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Der Spieltag ist vorbei, doch Goal.com geht mit euch in die Verlängerung. Wer war ein Volltreffer, wer nur Vollpfosten – unsere bunte, aber ehrliche Rückschau sagt es euch!

Gelsenkirchen. Es ist Montag. Montag nach Rückrundenstart. Selten zuvor hat der erste Spielbetrieb im neuen Jahr einen solchen Muskelkater in den Fingerspitzen hinterlassen. Der FC Schalke 04 hat Hannover 96 am Freitagabend mit 5:4 geschlagen. Der erste Treffer schlug kurz vorm Halbzeitpfiff aus dem Nichts ein, das letzte Tor fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Die absolute Abwehr-Anarchie wurde demnach irgendwann in der zweiten Hälfte ausgerufen.

Ehe man sich versah, bestand der Job des Spielberichterstatters nur noch aus Verlinkungen, Torgejubel und der ungläubigen Frage, was die da eigentlich gerade veranstalten. Aber ich fordere kein Mitleid. Ich habe vielmehr Mitleid für Jens Keller und Mirko Slomka übrig. Was nur noch durch Grundfesten des menschlichen Bewegungsablaufs an unser aller Lieblingssport erinnerte, zeigte, dass beide Trainer sich die Frage stellen müssen, was erst passiert, wenn die Bayern, BVBs und – hoppla! - Leverkusens dieser Liga zu Besuch kommen.

Für derlei Befindlichkeiten dürfte Thomas Schaaf nur ein müdes Lächeln übrig haben. 5:4, ts. Verdaut erstmal eine 0:5-Niederlage. Zu Hause. Die Bremer waren scheinbar ganz und gar verzaubert vom entsetzlichen Agieren der Innenverteidiger am Abend zuvor und setzen noch einen drauf. Gleichmäßig über die gesamte Spielzeit verteilt ließen sie sich die Törchen einschenken, als sei es ein Gut, das ihnen auf dem Weg nach Europa die klammen Finger wärmen könnte. Wird es nicht - ehrlich. Thomas Schaaf gab nach der Partie zu, dass neben dem bereits bekannten Defensivproblem auch eines in der Offensive herrsche. An welchen Schrauben wird der Mann jetzt drehen?

Any given sunday

Ein kurzer Blick nach England zeigt, dass dort eine Ära recht schnell zu Ende gehen könnte. Arsene Wenger muss seiner Mannschaft nun immer häufiger beim Verlieren zusehen. Dass Arsenal ein Abwehrproblem hat, taugt mittlerweile nicht mal mehr zum Running-Gag, lustig ist das schon lange nicht mehr. Zwei weitere Faktoren sind entscheidend: Robin van Persie ist nicht da. Olivier Giroud ist da. Der französische Stürmer hat sich in den letzten sechs Monaten nicht akklimatisiert.

Nicht gerade hilfreich dabei ist die Tatsache, dass die Verbindung zwischen defensivem Mittelfeld und Offensive knackst und knarzt. Ein schnelles Flügelspiel erleichtert dem Zuschauer auch selten genug das Zusehen. So lässt einen auch die Niederlage gegen Chelsea mit dem flauen Gefühl und den brennenden Fragen zurück, ob ein Trainerwechsel im Sommer nicht helfen könnte, wer den Job übernehmen sollte und wie – um Himmels Willen – man aus der Nummer rauskommen will, dass ein Wenger seinen Mantel nehmen und gehen muss.


EURE MEINUNG: Sollte Arsenal mit Wenger weitermachen? Ist diese Frage reine Blasphemie?

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