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Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien und das wird alles von den Medien hochsterilisiert - soweit Business as usual. Was wir in dieser Woche gelernt haben...

Bremen. Werder Bremen bestimmt zwar nicht das Geschehen in der Bundesliga, aber zwei Bremer bestimmen - wie in der letzten Woche bereits – die Schlagzeilen unserer Lernwoche. Nein, diesmal nicht mit trockenen Schüssen vom Punkt ins gegnerische Tor, sondern mit trockenem Humor – so jedenfalls Trainer Schaaf.

Muss man als Kicker ein Genie in Geografie sein?

Nein, natürlich muss man keinen Leistungskurs in Erdkunde belegt haben, um die Welt durch schönen oder effizienten Fußball zu verzücken. Und doch gibt es Dinge, die sollte man einfach wissen. Gerade als Nationalkicker der österreichischen Nationalelf gehört es eigentlich zum Basiswissen hinzu, dass Österreich bei der WM 1978 in Argentinien der deutschen Mannschaft in Cordoba – womit auch gelöst wäre, wo Cordoba liegt – in den Kaffee spuckte. Die Torschützen bei Österreichs 3:2-Sieg hießen Berti Vogts per Eigentor und zweimal der legendäre Krankl. Das weiß man einfach! Nicht so Arnautovic. Im Vorfeld zum WM-Qualifikationsspiel zwischen Osterreich und Deutschland wurde der Ösi-Kicker aus Bremen gefragt, ob ein zweites Cordoba möglich wäre. Seine trockene und belesene Antwort, die sicherlich fast Kultcharakter erreichte: „Cordoba? Ich weiß nicht mal, wo das ist. In Kolumbien?“ Den „Helden von Cordoba“ wird es in Österreich vor dem TV die Farbe aus dem Gesicht geschlagen haben.


Wie landet man bei einem kurzen Flug? – Ja, mit dem Flieger!

Den Faux Pas seines Mittelfeldspielers wusste Bremens Trainer Thomas Schaaf trockenhumorig schnell wieder auszubügeln. Wohl der schlicht katastrophalen Baustellensituation rund um Bremen wird es geschuldet gewesen sein, dass Werder Bremen den Kurztrip zum Nordderby nach Hannover zum Spiel gegen die 96er mit dem Flugzeug statt mit dem Fahrrad als weitere Trainingseinheit absolviert hat. Ein anwesender Pressevertreter wollte von Schaaf wissen, wie er denn gelandet sei. Welch eine Frage. Schaaf stand da, erkennbar in einem Stück, ergo wird die Landung wohl sauber gewesen sein. Schaaf beantwortete diese an sich unnötige Frage also mit seiner bekannten Schlagfertigkeit, die sich durch trockenen Humor auszeichnet: „Mit dem Flieger!“ Es ist davon auszugehen, dass der Kollege so eine Frage nie wieder stellen wird – jedenfalls nicht Thomas Schaaf.


Was wir noch gelernt haben...
Und nochmals zu den Bremern: Thomas Schaaf sollte ein waches Auge auf Marko Arnautovic haben. Nicht, dass die Vorstellung beim Qualifikationsspiel gegen Deutschland in Wirklichkeit eine Bewerbung für den FC Bayern München gewesen ist - denn er hat ja vor dem Tor einen astreinen Gomez hingelegt. Also, Herr Schaaf: Augen auf, wenn Arnautovic mal schnell nach München muss.

Facebook und der DFB - wenn man das nicht mal „auf Kriegsfuß stehen“ nennt. Zuerst offenbarte El Shaarawy, dass er über die sozialen Medien klasse Frauen kennenlernen kann und Özil sagte, jede Minute erhält er einen neuen „Freund“. Nationalspieler und Freunde? Nein, so geht das nicht. Man wolle die Spieler nicht einengen, ihnen aber zugleich Richtlinien vorgeben, salbaderte Oliver Bierhoff in dem Zusammenhang. Und Löw, also der Bundestrainer, sagte, dass er „diese Form des Austausches eher für gefährlich“ halte. Ja natürlich. Nicht genug damit, dass aus den Nationalspielern mediengeschulte Nullaussager gemacht wurden, jetzt müssen sie auch noch bei Facebook und Twitter die Pfeifen im Sack halten. Meine Güte, was wünscht man sich doch Typen wie Effenberg, Basler, Matthäus und Co. zurück, die auch mal Aussagen von sich gegeben haben.

Bayern sollte Lens kaufen, denn Robben ist verletzt – van Gaal würde es sicher tun

Ja, die niederländische Nationalelf und Bayern München – irgendwie wird das keine große Liebe mehr. Wieso? Arjen Robben ist – mal wieder – verletzt. Und das nach seiner Zeit bei der Nationalelf. Wie sollten nun die Bayern verfahren? Robben nicht mehr zur Nationalelf abstellen? Geht nicht. Also, liebe Bayern, macht aus der Verletzungsnot um Robben eine Tugend und gebt den van Gaal – kauft einfach Jeremain Lens vom PSV Eindhoven, bringt ihn als Ersatz für Arjen und das im Wissen, der Niederländer surinamischer Abstammung knipst.





So werden Heynckes, Hoeneß und Rummenigge nicht zu „Ärgerbiestern“, sondern zu echten „Feierbiestern“. Ganz wie der Tulpengeneral van Gaal. Und für einen Martinez kriegst du locker sieben Lensens. Das rate ich dann mal eben als „Experte“ – und nein, ich habe nicht für euch gekickt, liebe Bayern. Ich darf das also.

Meinungsfreiheit? Nicht in und bei Bayern!



Womit wir dann bei den Bayern sofort weitermachen können. Dünnhäutigkeit, dein Name ist FC Bayern München. So fand es Vorstandsboss Michael Rummenigge nicht wirklich erbaulich, dass die Ex-Spieler Oliver Kahn und Mehmet Scholl kritische Worte zu den Nationalspielern im Dress des FC Bayern fanden. Der Boss meinte nämlich, irgendwann müsse man sich entscheiden, wolle man nun Experte sein oder Trainer. Beide Dinge wären irgendwie nicht vereinbar. Falsch, lieber Herr Rummenigge. Klopp hat auch als TV Experte seine Zusatzbrötchen verdient. Und was hat er noch getan? Genau, Herr Rummenigge, er hat euch in den beiden letzten Jahren mit dem BVB als Trainer böse in den Kaffee gespuckt. Also bitte. Wir Fans wollen fachkompetente Experten im TV sehen. Und wenn das ehemalige Nationalkicker wie Kahn und Scholl sind, umso besser.

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