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Das Wochenende ist vorbei, doch Goal.com geht mit euch in die Verlängerung. Wer war ein Volltreffer, wer nur Vollpfosten – unsere bunte, aber ehrliche Rückschau sagt es euch!

Stuttgart. Jetzt reicht's! Bruno Labbdia hat nach dem Spiel gegen Bayer Leverkusen mit der Faust auf den Tisch geschlagen und all seinem angestauten Ärger Luft gemacht. Er sei doch kein Mülleimer, wolle nicht wie der letzte Dreck behandelt werden. Fredi Bobic findet es vollkommen okay, wenn er die Medien kritisiert. Da sind sie sich wenigstens einig. Nicht so einig scheint sich Kevin De Bruyne mit Werder Bremen zu sein. Der Zuschauer kann noch immer all diese Begabung in nur zwei Füßen kaum fassen, da spricht Kevin schon davon, dass er sich in Bremen bisweilen allein zu Haus fühlt. Oha! Und dann wären da noch weiterhin schwächelnde und vom Verletzungspech verfolgte Meister aus Dortmund und der FC Bayern München mit einer astreinen Serie zum Saisonstart.

Kevin allein zu Haus


Im Het Nieuwsblad ließ Kevin De Bruyne jetzt ein paar Sprüche vom Stapel, dass dem einen oder anderem Werderaner etwas die Ohren schlackern dürften: „Ich vermisse die Wärme und Atmosphäre aus Genk. Die Deutschen sind steifer. Ihre Mentalität liegt mir nicht. Wenn Werder eine Familie ist, gilt das nur für die Menschen von hier.“ Er ist sicherlich einer der besten Transfers, die im Sommer von einem Bundesligaverein getätigt wurden. Sein zwischenzeitliches Ausgleichstor per Freistoß zum 1:1 am Freitag hat dies einmal mehr bestätigt.

Dass er an seinem neuen Arbeitsplatz (noch) nicht so viel Spaß hat, kommt unerwartet - und es geht noch weiter: „Ich hatte zunächst Deutsch-Unterricht vom Klub, aber ich habe abgelehnt. Ich mag es nicht. Ehrlich gesagt, möchte ich später nicht in Deutschland leben!“ Vielleicht kommen De Bruyne und Werder ja noch zusammen. Man wünscht dem jungen Hochtalentierten und Werder Bremen, dass die vertraglichen Verpflichtungen ohne Wenn und Aber über die Bühne gehen und seine Leistungen auf dem Platz durch das fehlende Wohlbefinden nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

   SPRUCHREIF - Zitat der Woche (I)

  Wenn Werder eine Familie ist, gilt das nur für die Menschen von hier.

Rumms! De Bruyne fühlt sich nicht wohl bei Werder.

GOLDENE WOCHE

MIROOOO KLOOOOSE! Unser Legionär in Rom hat am Wochenende mal wieder einen Doppelpack hingelegt. Bei Pescara traf er zum 2:0 und 3:0-Endstand. da freuen wir uns doch auf die Länderspiele!

Borussia Dortmund steht ja bekanntlich nicht so auf die allgemeinen Statistiken, aber wann immer eine Mannschaft die ersten sieben Spiele der Saison gewann wie jetzt Bayern, wurden sie am Ende Meister

Torsten Mattuschka von Union Berlin sorgte für die entscheidenden Tore zum 2:2 bei St. Pauli am Freitag. Und was für ein schöner zweiter Treffer ihm da gelang! Tusche riss also die schludernde Abwehr wieder raus und ließ die Bude in diesem packenden Spiel gleich zweimal klingeln.

MIESE WOCHE
Liverpool und Stoke trennten sich am Wochenende in Anfield mit einem mageren 0:0. Robert Huth, der in einem Ausfallschritt über Suarez steigen wollte, trat ihn in den Bauch, beteuerte später bei Twitter, dass er ihm ausweichen wollte. So oder so: Unschöne Szene, unschönes Spiel.

Herr Büskens, was machen wir denn jetzt? Hamburg gewann am Samstag in Fürth, Augsburg gewann und schon liegt Fürth auf dem letzten Platz. Vier Punkte nach sieben Spielen und ein Torverhältnis von 2:11 - Wir sind gespannt, wie sich die SpVgg da wieder heraus zieht.

St. Pauli liegt in der zweiten Bundesliga auf einem direkten Abstiegsplatz. Sie sammelten nur einen Punkt mehr als Fürth eine Etage höher. Frontzeck trainiert das Team seit gestern. Die Trendwende muss schnellstens eingeleitet werden, sonst bekommt der FC St. Pauli noch ganz andere Probleme, mit denen vor der Saison wirklich niemand gerechnet hätte.

Flasche leer in Wolfsburg

Da hat Felix Magath mal wieder einen rausgehauen. Wie inzwischen allgemein bekannt ist, hat der WOB-Trainer beim Waldlauf nach dem Miserfolg des vorigen Spieltages bis auf zehn Wasserflaschen alle ausgeschüttet. Diese empfundene Bestrafung sollte allerdings viel mehr eine Maßnahme zum Teambuilding darstellen. Hochinteressant. „Diego, nur einen Schluck, bitte“, muss es geheißen haben. „Welcher jetzt?“

Die Medien waren natürlich begeistert vom neuen Quälix-Move, die Mannschaft wird es zähneknirschend hingenommen haben, weil sie sich bereits auf die Medizinbälle einstellen musste. Für Magath selbst war die Sache vor dem Schalke-Spiel schon beendet. Er stellte fest, dass es nicht zuviel verlangt sei, wenn ein Profifußballer mal zehn Minuten später was zu trinken bekäme. Gegen Schalke verlor man 3:0. Was kommt jetzt? Ohne Abendessen ins Bett?

Ein Schuss, ein Tor...

Unter der Woche hatte sich der FC Bayern München zugegebenerweise leicht blamiert, als Schweini & Co bei BATE Borisov 3:1 verloren. Uiuiuiui - was war denn da los? Dazu noch diese inzwischen ausgelutschte Hackerei zwischen Sammer und Heynckes, die sich mit ihren Aussagen gegenüber verschiedenen Medien gegenseitig überrascht hatten, und mal wieder war der FC Hollywood perfekt. 

Letztendlich war alles halb so wild. Die Streitigkeiten konnten geklärt werden. Heynckes lachte über beide Backen, als er im Vorbericht zum Spiel am Samstag gegen Hoffenheim nach den Konflikten gefragt wurde, und sagte, dass das Thema doch längst durch sei. Sehr schön. Dann Fußball, bitte!

Der wurde auch gespielt. Ribery schoss allein die angebabbelten Hoffenheimer ab. Das Spiel war kein Augenschmaus, sorgte aber für die nötige Korrektur nach dem Aussetzer in Minsk. Sieben Spiele gewonnen - maximale Punkteausbeute. Der FC Bayern ist auf einem guten Weg, diese Saison mindestens einen Titel einzufahren: Die Meisterschaft. Aber Obacht! Nach der Länderspielpause  geht es nach Düsseldorf zur Fortuna!

Bruno über Dreck und Mülleimer


Puh - da mussten aber alle Anwesenden erst einmal durchatmen. Nach dem 2:2-Unentschieden zwischen dem VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen redete Bruno Labbadia Klartext: „Die Grenze ist erreicht, auch hier in Stuttgart. Das Fass ist absolut voll. Ich kann nicht länger akzeptieren, dass man hier als Trainer wie der letzte Depp behandelt wird. Wir Trainer sind nicht die Mülleimer für alle“, schnaubte Labbadia nach der Partie bei der Pressekonferenz.

Und wer ist schuld? Die Medien natürlich. „Die Zuschauer sind aufgewiegelt durch absolute Unwahrheiten. Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich die Frage stellen: Gehe ich einen schweren Weg mit? Oder sage ich: Am Arsch geleckt.“ Die Entscheidung muss jeder Mensch zu jeder Zeit treffen. Der Umzug des Kumpels, die Überstunden, wenn in Spanien wieder so ein Clasico gespielt wird, wenn der Lieblingsbäcker urplötzlich das Sortiment ändert - immer muss sich der Mensch entscheiden, ob er den schweren Weg mitgeht oder sich denkt: Am Arsch geleckt.

Bei Labbadia ging es vor allem um die Pfiffe, die ertönten, als er in der 77. Minute Raphael Holzhauser auswechselte. Was das Publikum nicht wusste: Holzhauser war angeschlagen. Muss Labbadia deswegen ausrasten? Was sagt Fredi Bobic dazu? „Er hat ein gutes Recht, das genau so zu sagen“, sagte der Manager des VfB gegenüber Medienvertretern. So ist es wenigstens schön zu sehen, dass die beiden sich weiterhin grün sind und ein Verein auch im emotionalen Ausbruch zusammenhält.
 SPRUCHREIF - Zitat der Woche (II)
   Wir Trainer sind nicht die Mülleimer für alle.“

Bruno Labbadia macht all seinem Ärger Luft

Kloppo in Sorge

1:1 - am Ende spielte Borussia Dortmund gegen geschickte Hannoveraner nur unentschieden. Die großen Chancen in der ersten Halbzeit wurden nicht genutzt, in der zweiten Hälfte ereilte den Meister der Ausgleich durch den vorher glücklosen Diouf, der zentral aus zwei Metern den Ball nicht ins Netz bekommen hatte. Was noch schwerer wiegen dürfte als die liegengelassene Punkte, ist die Tatsache, dass Jürgen Klopp nun wieder die Verletzungssorgen plagen. Kuba, Hummels und Bender mussten raus - Kevin Großkreutz offenbarte also wieder einmal, dass er lange nicht an die Form von 2010/11 rankommt, Tele Santana kam zur Pause für Hummels und fügte sich gewohnt gut ein, Moritz Leitner kann einen Sven Bender gar nicht ersetzen, weil er den Laden nie und nimmer so dicht machen kann wie der ehemalige Sechziger.

Dass medienseitig Klopp unterstellt wurde, er habe Mirko Slomka während des Matches eine Drei wegen der drei Verletzten gezeigt, konnte Kloppo gleich nach dem Spiel bei Sky geraderücken. Es ging um das dritte Einsteigen, dass die Köpfe seiner Spieler traf. Das soll nicht weiter entscheidend sein, weil die Partie bis auf wenige Fouls recht fair war. Entscheidend ist aber, dass der BVB wieder einmal aus einem klar überlegenen Spiel keine drei Punkte mitnehmen konnte. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich Borussia Dortmund so in der Tabelle an Schalke 04 und Eintracht Frankfurt vorbeischieben möchte.

MIXED ZONE
„Da werden die üblichen Verdächtigen wieder zuschlagen“, sagte Toni Kroos im Sportstudio zum Wiesn-Ausflug des FC Bayern München. Wer sich da als besonders trinkfest in den letzten jahren bewiesen hat, wollte er allerdings nicht verraten. Schade, schade, allerdings hoffen wir natürlich, dass alle den Aufenthalt beim Oktoberfest gut überstanden haben. Clasico! Es ist vollbracht. Der Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ist gespielt und sieh mal einer an, man konnte sich auf ein 2:2 im Nou Camp einigen. Die Tore wurden selbstredend von Messi und Ronaldo geschossen. Gerade das Freistosstor von Messi in der zweiten Hälfte sei hier noch einmal besonders erwähnt. Ein wunderschöner Treffer.


Der Wechsel von Marco Reus zum BVB ist die wohl meistdiskutierteste Personalie in diesem Winter. Da Transfers wie Carlos Tevez immer noch auf sich warten lassen, werden derzeit alle Einzelheiten durchleuchtet. Bis Juni 2017 unterschrieb der 22-Jährige in Dortmund. Ein langfristiger Vertrag, doch er enthält angeblich einen kleinen Haken: Eine Ausstiegsklausel. 30 Millionen Euro soll diese betragen und wurde bisher weder bestätigt, noch dementiert. Eigentlich wollte man beim BVB nach dem notgedrungenen Verkauf von Nuri Sahin für lediglich zehn Millionen Euro zu Real Madrid keine Ausstiegsklauseln mehr implementieren. Doch um den Bayern ein Schnippchen zu schlagen scheint man gewillt gewesen zu sein, dieses Prinzip schnell über den Haufen zu werfen.
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