) München/Bremen. Im Fußball wir oft von „Momentaufnahmen“ gesprochen. Eine solche Momentaufnahme lässt die Fans von Werder Bremen vor dem Auswärtsspiel bei Bayern München gewiss erschaudern. Ihre Mannschaft präsentierte sich in der Vorwoche beim Bundesligaauftakt gegen Eintracht Frankfurt (2:3) erschreckend schwach. Die alten Verhaltensmuster traten wieder voll zum Vorschein: Hinten offen wie ein Scheunentor, nach vorne abhängig von einem einzigen Spieler. Dennoch darf man jetzt nicht nach einem Spiel den Stab über den Bremern und ihrer Personalpolitik brechen. Auch wenn die Tendenz fraglos besorgniserregend ist.
Ähnliche Situation im Vorjahr
Da kommt das Spiel gegen den Titelkandidaten Nummer eins eigentlich gerade recht. Rückblende: Im vergangenen Herbst lief es für Werder in der Hinrunde nicht gut, mit einem peinlichen 0:0 in der Champions League gegen Famagusta im Gepäck reiste Werder in München an. Die Mannschaft war von Ausfällen gebeutelt, raufte sich zusammen und schoss die Bayern zur Überraschung aller in deren Stadion mit 5:2 ab. Auf einen ähnlichen Effekt hoffen sie auch jetzt an der Weser. Immerhin sah Bremen in der jüngeren Vergangenheit meistens gut gegen den Rekordmeister aus.
Borowskis Fehleranalyse
Bei jenem 5:2 erzielte Tim Borowski zwei Tore – allerdings noch für Bayern. Der Rückkehrer erinnert sich an diese Partie: „Man muss schon sagen, dass es im vergangenen Jahr ein äußerst positiver Tag für Bremen und ein äußerst negativer für München war.“ Der 29-jährige betrieb außerdem eine Analyse, warum es gegen Frankfurt nicht lief, und was nun besser werden müsse: „Die Systemfrage wird viel zu hoch gehängt. Es liegt immer an uns Spielern, wir müssen die Vorgaben richtig umsetzen. Und gegen Eintracht Frankfurt ist uns das nicht gelungen. Damit unser Spiel richtig funktioniert, müssen wir die Räume eng halten, aktiv sein und den Gegner so zu Fehlern zwingen. Dafür müssen immer alle mitarbeiten – offensiv wie defensiv. Das war leider nicht gegeben.“
Ribéry kommt von der Bank
Die Bayern fiebern dem ersten Heimspiel unter Louis van Gaal entgegen. Im Gegensatz zum dürftigen Pokalauftritt gegen Neckarelz präsentierten sie sich am ersten Spieltag gegen Hoffenheim klar verbessert. Spielerisch war da im zweiten Durchgang bereits einiges ganz ansehnlich, einen weiteren Impuls verspricht der Trainer sich durch das Comeback von Franck Ribéry. Am Samstag wird der Franzose aber noch nicht in der Startelf stehen. „Franck kehrt jetzt zurück, doch ich muss ihn erst ins Team integrieren“, so der Niederländer. „Vielleicht 20 Minuten“ werde er ihn einsetzen, erklärte van Gaal weiter.
Tymoshchuks Chance ist gekommen
Für Neuzugang Anatoliy Tymoshchuk ist nach der Verletzung von Kapitän Mark van Bommel die Chance zur Bewährung gekommen. Für viele überraschend setzte sich der Niederländer im Kampf um die Position vor der Viererkette durch. „Ich hatte bisher noch nicht genug Zeit, um alles zu zeigen, was ich kann. Vieles ist neu für mich“ erklärte Tymoshchuk. „Ich bin mehr als überzeugt, mir einen Stammplatz erkämpfen zu können.“ Manager Uli Hoeneß, der den Ukrainer für elf Millionen € aus St. Petersburg geholt hatte, ist sich sicher, dass Tymoshchuk überzeugen wird: „Ich weiß, dass er gut spielen wird“, sagte Hoeneß.
Schlagzeilen nur für Hoeneß
Durch seine Privatfehde mit Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hatte Hoeneß die mediale Aufmerksamkeit unter der Woche auf sich gezogen, die Mannschaft konnte sich in aller Ruhe auf das Bremen-Spiel vorbereiten. Trainer Louis van Gaal setzt darauf, dass sich seine Schützlinge von Woche zu Woche mehr in seinem System zurecht finden und das Zusammenspiel mit jeder Partie besser funktioniert. Da ist eine angeschlagene Werder-Elf als Prüfstein genau das Richtige.
Eure Meinung: Wer gewinnt den Nord-Süd-Klassiker?
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Bei jenem 5:2 erzielte Tim Borowski zwei Tore – allerdings noch für Bayern. Der Rückkehrer erinnert sich an diese Partie: „Man muss schon sagen, dass es im vergangenen Jahr ein äußerst positiver Tag für Bremen und ein äußerst negativer für München war.“ Der 29-jährige betrieb außerdem eine Analyse, warum es gegen Frankfurt nicht lief, und was nun besser werden müsse: „Die Systemfrage wird viel zu hoch gehängt. Es liegt immer an uns Spielern, wir müssen die Vorgaben richtig umsetzen. Und gegen Eintracht Frankfurt ist uns das nicht gelungen. Damit unser Spiel richtig funktioniert, müssen wir die Räume eng halten, aktiv sein und den Gegner so zu Fehlern zwingen. Dafür müssen immer alle mitarbeiten – offensiv wie defensiv. Das war leider nicht gegeben.“
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Tymoshchuks Chance ist gekommen
Für Neuzugang Anatoliy Tymoshchuk ist nach der Verletzung von Kapitän Mark van Bommel die Chance zur Bewährung gekommen. Für viele überraschend setzte sich der Niederländer im Kampf um die Position vor der Viererkette durch. „Ich hatte bisher noch nicht genug Zeit, um alles zu zeigen, was ich kann. Vieles ist neu für mich“ erklärte Tymoshchuk. „Ich bin mehr als überzeugt, mir einen Stammplatz erkämpfen zu können.“ Manager Uli Hoeneß, der den Ukrainer für elf Millionen € aus St. Petersburg geholt hatte, ist sich sicher, dass Tymoshchuk überzeugen wird: „Ich weiß, dass er gut spielen wird“, sagte Hoeneß.
Schlagzeilen nur für Hoeneß
Durch seine Privatfehde mit Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hatte Hoeneß die mediale Aufmerksamkeit unter der Woche auf sich gezogen, die Mannschaft konnte sich in aller Ruhe auf das Bremen-Spiel vorbereiten. Trainer Louis van Gaal setzt darauf, dass sich seine Schützlinge von Woche zu Woche mehr in seinem System zurecht finden und das Zusammenspiel mit jeder Partie besser funktioniert. Da ist eine angeschlagene Werder-Elf als Prüfstein genau das Richtige.
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