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Was wir in dieser Woche gelernt haben: Der FC Bayern ist Barcelona und Spanien macht auf Griechenland
Das Runde muss ins Eckige, Magath besteigt den Hügel der Leiden & am Ende gewinnen immer die Deutschen. Soweit nichts Neues – oder doch? Was wir in dieser Woche gelernt haben...
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München. In dieser Woche war wieder einmal einiges los. Der FC Bayern München machte einen auf Barcelona und Ex-Superstar Adriano hat es in Brasilian richtig dick erwischt.
Sieben auf einen Streich
Uli Hoeneß wird in diesen Tagen wieder deutlich beschwingter zur Arbeit gehen als noch in den letzten Wochen. Das Krisengerede ist mit dem deftigen 7:0 gegen den FC Basel in der Champions League endgültig passé und der Präsident des FC Bayern seinem Traum vom Finale im eigenen Wohnzimmer ein Stück näher gerückt. Nach dem 7:1 über Hoffenheim legten die Bayern dem Gegner zum zweiten Mal in Folge sieben Eier ins Nest. Da hatte man schon gedacht, dass der FC Barcelona mit dem 7:1 über Bayer Leverkusen die Fußballwelt geschockt hätte, und dann kommen die Bayern mit dem vierfachen Mario Gomez um die Ecke. Sicher, die Karten werden im Viertelfinale neu gemischt. Daher hoffen sie in München dann doch insgeheim auf das Los Nikosia, um Barcelona zu vermeiden. „Im Vorbeigehen“ könne man jedenfalls nicht die Königsklasse gewinnen, sagte Hoeneß nach dem Galasieg. Das Schwarz- und Weiß-Denken vieler Leute gehe ihm aber gehörig auf den Senkel: „Vor 14 Tagen waren sie alle Bratwürste – und jetzt sollen sie alle Superstars sein?“
Bundesligisten und ihre Sünderkartei

Ballsperre wird auf den hiesigen Bolzplätzen immer noch mit einem Freistoß geahndet. In der Bundesliga indes werden nicht die Bälle, sondern gleich die Spieler reihenweise gesperrt. Paolo Guerrero muss mehrere Wochen zuschauen nach seinem Austritt gegen VfB-Keeper Ulreich, Joel Matip erwischte es in der Europa League, Claudio Pizarro muss nach einer Backpfeife zweimal aussetzen und über das Urteil von Lukas Podolski wird noch verhandelt. Während die „Taten“ von Guerrero und Pizarro verständlicherweise geahndet werden, dürften Matip und Podolski denkbar unglücklich über die Entscheidungen sein, da sie doch eher unschuldig als schuldig waren. Vielleicht könnten die Gremien mal endlich darüber nachdenken, wie man nicht nur die Anzahl der Schiedsrichter erhöht, die dann am Ende doch nichts sehen, sondern stattdessen eine wirkungsvolle Lösung schafft. Damit wäre uns allen geholfen.
| Was wir am Wochenende lernen werden... |
Die Bayern müssen am Samstagabend zum vermeintlich leichten Spiel nach Berlin zur Hertha. Das erste von zwei wichtigen Auswärtsspielen vor dem DFB-Pokalhalbfinale gegen Gladbach dämpft den Elan zwar ein wenig, ein souveräner Sieg springt aber dennoch dabei heraus. Noel Gallagher hat für BBC aufgedeckt, dass Mario Balotelli doch nicht so wohltätig war, wie es den Anschein hatte. Weder verteilte er als Weihnachtsmann verkleidet Geld, noch gab er einem Obdachlosen nach einem Casino-Gewinn 1000 Pfund. Immerhin erobert Super Mario am Wochenende die Tabellenführung wieder zurück für ManCity. |
Die Seuchensaison von Inter Mailand geht weiter. Nachdem die „Nerazzurri“ am Wochenende zumindest einen Teilerfolg in der Liga feiern konnten und gegen Chievo den ersten Dreier nach acht sieglosen Spielen eintüteten, schieden die Männer von Claudio Ranieri im Achtelfinale der Königsklasse aus. Dabei gewannen die Italiener sogar das Rückspiel mit 2:1 gegen Olympique Marseille, aber fast schon typisch für die Saison von Inter gelang den Franzosen in der 91. Minute trotz relativer Harmlosigkeit das entscheidende Auswärtstor.

In der Liga liegt man mit Rang sieben weit hinter den eigenen Erwartungen zurück und verlor insgesamt schon elf Spiele, darunter fünf Heimpleiten. Das Finale der Supercoppa Italiana im August 2011 verloren sie ebenso wie das Viertelfinale in der Coppa Italia gegen Neapel. Sollte Inter auch noch die erneute Teilnahme an der Champions League verpassen, wäre das Schlamassel für den Sieger von 2010 perfekt. In der Serie A warten auch noch schwierige Spiele gegen Juventus Turin, Genua, Udinese, Florenz, Milan und Lazio.
Primera Division lässt sich nichts zu Schulden kommen
‚Was die Regierung Griechenlands kann, können wir auch‘ dachten sich wohl die Proficlubs Spaniens und begannen Verhandlungen mit der Regierung Spaniens, um ihre Steuerschulden abzubauen. Die sind mit 752 Millionen Euro nicht gerade ein Pappenstiel und es sieht auch so aus, als ob die Klubs mit ihrem Vorhaben bei der Politik auf Granit beißen. Nicht nur, dass die Regierung in diesen Zeiten nicht sowieso besseres zu tun hätte, als den Sportvereinen, die einen Umsatz von insgesamt 1,8 Milliarden Euro jährlich erwirtschaften, auch noch die Steuern zu erlassen oder zu senken. „Das ist für mich ein Hammer, das ist für mich undenkbar“, sagte Uli Hoeneß zum möglichen Schuldenerlass. Auch die Zeichen in der Politik weisen darauf hin, dass die Vereine um eine Rückzahlung ihrer Steuerschulden nicht herum kommen werden.
Stattdessen sollen Forderungen ihrerseits, zum Beispiel die Abschaffung der Übertragung von Ligaspielen im Free-TV, durchgesetzt werden. Aber die Steuerschulden sind ja nicht mal alles: Hinzu kommen noch Verbindlichkeiten bei den Sozialversicherungen, Banken und Investoren. Insgesamt sollen sich die Verbindlichkeiten auf rund vier Milliarden Euro betragen. Anstatt Stutzen sollten die Vereine also lieber Sparstrümpfe verteilen.
Adriano hat's dick erwischt

Der Brasilianer Adriano ist zurzeit richtig dick im Geschäft. Und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast darüber lachen, denn der ehemalige Superstar von Inter Mailand hat sich einige Pfunde antrainiert und wurde nun auch noch von seinem Arbeitgeber Corinthians vor die Tür gesetzt. Der Grund: Nach einem Training wollte sich der Stürmer nicht auf die Waage stellen. Dann wollte er auch noch nicht am Sonntagstraining teilnehmen, woraufhin der Verein die Faxen dicke hatte. Das hohe Gewicht hatte Adriano das Leben in Mailand und beim AS Rom schon wortwörtlich schwerer gemacht, Besserung erfolgt nie. „Wir haben alles getan, um Adriano zu helfen“, sagte Corinthians Sportdirektor Roberto de Andrade schon resignierend. „Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, um ihn fit zu bekommen“. Stattdessen wurde der bis zum Sommer laufende Vertrag des 30-Jährigen vorzeitig aufgelöst. Ob er noch einmal zurückkommt, steht unter einem großen Fragezeichen. Wie heißt es so schön: Wer nicht wiegt, der nicht gewinnt.
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