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In einer Saison, die in vielerlei Hinsicht wenig spannend war, ergibt sich nun ein Topos, der den ganzen Kontinent bewegen könnte: Das Trainerkarussell dreht sich!

In der Tat könnten in diesem Sommer reihenweise Toptrainer ihren Verein verlassen und eine neue Berufung bei einem der anderen _drei_ Topvereine suchen. Von Madrid bis London, von Barcelona bis... London. Natürlich dürfen wir die okay aussehende Stiefschwester Paris nicht vergessen. Es ist, wie es ist. Das Trainerkarussell wird sich drehen und wir dürfen zuschauen. Folgend sind die aktuell heißesten Gerüchte zusammengefasst - allein aus Sicht eines Fußballfans. Fix ist noch nichts davon, viele Wechsel wurden allerdings von anderen Medien bereits exklusiv als done deal vermeldet. Wir verschaffen uns einfach einen Überblick und freuen uns auf den Sommer.

Ancelotti

Paris Saint-Germain dürfte wohl ab kommenden Sommer auf die Dienste von Carlo Ancelotti verzichten müssen oder dürfen, das kann gedreht werden, wie man will. Fakt ist, dass er die hohen Erwartungen auf europäischer Ebene nicht erfüllt hat und die Pariser Fans bereits mit ihm abgeschlossen haben. In einem Team voller Superstars hat er es nicht geschafft, den eigentlichen Superstar zu formen: das Team selbst. Ancelotti gehört zur ersten Riege der internationalen Fußballcoaches. Mit wem wird er am deutlichsten aktuell in Verbindung gebracht? Real Madrid!

Mourinho

Dort ist Jose Mourinho auf dem Weg hinaus - schleppend langsam und von vielen Skandälchen begleitet. The Special One wollte fortan nur noch The Only One genannt werden, inzwischen ist er zu The Lonely One verkommen. Selbst Pepe "Mein Name ist Pablo. Wo bin ich?" Ferreira hat unter der Woche rebelliert. Der Umgang Mourinhos mit San Iker Casillas erhitzt die Gemüter, immer wieder gibt es kleine Revolten gegen den vielleicht glamourösesten aller Trainer. Was sagt Mou? "Vom ersten bis zum letzten Tag entscheide ich, wer spielt. Ich bin der Trainer." Rumms. Der letzte Tag könnte bald gekommen sein. Abramovic soll den Deal bereits eingefädelt haben. Mourinho kehrt zurück an die Stamford Bridge.

Benitez

Dort weilt noch immer Rafa Benitez, ein sagenhafter, großartiger Fußballlehrer, der sich 2009, als er noch die Reds trainierte, etwas weit aus dem Fenster gelehnt hatte. Dass Chelsea "Plastik-Fans" habe, die nicht einmal anständige Plakate hinbekämen, kann einem abends beim Bier vielleicht mal herausrutschen. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Medien es nicht mitbekommen, und falls doch, nicht wenige Jahre später bei Chelsea anheuern. Rafas Job bei den Blues stand also von Anfang an unter einem schlechten Stern. Er war nur der Interimscoach und wird das Feld wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen noch diesen Monat räumen. Wohin es geht, ist unbekannt. Aber er wird immer das Finale 2005 in Istanbul gewonnen haben und irgendein Job wird immer frei.

Mancini

Getsern pfiffen die englischen Spatzen von den Dächern, dass die Entlassung von Roberto Mancini so gut wie bevorstehe. Die peinliche Pokalfinal-Niederlage soll der letzte Sargnagel gewesen sein. Also hat der Scheich seinem Berater Bescheid gegeben, der den Sektretär beauftragt hat, den Assistenten des Repräsentanten zu kontaktieren, der die Nachricht seinem Vorgesetzten sofort überbracht hat, worauf der Verein angerufen wurde. Frei erfunden, aber durchaus realistisch. Nachfolger soll Manuel Pellegrini vom FC Malaga werden. Erste Gespräche sollen bereits vor Wochen stattgefunden haben. Also hat der Verein den Repräsentanten angerufen, der seinem Sekretär... Wie dem auch sei.

Die zwei Fragezeichen

Immer wieder steht Arsene Wenger auf dem Zettel der Wackelkandidaten und wird dann doch immer wieder durchgekritzelt. Der Mann mit dem betörendsten Daunenmantel der Welt könnte auch einfach im Emirates bleiben. Am Ende schaffen sie es doch wieder in die Champions League und Arsene lacht sich ins Fäustchen. Wie sieht es mit Tito Vilanova aus? "Wo warst du, als Tiki-Taka starb?" - Ich warte auf diese T-Shirts in windigen Online-Shops. Dennoch wurde Barca souverän Meister und wie man die absolut korrekten Katalanen kennt, werden sie sich an einen Tisch setzen, Xavis Mama wird Tee reichen und gemeinsam wird man überlegen, wie es nächste Saison in Europa besser läuft - mit Tito selbstredend.

Don Jupp

Einen haben wir noch: Jupp Heynckes. Auch wenn Karl-Heinz Rummenigge bechlossen hat, dass Don Jupp ausgejuppt hat - Pusteblume! Ein Heynckes, der mit derart viel Freude und Bestimmtheit den Rekordmeister zum Rekord-Rekordmeister gemacht hat, ist noch lange nicht fertig. Die Art, wie er junge Talente an einen Topkader heranführt und Superstars in sein System integriert, ist unnachahmlich. Noch vor dem großen Champions-League-Finale zwischen Dortmund und Bayern kann man sich schon heute auf die nächste Aufgabe von Jupp Heynckes freuen!

P.S.: Und jetzt denkt mal darüber nach, welche Fußballstars ihren Trainern folgen könnten...

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