thumbnail Hallo,

Das Wochenende ist vorbei, doch Goal.com geht mit euch in die Verlängerung. Wer war ein Volltreffer, wer nur Vollpfosten – unsere bunte, aber ehrliche Rückschau sagt es euch!

München. Da haben die Fans der Eintracht nicht schlecht geguckt: Es waren wirklich Zelte vor der Allianz Arena aufgebaut, um Ganzkörperkontrollen durchzuführen. Was hat Mama früher dem lieben Kindlein immer gesagt? Man solle saubere Unterwäsche tragen, schließlich könne ja immer mal etwas passieren. In diesem Fall ist es eben eine Auswärtsfahrt zum Rekordmeister. Auch anderswo wurden nackte Tatsachen aufgedeckt: Nach dem Freitagabendspiel zeigten sich Mainzer wie Nürnberger empört über das arrogante Auftreten der Schirizunft. Thomas Tuchel wollte gar einen Bericht einreichen. Und das Beste - es wurde an diesem Wochenende auch noch Fußball gespielt. Hurra! Willkommen beim Golden Goal!

Machen Sie sich bitte frei!


Ein Sturm der Empörung brach los, nachdem der FC Bayern vor seinem Heimspiel gegen die Überraschungself aus Frankfurt einige vermeintlich böse Buben innerhalb der Tausenden von angereisten Auswärtsfans in Zelte bat und sie mal genauestens unter die Lupe genommen hatte. Bereits am Freitag hatten sich Fanvertreter und Vorstandsmitglieder der SGE via Vereinswebsite zu diesem Vorhaben geäußert und ihre Entrüstung gezeigt.

Am Spieltag selbst traf es laut FCB von fast 7.000 mitgereisten Fans 30 bis 40 Anhänger, die in die großen, an Partyzelte erinnernden Baracken gebeten wurde, wo Jacken und Taschen überprüft worden sein sollen. Frankfurter Fanvertreter sprachen im Nachhinein von Fällen, in denen sich die Stadionbesucher fast vollständig entkleiden mussten. 250 Fans blieben aus Protest vorm Stadion und wollten so zeigen, dass diese Maßnahme einen Schritt zu weit geht.

Warum das alles?


Was wollte der FC Bayern hiermit bezwecken? Ein Exempel statuieren? Warum fiel die Wahl auf Frankfurt? Hoffte man, dass das "Böse Buben"-Image der Eintracht-Fans ausreiche, um diese im höchsten Maße übertriebene Aktion medial zu rechtfertigen? Einen wirklichen Reim kann man sich nicht darauf machen. Man kann die 250 verstehen, die vorm Stadion blieben. Dass Bundesligavereine generell die Sicherheitskontrollen optimieren wollen, ist ja ein guter Ansatz. Wie oft kommt man selbst mit einmal Jacke abpatschen durch, wissend, man hätte nun alles mit reinschmuggeln können, was den Verein am Ende wieder Geld gekostet hätte.

Aber in diesem Fall wurde nicht von Weiß auf Grau geschwenkt, die Bayern haben die Grautöne links liegen gelassen und sind direkt ins andere Extrem gegangen. Gerne hätte ich persönlich unser aller Uli gesehen, wie er vorm Betreten der Arena noch einmal kurz in ein Plastikzelt gebeten wird, um nicht nur Schal und Jacke abzulegen.

GOLDENE WOCHE

Messi, Messi, Messi! Lionel Messi hat beim 4:2-Sieg gegen Mallorca zwei Tore geschossen. Ist das noch einen Eintrag in dieser Rubrik wert? Ja, weil vielleicht in den nächsten 50 Jahren niemand an seine Klasse ranreichen wird. Also lasst es uns mitnehmen!

Meister Fluminense!
Fluminense Rio de Janeiro ist Meister! 3:2 gewannen sie gegen Palmeiras Sao Paul. Ihr Vorsprung von zehn Punkten kann ihnen nun in den letzten drei Spielen nicht mehr genommen werden. Herzlichen Glückwunsch!

Eine goldene Woche für den FCB: Der Verein ist für Franck Ribery wichtiger als die Nationalmannschaft. Ein starkes Bekenntnis eines derzeit absurd stark aufspielenden Franzosen. Seinen Trainer und den gesamten verein samt Fans dürfte diese Aussage freuen.

MIESE WOCHE

Es gibt Momente beim Fußball, da wird einem kurz übel: Als Luis Suarez am Sonntag aus Versehen in das Standbein von John Terry rutschte und dieser gellend schreiend zu Boden ging, war es mal wieder so weit. Ob es sich bei der Knieverletzung um einen Bruch handelt, ist noch nicht bekannt, Untersuchungen folgen.

Richtig duster sieht es aktuell für die Queens Park Rangers aus. Mit gerade einmal vier Punkten auf dem Konto rutschten sie auf den letzten Tabellenplatz. Die Tordifferenz beträgt -12 nach der Auswärtsniederlage bei Stoke, wo Huth und sein Team 1:0 gewinnen konnten.

Der amtierende französische  Überraschungsmeister Montpellier dümpelt im blassen Mittelfeld mit Hang zum Keller herum. Unverändert stehen sie auch nach dem 12. Spieltag mit gerade einmal 13 Punkten auf Platz 14. Zwei Punkte haben sie auf den 18. Platz aktuell noch gut.

Der Adler fliegt wieder

Rene Adler nutzte seine Chance beim HSV, brillierte ein ums andere Mal und wird nun von Bundestrainer Joachim Löw für seine glanzvollen Auftritte mit der Raute auf der Brust belohnt: Die ehemalige Nummer eins in Deutschland wurde erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder für die Nationalmannschaft berufen.

Gewitzte Fußballfans fragen sich nun natürlich, wer sich dauerhaft durchsetzen wird. Ist Manuel Neuer derart bombenfest der erste Keeper Deutschlands? Wie schwer wiegen die zuletzt hervorragenden Auftritte von Neuers Vorgänger im Nationalteam?

Neuer bleibt vorn

Am Ende entscheidet wie immer der Trainer. Von außen betrachtet ist Löw nicht der Typ dafür, einzelne Zappler in Ligaspielen aufzurechnen und daheim eine Excel-Tabelle mit Unsicherheiten bei den drei bis vier auserwählten Torhütern zu pflegen.

Löw hält an seinen Spielern fest, auch wenn sie starke Konkurrenz im Rücken haben. Daher wird Manuel Neuer höchstens wegen einer Verletzung oder einer Sperre bei einem Pflichtspiel auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Beim Test gegen die Niederlande ist allerdings denkbar, dass Adler als Geste und Willkommensgeschenk nun ein Einsatz gegeben wird.


Herr Allofs, wir wollen nix hören!

Am vergangenen Donnerstag brach die Nachricht los wie ein Erdrutsch: Klaus Allofs solle vielleicht schon zur Winterpause die vakante Stelle beim VfL Wolfsburg annehmen. Verwundert rieben sich die Fußballfans die Äuglein und fragten nach dem Sinn des Lebens und stellten folgend die Theodizeefrage erneut.

Allofs selbst dementierte, haspelte am Spieltag ins Mikro, dass man ja nie wisse, was in den nächsten Wochen, Monaten oder so passiere, und jedem war klar: Die Welt hatte mit ihrem Knallergerücht unter der Woche recht. Zwar kann man diese Entscheidung nicht unbedingt nachvollziehen, weil Allofs und Schaaf eben den Neuanfang starten wollten, sich eine Schar neuer Spieler gekauft haben, um gemeinsam den SV Werder Bremen wieder nach Europa zu bringen.  Jetzt das.

Seit 1999 ist Klaus Allofs nun schon bei Werder. Er bekommt auch noch Applaus, wenn er wie jüngst verkündet, dass der Verein 13,9 Millionen in der Miese ist. Allofs und Schaaf sind das Gespann in der Ersten Bundesliga. Nun könnte die Scheidung folgen. da nicht davon auszugehen ist, dass Thomas Schaaf ebenfalls zu Wob gelotst wird. Bis dahin habe ich nur einen Wunsch: Herr Allofs, bitte geben Sie lieber keinen Kommentar ab, als vielsagende Andeutungen in ein vordergründiges Dementi zu packen. Das ist dem Verein und den Fans gegenüber nicht fair.

Arroganz an der Seitenlinie


2:1 gewannen die Mainzer am Freitagabend gegen den Club aus Nürnberg, der wahre Verlierer des Abends waren die Offiziellen Thomas Kinhöfer, Detlef Scheppe, Christian Fischer und Martin Petersen. Gerade der Vierte, Martin Petersen, war besonders in die Kritik geraten. Er habe die beiden Trainer durch Betreten der Coaching Zonen massiv an ihrer Arbeit gehindert und sei durch ein überaus arrogantes Auftreten aufgefallen.

Hanno Balitsch sagte später im Fernsehinterview, er habe bereits ausgewechselt nur lautstark auf das körperbetonte Spiel von Adam Szalai hingewiesen, dafür sah er die Gelbe Karte. Insgesamt ist es seine fünfte Verwarnung, weswegen er im nächsten Auswärtsspiel beim FC Bayern fehlen wird. Christian Heidel wies ebenfalls darauf hin, dass die Arbeit der Trainer beeinträchtigt worden sei. Dass Wort des Abends lautete definitiv „Arroganz“.

 SPRUCHREIF - Zitat der Woche
   „Ich bin in arroganter und abfälliger Art in der Coaching-Zone an meiner Arbeit gehindert worden, das werde ich nicht mehr hinnehmen.“

Tuchel spricht nach dem Spiel im Sky-Studio Klartext.

Thomas Tuchel wollte es nicht nur bei der Beschwerde in den Medien lassen und sagte bei Sky, er wolle nun einen schriftlichen Bericht verfassen, da schließlich jeder Trainer, der sich falsch verhält, einen Eintrag im Spielbericht bekäme. Nun will Tuchel offensichtlich den Spieß umdrehen. Was genau die abfällige Art bedeutete, wollte Tuchel nicht erklären. Die Details wird die breite Masse also niemals hören. Schade eigentlich.

Thorsten Kinhöfer sagte gefasst nach der Partie, dass die Leute, die ihn kennen würden, wüssten, dass er nicht arrogant sei. Ob das nun die beste Verteidigungsstrategie ist, weiß man nicht. Wir kennen Sie ja nicht, Herr Schiri. Aber die andere Frage muss natürlich lauten, ob sich ein Schiedsrichter auf dieser höchstpersönlichen Ebene nach einem Bundesligaspiel verteidigen muss. Man darf also gespannt sein, wie die vorgeworfenen charakterlichen Schwächen von höherer Instanz beurteilt werden wollen, falls es dazu kommt.

MIXED ZONE
Happy Birthday, Aktion Libero! Vor einem Jahr ging die Aktion Libero mit einem klaren Statement gegen Homophobie an die Öffentlichkeit. Am 17. November wird passend zum Ehrentag zu einem spannenden Diskussionsabend geladen:
Fußball & Homosexualität - Die Rolle der Medien
17.11., 19 Uhr in der Bar "Zum scheuen Reh" in Köln. Viele interessante Gäste versprechen einen gelungenen Austausch.

Das 4:2 erzählt nicht die ganze Geschichte. Auch für die Schiedsrichter sind wir das kleine Fürth. Fehlentscheidungen gegen uns schlagen eben nicht so hohe Wellen wie gegen eine Mannschaft wie Gladbach“, wird Fürths Mavraj von dapd zitiert.  So mussten die Fürther zwei Platzverweise hinnehmen. Kleine wurde in der 12. Minute wegen Notbremse vom Platz gestellt, Pekovic sah in der 92. Gelb-Rot nach Handspiel im Strafraum.



Der Wechsel von Marco Reus zum BVB ist die wohl meistdiskutierteste Personalie in diesem Winter. Da Transfers wie Carlos Tevez immer noch auf sich warten lassen, werden derzeit alle Einzelheiten durchleuchtet. Bis Juni 2017 unterschrieb der 22-Jährige in Dortmund. Ein langfristiger Vertrag, doch er enthält angeblich einen kleinen Haken: Eine Ausstiegsklausel. 30 Millionen Euro soll diese betragen und wurde bisher weder bestätigt, noch dementiert. Eigentlich wollte man beim BVB nach dem notgedrungenen Verkauf von Nuri Sahin für lediglich zehn Millionen Euro zu Real Madrid keine Ausstiegsklauseln mehr implementieren. Doch um den Bayern ein Schnippchen zu schlagen scheint man gewillt gewesen zu sein, dieses Prinzip schnell über den Haufen zu werfen.
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