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Der FC Bayern hat den Titel klargemacht! Auch Jürgen Klopp beglückwünschte den FCB, wurde aber selbst für seine Bubi-Mannschaft kritisiert. Und dann wären da noch die bösen Medien.

Frankfurt. Da sprangen die Bayern-Fans und freuten sich - endlich Deutscher Meister! Der FC Bayern München wurde zur Rekordzeit am 28. Spieltag der Bundesliga Meister, auch Jupp Heynckes gab zu, dass es bei seinen Meisterfeiern noch nicht so kühl gewesen sei. Ja, kühl mutete zunächst auch die Feierei der Spieler an. Einmal den Trainer rumgeschmissen, einmal nen Kreis gemacht und ein wenig gesprungen, hier und da ein Klatscher. Bastian Schweinsteiger schien die Sache im fremden Stadion und mit Verbot jeglicher spaßiger Angelegenheiten dann in die Hand zu nehmen, holte sogar noch die Chefs in die Kurve.

Als vielleicht größte Saison in der Geschichte des Fußballs hatte Jürgen Klopp die aktuelle Spielzeit des FCB bezeichnet. Er sendete seine Glückwünsche gleich nach Spielschluss rüber nach Frankfurt. Selbst wurde der Trainer des BVB von den Fans der Mannschaften im Kampf um den Klassenerhalt stärkstens kritisiert für seine sieben Wechsel innerhalb der Startelf im Heimspiel gegen Augsburg. Während sich die BVB-Fans freuten, dass in der Offensive alle alten Hasen eine Pause bekamen, weil sie sie sich entweder verdient hatten oder angeschlagen waren. Zusätzlich kamen mit Leitner, Bittencourt und gerade Hofmann Spieler zu einem Startplatz, die nicht nur hochtalentiert sind, sie haben auch selten eine Chance, sich an den Platzhirschen vorbei in die Startelf zu spielen.

Bubi-Power beim BVB

Aber gleich alle auf einmal? Fans von Fortuna Düsseldorf und der TSG sahen sich vor Anpfiff betrogen um gleiche Voraussetzungen für alle. Dass es am Ende gut gegangen ist, sei kein Argument, da auch alles hätte anders kommen können. Der Doppelschlag der Augsburger aus dem Nichts hätte auch spät kommen können, nicht immer könne man sich darauf verlassen, dass die eingewechselten Stars am Ende noch das Spiel drehen. Jürgen Klopp hat seinen jungen Spielern vertraut, die er gut genug aus Testspielen, der zweiten Mannschaft oder einfach aus dem täglichen Training kennt. Bundesliga-Bedingungen sind hier aber nicht gegeben - das ist klar.

Mit Sven Bender und Nuri Sahin auf der Sechs, Großkreutz, Subotic, Santana, Schmelzer und ja, auch Langerak, bestand der Defensivtrakt der Mannschaft aus erfahrenen Spielern. Vorne konnten Moritz Leitner und Julian Schieber schon Champions-League-Erfahrung und diverse Einsätze in der Liga diese Saison vorweisen. Als der BVB zur Pause zurücklag, brachte Klopp Lewandowski und Götze, die dafür sorgten, dass die Dortmunder noch drei Tore schossen und 4:2 gewannen. Noch einmal gut gegangen oder eingeplante Reaktionen bei Rückstand? Man steckt nicht drin. Im Endeffekt hat jeder Verein das Recht, die Mannschaft aufzustellen, die er für richtig hält. Ein Trainer muss nicht vorm Spiel schauen, in welcher Situation die Gegner sind. Da schaut man wohl einfach auf sich selbst - erst recht, wenn man am folgenden Dienstag das Halbfinale in der Champions League klarmachen kann.

Mündigkeit der Fans

Aktuell sammle ich unter dem Hashtag #landunter Meinungen zur aktuellen Formkrise bei Werder Bremen und dem Hamburger SV. Obwohl die Ausgangslage bei den Vereinen allein schon durch die Tabellenplätze eine andere ist, ähneln sich aktuell die Aussagen der Fans stark. Beide glauben in einer Vielzahl nicht daran, dass Schaaf oder Fink das Ruder noch rumreißen können. Ein anderer Punkt, der einmal mehr aufgbebracht wurde, sind die Medien, die gerade den HSV-Fans vor der Saison falsche Ziele eingetrichtert hätten. Die Fans seien dem Ruf nach Europa blind gefolgt. Auf Nachfrage wurde geantwortet, dass sich niemand seine Meinung vollkommen unabhängig bilden könne. Werden die eigenen Fans dadurch nicht entmündigt? Eine schwierige, sehr abstrakte Frage. Beteiligt Euch an der Diskussion!

EURE MEINUNG: Hat sich Klopp zuviel erlaubt oder natürliches Verhalten, wenn in der Liga schon alles klar ist?

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